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14.04.2020 | Metastasen | Leitthema | Ausgabe 5/2020

Der Chirurg 5/2020

Therapie kolorektaler und nichtkolorektaler Lebermetastasen: Sinnhaftigkeit neoadjuvanter Therapiekonzepte

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 5/2020
Autoren:
Dr. S. Gül-Klein, R. Schmuck, D. P. Modest, J. Pratschke
Wichtige Hinweise
Die Autoren S. Gül-Klein und R. Schmuck haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Lebermetastasen stellen die häufigste sekundär maligne Erkrankung der Leber dar. Zahlen zur Inzidenz kolorektaler und nichtkolorektaler Lebermetastasen lassen sich aufgrund mangelnder Erfassung in Registern nur unzureichend untersuchen. Daten zur neoadjuvanten Therapie sind begrenzt und meist retrospektiv analysiert.

Fragestellung

Zusammenfassung und Bewertung der Sinnhaftigkeit neoadjuvanter Therapiekonzepte für kolorektale und nichtkolorektale Lebermetastasen.

Material und Methoden

Die Analyse erfolgte auf Grundlage der europäischen und US-amerikanischen Leitlinien und umfasste deutsche und englischsprachige Publikationen. Ergebnisse und Empfehlungen werden zusammengefasst und es wird ein Überblick über die Literatur gegeben.

Ergebnisse

Die neoadjuvante Therapie von Lebermetastasen erfolgt in heterogener Intention, sowohl die Selektion biologisch günstiger Tumoren als auch die Konversion eines inoperablen Befundes in einen resektablen Befund sind klassische Beweggründe für eine neoadjuvante Therapie. Die Sinnhaftigkeit neoadjuvanter Therapiekonzepte für kolorektale und insbesondere nichtkolorektale Lebermetastasen ist dem aktuellen Stand der Literatur und Leitlinien folgend nicht durchgehend schlüssig zu beantworten. Die Erstellung der Therapiestrategie in der klinischen Praxis folgt in der Regel folgenden Kriterien: Metastasierungsmuster, Komplexität der Resektion und biologische Faktoren (metachrone/synchrone Metastasen, Prognosefaktoren).

Schussfolgerungen

Beim metastasierten kolorektalen Karzinom ist die Neoadjuvans im Kontext einer Konversionstherapie Standard. Biologische Selektion günstiger Tumoren als Basis der Neoadjuvans bei resektablen Läsionen ist beim kolorektalen Karzinom kein durchgehender Standard. Nichtkolorektale Lebermetastasen werden nur im Rahmen individueller Konzepte reseziert.

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