Skip to main content
main-content

31.07.2020 | Metastasen | Leitthema | Ausgabe 9/2020

Der Onkologe 9/2020

Grundlagen der Oligometastasierung und Stellenwert der Lokaltherapie

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 9/2020
Autoren:
Prof. Dr. J. Ricke, M. Guckenberger, R. Grützmann

Zusammenfassung

Traditionell wurde in der Onkologie zwischen lokal begrenztem und systemisch metastasiertem Krankheitsstadium unterschieden, in welchen lokale Therapien ein kuratives bzw. ein palliatives Ziel verfolgten. Der Terminus „Oligometastasierung“ beschreibt ein unscharf definiertes intermediäres Stadium, in welchem randomisierte Studien Überlebensvorteile für selektierte Patientengruppen durch Einsatz lokal ablativer Techniken nachgewiesen haben. Aktuell wird Oligometastasierung durch eine begrenzte Anzahl von Metastasen und betroffenen Organsystemen unabhängig von der Tumorentität definiert. Klassische empirische Hinweise auf die biologische Aggressivität metastasierter Tumoren, wie das krankheitsfreie Intervall oder das Ansprechen auf Chemotherapie, finden sich in aktuellen Empfehlungen nicht. Unzureichend verstanden ist der biologische Hintergrund einer begrenzten Metastasierungskapazität sowie deren Nachweis durch Biomarker oder Genexpressionsprofile, um eine noch präzisere Patientenselektion für ein lokaltherapeutisches Vorgehen zusätzlich zu einer optimalen Systemtherapie vornehmen zu können.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 9/2020

Der Onkologe 9/2020 Zur Ausgabe

Einführung zum Thema

Lokale Tumortherapie

Passend zum Thema

ANZEIGE

Grüner Tee: Evidenz für Chemoprävention?

Schützen Inhaltsstoffe des grünen Tees vor kolorektalen Adenomen? Die Ergebnisse einer deutschen Studie deuten einen positiven Trend an. Sie zeigen zudem, wie mehr Evidenz für Nutriceuticals zur Chemoprävention von Malignomen geschaffen werden könnte. Hier erfahren Sie mehr!

ANZEIGE

Aktuelle Studienlage zur Sequenztherapie beim metastasierten Magenkarzinom

In Deutschland wird der Einsatz von Taxanen beim Adenokarzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (AEG) in der palliativen Erstlinientherapie aktuell sehr unterschiedlich gehandhabt. Zusätzlich nimmt die Sequenztherapie eine immer wichtigere Rolle ein. Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Studienergebnisse zum bestmöglichen Umgang mit Taxanen.

ANZEIGE

GI-Tumore und die Rolle von Angiogenesehemmern

Entdecken Sie mit praxisrelevanten Patientenfällen, kompakten Studieninhalten, informativen Experteninterviews und weiteren spannenden Inhalte, wie Sie den vielseitigen Herausforderungen bei GI-Tumoren begegnen können. Hier erfahren Sie mehr!

Passend zum Thema

ANZEIGE

19.04.2021 | Onlineartikel

Thromboseprophylaxe bei GI-Tumoren: Erstmal daran denken

Obere gastrointestinale Tumoren, allen voran das Pankreaskarzinom aber auch Ösophagus- und Magenkarzinome, gehen oft mit Thromboembolien einher. Als internistischer Onkologe erläutert Prof. Dr. Ralf Hofheinz, Mannheim, welche antikoagulatorischen Maßnahmen bei der stationären Behandlung und im ambulanten Setting betroffener Patienten durchzuführen sind. Dabei berücksichtigt er das besondere Blutungsrisiko genauso wie mögliche Arzneimittelinteraktionen. 

Publikation: Individuelles Thrombosemanagement bei „3G“-Tumoren

Bei Patienten mit gastrointestinalen, genito-urologischen und gynäkologischen Tumoren („3G“) besteht unter therapeutischer Antikoagulation ein im Vergleich zu anderen Krebsarten deutlich erhöhtes Blutungsrisiko. Wie diese Risiken einzuordnen sind und wie in der Praxis damit umgegangen wird, diskutierten Onkologen und Gerinnungsexperten bei der 65. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH).

ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier Video-Experteninterviews, Sonderpublikationen und aktuelle Behandlungsalgorithmen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

Bildnachweise