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Migräne

Chronische Migräne mit Medikamentenübergebrauch

Migräne durch Kopfschmerzmittel: Akutmedikation lieber absetzen?

Dass akut wirkende Schmerz- oder Migränemittel bei Übergebrauch wiederum zu Migräne führen können, ist ein großes Dilemma. Könnte eine Prophylaxe helfen, diesen Effekt zu umgehen? Eine Studie geht dieser Frage nach und scheint die Empfehlungen der aktuellen Leitlinie zu bestätigen. Vor allem die Aufklärung Betroffener ist dabei wichtig.

Von der Aura zum Kopfschmerz

Eine kortikale Übererregung ist für die Entstehung einer Migräneattacke von großer Bedeutung. Sich kortikal ausbreitende Depolarisationswellen scheinen sowohl Auraphänomene als auch Kopfschmerzen zu triggern. Per Magnetstimulation lässt sich dieser Prozess hemmen.

S1-Leitlinie: Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln

"Medication overuse headache" (MOH) wird der anhaltende Kopfschmerz bezeichnet, der beim Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln entsteht. Stress, bestehende Migräne oder Abhängigkeit können das Auftreten begünstigen. Die neue Leitlinie spezifiziert Medikamente, die diesen Kopfschmerz hervorrufen können und gibt Empfehlungen zu medikamentösen und edukativen Gegenmaßnahmen. 

Medizinische und juristische Sicht

Rechtliche Aspekte des Einsatzes monoklonaler Antikörper bei Migräne

Monoklonale Antikörper gehören zu den neuen Medikamenten, die zur Prophylaxe bei Migräne eingesetzt werden können. Dabei ist genau definiert, wann eine Gabe indiziert ist – zum Beispiel, wenn andere Prophylaktika erfolglos oder kontraindiziert waren. Welche rechtlichen und dokumentarischen Besonderheiten bei einem Therapiewechsel wichtig sein könnten, lesen Sie hier.

Chronische Bauchschmerzen und ein "Stapel an Vorbefunden"

Mit einem ganzen Stapel an Vorbefunden kommt ein 12-Jähriger wegen chronischer Bauchschmerzen zu Ihnen in die Sprechstunde. Wegweisende pathologische Veränderungen entdecken Sie darin keine. Nun fragt die Mutter nach einer Endoskopie. Wie gehen Sie vor? Der CME-Beitrag bietet einen diagnostischen und therapeutischen Leitfaden: Das Wichtigste zu chronischen Bauchschmerzen bei Schulkindern.

e.Medpedia

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Migräne

Klinische Neurologie
Kopfschmerzen gehören zu den am häufigsten beklagten Symptomen überhaupt. Die Klassifikationskriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (International Headache Society, IHS) definiert alle Kopfschmerzerkrankungen und bildet die Grundlage zur Einordnung von Kopfschmerzen. In der aktuell dritten Auflage der Internationalen Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3) werden die bekannten primären und sekundären Kopfschmerzsyndrome beschrieben, kommentiert und in insgesamt 14 Kapitel eingeteilt. Die Kapitel 1–4 behandeln die primären Kopfschmerzformen wie Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, alle weiteren trigeminoautonomen Kopfschmerzen und andere seltene primäre Kopfschmerzerkrankungen, Kapitel 5–12 die sekundären Kopfschmerzen wie Subarachnoidalblutungen, intrazerebrale Blutungen oder die Riesenzellarteriitis, Kapitel 13 schmerzhafte Läsionen der Gehirnnerven und andere Gesichtsschmerzen und Kapitel 14 die nicht klassifizierbaren Formen. Trotz der großen Zahl möglicher Diagnosen kann man davon ausgehen, dass die Kenntnis der ca. 20–30 wichtigsten Kopfschmerzsyndrome und Differenzialdiagnosen ausreicht, um im klinischen Alltag über 95 % aller präsentierten Fälle einordnen zu können. Die gesamte Klassifikation mit allen Details kann auf der Webseite https://ichd-3.org/de/ abgerufen werden. Ausgewählte wichtige Kopfschmerzformen werden im Folgenden in der Reihenfolge der Kapitel der IHS-Klassifikation dargestellt. In diesem Kapitel wird die Migräne besprochen, weitere Kopfschmerzformen in Kap. „Spannungskopfschmerzen“, „Clusterkopfschmerzen und andere trigeminoautonome Kopfschmerzerkrankungen“, „Sonstige Kopfschmerzerkrankungen“ und „Sekundäre Kopfschmerzsyndrome“. Alle diagnostischen und therapeutischen Angaben entsprechen im Wesentlichen den Empfehlungen und Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und können ausführlicher auf deren Webseiten nachgelesen werden.

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CME-Fortbildungsartikel

Biopsychosoziales Modell funktioneller Bauchschmerzen

04.05.2022 | Reizdarmsyndrom in der Pädiatrie | CME

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Frau mit Migräne

01.02.2022 | Neurologische Diagnostik | Zertifizierte Fortbildung

CME: Migräne oder Epilepsie? Das sind die wichtigsten Unterschiede

Die Grenze zwischen Migräne und Epilepsie ist oft fließend – die Diagnosestellung der Erkrankungen kann daher erschwert sein, besonders aufgrund ihrer klinischen Gemeinsamkeiten und Komorbidität. Für eine zielführende Therapie ist die Diagnose jedoch entscheidend. In dieser Fortbildung werden beide Erkrankungen klar differenziert sowie praxisrelevante Inhalte vorgestellt.

Frau hält Tabletten in der Hand

17.01.2022 | Migräne | CME

CME: CGRP-Antikörper in der Migräneprophylaxe

Rascher Wirkeintritt bei niedrigen Nebenwirkungsraten, bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit – monoklonale Antikörper gegen das „calcitonin gene-related peptide“ (CGRP) sind vielversprechend und erweitern das Spektrum klassischer Migräneprophylaktika. In diesem CME-Beitrag lesen Sie über Indikation, Dosierung und bisherige Erfahrungen mit der Gabe der neuen Medikamente. 

23.09.2021 | Schwindel | Zertifizierte Fortbildung

Wenn die Kopfschmerzen mit Schwindelattacken einhergehen

Die vestibuläre Migräne stellt ein häufiges, aber auch oft unterdiagnostiziertes Krankheitsbild dar. Nicht selten wird sie als funktioneller Schwindel missgedeutet. Dies führt dazu, dass den Betroffenen vielfach die geeignete Therapie vorenthalten …

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Mit Kreide gemalter Kopf

23.09.2021 | Kopfschmerz und Migräne in der Pädiatrie | DGS

Immer wieder stärkste Kopfschmerzen bei einem Schulmädchen

Eine Zwölfjährige berichtet über Schmerzen im gesamten Kopf, häufig beim morgendlichen Erwachen, i.d.R. begleitet von sehr starker Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Montags sei es oft besonders schlimm und zu den stundenlang andauernden Kopfschmerzen kämen immer wieder auch seltsame Wahrnehmungsveränderungen hinzu. Die neurologische Untersuchung ist unauffällig. Ihre Diagnose?

Schwellung der linken Wade bei einem 34-jährigen Mann

17.08.2021 | Bandscheibenvorfall | Fortbildung

Muskelschwellung bei sportlichem Mann

Ein 34-jähriger Patient stellt sich wegen einer zunehmenden Schwellung der linken Wade bei Ihnen vor. Die körperliche Untersuchung ergibt eine deutliche Schwellung ohne Parese, jedoch mit einer Abschwächung des Achillessehnenreflexes. Wie lautet Ihre Diagnose?

Wendeltreppe von oben gesehen

28.05.2021 | Kopf- und Gesichtsschmerz | DGS

Aus der Praxis: Hypnic Headache und vestibuläre Migräne

Manche Formen von Kopfschmerzen treten nur selten auf oder sind schwer von anderen Formen abzugrenzen. Dazu zählen Hypnic Headache und vestibuläre Migräne. Zwei spannende Fälle aus der Praxis zeigen die Bedeutung einer sorgfältigen Differenzialdiagnose.

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Wie wirksam ist Atogepant in der Migräneprophylaxe?

Der CGRP-Rezeptorantagonist Atogepant soll in der Migräneprophylaxe eingesetzt werden. In einer Studie wurde untersucht, ob das Medikament die durchschnittliche Anzahl von Migränetagen reduzieren kann und vor allem wie es vertragen wird. 

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Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener
älterer Mann mit Kopfschmerzen

23.05.2022 | Migräne | Journal club

Migräne durch Kopfschmerzmittel: Akutmedikation lieber absetzen?

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Frau nimmt Medikament gegen Kopfschmerz

19.05.2022 | Arzneimittelinduzierter Kopfschmerz | Leitlinie

S1-Leitlinie: Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln

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Prof. Dr. H.-C. Diener, P. Kropp
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Dr. med. Sabine Stallforth, M.A. Sijmen van Schagen, M.Sc. Elisa Bott, M.Sc. Cordula Forster, Dipl. Sportwiss. Till Gladow, Ass. Prof. Dr.-Ing. Jean Schweitzer, Prof. Dr. med. Jochen Klucken

25.03.2022 | Apoplex | Kritisch gelesen

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22.03.2022 | Migräne | Journal club

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17.03.2022 | Migräne | Sonderbericht | Online-Artikel

Kopfschmerz-Anamnese: Schnelle und sichere Diagnose der Migräne

In Deutschland leben bis zu 14 Millionen Menschen mit Migräne. Viele sind nicht diagnostiziert und erhalten keine wirksame Behandlung. Im Interview erklärt der Frankfurter Neurologe und Schmerztherapeut PD Dr. Charly Gaul, welche Fragen zur Diagnose führen und was man wissen muss, um die optimale Therapie für jede Patientin und jeden Patienten zu finden.

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Richard Wagner, Karl Marx, Siegmund Freud und Wilhelm Busch litten ebenso unter Migräne wie Marie Curie, Königin Elisabeth II oder Horst Köhler. In Deutschland haben fast 18 Millionen Menschen Migräne, wobei ca. doppelt so viele Frauen wie Männer …

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TriptaneTriptane sind selektive SerotoninrezeptoragonistenSerotoninrezeptoragonisten (5-HT1B∕1D) und derzeit die wirksamsten Mittel für eine Behandlung akuter Migräneanfälle. Über 5-HT1B-Rezeptoren bewirken sie eine Vasokonstriktion z. B. der …

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2019 | Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich | OriginalPaper | Buchkapitel

Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich

Mit dem Ziel, die Diagnose von Kopfschmerzen zu standardisieren, veröffentlichte die International Headache Society im Jahr 1988 eine revolutionäre neue Kopfschmerzklassifikation. Für 165 Kopfschmerzformen wurden jeweils operationalisierte …

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