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22.11.2021 | Metatarsale-V-Fraktur | CME | Ausgabe 6/2021

Operative Orthopädie und Traumatologie 6/2021

Osteosynthese dislozierter Metatarsale-V-Schaft- und -Halsfrakturen

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 6/2021
Autoren:
Dr. med. Konrad Kamin, Dmitry Notov, Christine Marx, Stefan Rammelt
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

Klaus Dresing, Göttingen
Frank Unglaub, Bad Rappenau

Zeichnungen

Hans Jörg Schütze, Köln
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Zusammenfassung

Operationsziel

Die Osteosynthese dislozierter Metatarsale-V-Schaft- und -Halsfrakturen dient der Wiederherstellung anatomischer Gegebenheiten am Vorfuß. Ziel der Operation ist die Wiederherstellung von Länge, Achse, Rotation und Gelenkstellung unter Beachtung des Metatarsale-Index.

Indikationen

a) Stark dislozierte oder offene Frakturen des Metatarsale-V-Schaftes und Halses, b) Kombinationsverletzungen des Vorfußes.

Kontraindikationen

Ablehnung der Operation durch den Patienten, vitale Bedrohung durch begleitende Verletzungen oder schwere Begleiterkrankungen, kontaminierte oder infizierte Weichteile.

Operationstechnik

In Abhängigkeit des zur Anwendung kommenden Osteosyntheseverfahrens erfolgt in der Regel die offene Reposition über einen lateralen Zugang zentral über dem gut tastbaren Metatarsale-V-Schaft, zwingend jedoch oberhalb der Lederhaut des Fußes. Bei mehrfragmentären subkapitalen und Schaftfrakturen des Metatarsale-V sind die offene Reposition und Plattenosteosynthese die Mittel der Wahl dar. Winkelstabile Implantate mit Stärke von 2,0–2,4 mm sind indiziert. Im Anschluss an die Säuberung des Frakturspaltes erfolgen die anatomische Rekonstruktion unter Längszug an der 5. Zehe und Verwendung von kleinen Repositionszangen, ggf. auch temporärer Kirschner-Drähte. Insofern es möglich ist, können auch eine oder mehrere interfragmentäre Zugschrauben zur Frakturkompression zum Einsatz kommen. Im Anschluss an die anatomische Rekonstruktion erfolgt das Anpassen einer geraden oder ggf. Kondylenplatte bei distal, subkapital gelegenen Frakturen. In der Regel sind Implantate mit der Stärke 2,0–2,4 mm günstig. Bei langen, einfachen Spiralfrakturen kommt alternativ die Schraubenosteosynthese infrage. Im Falle von Querfrakturen oder subkapitalen Frakturen ist eine perkutane antegrade Markdrahtung mit zwei 1,2–2,0 mm messenden Kirschner-Drähten über die prominent tastbare Metatarsale-V-Basis von lateral in Erwägung zu ziehen.

Weiterbehandlung

Postoperativ sind eine weichteilprotektive Lagerung mit milder lokaler Kühlung sowie ggf. Bettruhe indiziert. Im Anschluss erfolgt die Mobilisation mit Teilbelastung (20 kg) im kurzen Verbands- oder Cast-Schuh in der Regel für 6 Wochen.

Ergebnisse

Auch grob dislozierte Frakturen im Bereich des Metatarsale-5-Schaftes haben bei operativer Versorgung eine gute bis sehr gute Prognose mit hohen Heilungsraten. Bei nicht und gering dislozierten Frakturen führt die konservative Therapie mit 6 Wochen beschwerdeadaptierter (Teil‑)Belastung in einer geeigneten Orthese/Cast oder in hartsohligem Schuh ebenfalls zu guten bis sehr guten Ergebnissen.

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