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In der medizinischen Literatur existieren Hinweise, wonach zwischen Rhinitis und Migräne eine Verbindung besteht. Eine Studie hat die Assoziation bestätigt, und nicht nur für die allergisch bedingte Schnupfenvariante.
Trotz effektiver Therapieoptionen bei Migräne werden viele Patientinnen und Patienten nicht leitliniengerecht behandelt. In dieser Folge der ZFA TALKS erklärt Migräneforscher Dr. med. Lukas Becker, wie Betroffene bestmöglich beraten und betreut werden können. Die Aufklärung spielt dabei für ihn eine zentrale Rolle und auch eine Erstlinien-Prophylaxe kann bereits in der Hausarztpraxis gestartet werden.
Eine Therapie mit Fremanezumab kann bei rund der Hälfte der Kinder und Jugendlichen die Zahl der monatlichen Migränetage um mindestens 50% senken. Auch die Akutmedikation wird nach Resultaten einer placebokontrollierten Studie deutlich seltener verwendet.
Sieben Jahre lang hatte sich ein Mädchen aus China mit zunehmend unerträglichen Bauchschmerzattacken, begleitet von Übelkeit und Erbrechen, herumgequält. Dann erst führte eine sorgfältige Anamnese auf die richtige Spur.
Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) spielt eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Migräne, und gegen CGRP oder dessen Rezeptor gerichtete Therapien sind wirksam. Das scheint allerdings nicht auf alle Menschen mit Migräne zuzutreffen. Bei diesen kommt ein anderes Neuropeptid als therapeutischer Angriffspunkt infrage.
Die Migräne-Inzidenz steigt auch bei Kindern und Jugendlichen. Medikamentös gibt es nur wenige Optionen, insbesondere für die Prophylaxe. Multimodale Ansätze sind gefragt. Hilft dabei auch ein strukturiertes Riechtraining?
CGRP-Antikörper und Rimegepant werden in der Schwangerschaft nicht eingesetzt. Worauf können schwangere Migräne-Patientinnen also akut und prophylaktisch zurückgreifen? Diese Frage wurde auf dem Schmerzkongress in Mannheim beantwortet.
Leitlinien für die therapierefraktäre Migräne fehlen, doch es gibt mittlerweile mehrere pharmakologische Optionen: CGRP-Antikörper, Gepante, womöglich auch Candesartan. Ein versuchsweiser Wechsel der Prophylaxe sollte allerdings mit Bedacht vorgenommen werden. Und was verrät die Datenlage über die Wirksamkeit der Medikamente?
Quälende Migräneattacken, die auf eine Standardtherapie nicht ausreichend ansprechen, sind möglicherweise ein Einsatzgebiet für „offene“ Placebos. In einer Studie an zwei deutschen Zentren war deren prophylaktische Einnahme zwar nicht mit weniger Kopfschmerztagen, wohl aber mit einer subjektiven Besserung assoziiert.
Während sie periorbital zur Migräne-Therapie eine Akupunkturnadel gesetzt bekam, verspürte eine Patientin plötzlich einen stechenden Schmerz im linken Auge. Was war passiert?
In einer Phase-2-Studie mit über 400 Migränekranken konnte Candesartan die Zahl der Migränetage im Schnitt um zwei pro Monat reduzieren. Die Responderrate war zudem doppelt so hoch wie unter Placebo.
Migräneattacken treten bei Neumond etwa um ein Drittel häufiger auf als bei Vollmond – und dies unabhängig vom Menstruationszyklus, dem Menopausenstatus und der Einnahme von Migräneprophylaktika. Darauf weist eine, allerdings sehr kleine US-Analyse hin.
In einer Pilotstudie mit Liraglutid nahmen adipöse Migränekranke zwar nicht ab, hatten aber nur noch halb so viele monatliche Kopfschmerztage wie zuvor. Erklärt wird dies mit einer Senkung des intrakraniellen Drucks.
Mehr als die Hälfte derjenigen, die über zwei Jahre hinweg Antikörper gegen Migräne erhalten, sprechen gut auf die Behandlung an. Risikofaktoren für einen frühen Therapiestopp sind eine hohe Kopfschmerzbelastung zu Beginn, Depressionen und Adipositas.
Ein kurzes strukturiertes Arztgespräch kombiniert mit dem Prophylaktikum Eptinezumab verringert die Zahl der monatlichen Migränetage bei chronischer Migräne mit Medikamentenübergebrauch erheblich. Darauf deuten Ergebnisse der Studie RESOLUTION.
Rund die Hälfte der Migränekranken profitiert nicht oder nur wenig von einer Prophylaxe mit CGRP-Antikörpern. Ihnen könnte eine Behandlung gegen das Signalmolekül PACAP helfen: Beide Pfade scheinen nur wenig zu überlappen.
Mit dem CGRP-Rezeptor-Antagonisten Ubrogepant lassen sich offenbar auch die Prodromalsymptome einer Migräne bekämpfen – Beschwerden, gegen die bislang keine nachgewiesen wirksame Therapie existierte.
Migräne und schwere Depression treten häufig gemeinsam auf. Der monoklonale CGRP-Antikörper Fremanezumab hat in einer Studie gezeigt, dass sich mit ihm beide Komorbiditäten gleichzeitig lindern lassen.
In einer Metaanalyse aus China waren Temperatur- und Luftdruckveränderungen ebenso wie Luftverschmutzung signifikant mit Migräneattacken assoziiert. Ob die Zusammenhänge kausaler Natur sind, bleibt jedoch dahingestellt.
Mit der Anzahl der Migränetage steigt das Risiko für eine Depression. Bei Komorbidität können nicht alle Migräne-Prophylaktika eingesetzt werden. Ein Kollege hat die Möglichkeiten bei den Schmerz- und Palliativtagen eingeordnet.
Migräne zeigt sich bei Männern anders als bei Frauen. Das kann ein Grund sein, warum die Erkrankung bei Männern seltener erkannt wird – und weshalb sich die Therapie unterscheidet.
Kopfschmerzen sind das häufigste Symptom einer Arteriendissektion im Kopf-Hals-Bereich und können dazu dienen, der Gefäßverletzung auf die Spur zu kommen. In der Praxis werden die Symptome aber oft verkannt. Eine Literaturübersicht beschreibt die wichtigsten Verdachtsmomente.
Ein breites Spektrum von Erkrankungen kann einen Schlaganfall vortäuschen. Bei der notwendigen schnellen Unterscheidung zwischen solchen „stroke mimics“ und echten Schlaganfällen können einige klinische Faktoren und Symptome unterstützend herangezogen werden.
Wird die Naseninnenseite durch Vibrationen stimuliert, kann dies offenbar die Zahl der Migränetage von Menschen mit chronischer Migräne deutlich senken. Darauf deuten die Resultate einer randomisiert-kontrollierten deutsch-finnischen Untersuchung.
Derzeit gibt es kein breit akzeptiertes Standardprotokoll, was das chirurgische Vorgehen bei okzipitaler Nervenstimulation betrifft. Ein Ärzteteam aus Dänemark hat nun seinen Ansatz vorgestellt, der bestimmte Vorteile bieten soll.
Beginnen ältere Migränekranke eine Prophylaxe mit CGRP-Antikörpern, kommt es anschließend nicht häufiger zu kardiovaskulären Problemen als unter einer Prophylaxe mit Botulinumtoxin. Darauf deutet eine US-Analyse von Medicare-Versicherten.
Das Wissen über die Mechanismen, die im Gehirn bei einer Migräneattacke ablaufen, und mögliche Auslöser wird immer breiter. Der psychologische Psychotherapeut Dr. Dipl.-Psych. Timo Klan fasst den aktuellen Erkenntnisstand zusammen. Und er gibt Tipps für eine differenzierte, individuelle Diagnostik auch von Begleiterkrankungen und beschreibt erfolgreiche psychotherapeutische Interventionen.
Mit Lasmiditan steht seit 2023 ein neues Präparat bei Nichtansprechen einer Migräne auf Triptane zur Verfügung. Die Zulassung von Gepante steht im Raum. Doch wie viele Patientinnen und Patienten mit Migräne betrifft das überhaupt?
Die Symptome eines Höhenkopfschmerzes sind denen einer Migräneattacke oft sehr ähnlich. Ergebnisse von Experimenten in der Höhenkammer legen eine gemeinsame pathophysiologische Endstrecke beider Kopfschmerzerkrankungen nahe.
Von einem Patienten mit zyklischem Erbrechen berichtet ein neurologisches Team aus Houston. Nachdem verschiedene antiemetische Substanzen nicht geholfen hatten, kam man auf die Idee, es mit Migränemedikamenten zu probieren.
Für Migränekranke könnte es bald einen neuen Therapieansatz geben: Ein Antikörper gegen den Vasodilatator PACAP reduzierte in einer Phase-2-Studie die Zahl der Migränetage. Die Arznei dürfte auch für Erkrankte relevant sein, die auf bisherige Optionen schlecht ansprechen.
Von einer Migräne sind deutlich mehr Frauen betroffen als Männer. Wirkt sich diese Tatsache auf das Risiko für zerebrale Ischämien aus? Die Frage muss weiterhin mit einem klaren Jein beantwortet werden.
In einer Kohortenstudie aus den USA ergab sich für 17 Substanzen ein hohes hepatotoxisches Risiko. Die Ergebnisse weichen teilweise frappierend von der häufig als Referenz verwendeten LiverTox-Website ab.
Eine verzerrte Wahrnehmung von Raum, Zeit oder Körper tritt vor allem bei Migräne mit Aura auf: 20% dieser Migränekranken haben solche Veränderungen schon einmal erlebt, meist während einer Migräne-Attacke. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Aura-Variante.
Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke gelten bei Personen mit Migräne als mögliche Trigger für Schmerzattacken. Eine Beobachtungsstudie spricht gegen einen solchen Zusammenhang.
Wer Triptane gegen Migräne einnimmt, läuft höhere Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Wie eine dänische Studie zeigt, ist das Risiko für sich betrachtet jedoch sehr gering.
Seitdem die Migräneprophylaxe mit Erenumab in der zweiten Therapielinie erstattungsfähig ist, wird sie nicht nur früher eingesetzt, sie erzielt auch bessere Ergebnisse – laut einer Studie der Berliner Charité selbst bei vergleichbaren Patientinnen und Patienten.
Antikörper gegen das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) oder dessen Rezeptor sind wirksame prophylaktische Therapien bei Migräne. Ein Teil der Behandelten spricht aber nicht auf diese Behandlung an oder verliert das Ansprechen wieder.
Was hilft, wenn mehrere medikamentöse Wirkprinzipien in der Prophylaxe der Migräne versagt haben? Ein gegen CGRP oder dessen Rezeptor gerichteter Antikörper scheint dann in vielen Fällen eine wirksame Option zu sein. Der Stellenwert der Ditane und Gepante bei therapierefraktärer Migräne ist dagegen noch ungewiss.
Bei der kinetischen Oszillationsstimulation gibt ein intranasal platzierter Ballon Vibrationen ab. Das zunächst für die Behandlung der chronischen Rhinitis entwickelte Verfahren könnte auch Erwachsenen mit Migräne helfen, wie Ergebnisse einer multizentrischen Studie zeigen.
Inzwischen gibt es zur akuten intranasalen Migränetherapie zahlreiche Wirkstoffe, aber nur wenige von ihnen wurden bisher direkt miteinander verglichen. In einer Netzwerk-Metaanalyse wurde dies nun indirekt nachgeholt.
Wer an Migräne leidet, muss wohl mit einem erhöhten kardiovaskulären Sterberisiko rechnen. Ein Zusammenhang, der sich vor allem bei Frauen und jungen Erwachsenen bestätigt hat.
Auf der Suche nach alternativen oder ergänzenden Behandlungsmethoden bei chronischen Schmerzen sind auch klassische psychedelische Drogen in letzter Zeit in den Fokus gerückt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie legen nahe, dass Rauschmittel bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen von Nutzen sein könnten.
Die Studienlage dazu, ob das regelmäßige Trinken von Alkohol primäre Kopfschmerzerkrankungen begünstigt, ist widersprüchlich. Eine neue Metaanalyse weist nicht auf einen solchen Zusammenhang hin.
In der Querschnittstudie OVERCOME (EU) sind spanische und deutsche Patientinnen und Patienten mit Migräne auf ihren Gebrauch von präventiven Medikamenten hin befragt worden – mit ernüchternden Ergebnissen.
Hängen die Spannungskopfschmerzen womöglich mit einem verspannten Trapezius zusammen? In einer MRT-Studie aus München sprachen erhöhte T2-Werte für eine myofasziale Beteiligung.
Die wichtigste Differenzialdiagnose zum Morbus Menière ist die vestibuläre Migräne. In einer Studie aus China wurden Unterschiede, klinische Merkmale und prädiktive Faktoren der beiden Erkrankungen mittels Magnetresonanztomografie herausgearbeitet.
Gegen CGRP oder dessen Rezeptoren gerichtete Substanzen haben sich als hoch wirksam in der Migräneprophylaxe erwiesen. Sollten sie als Prophylaktika der ersten Wahl eingesetzt werden oder erst nach Versagen anderer Medikamente? Zwei Fachleute erläuterten auf dem Kongress der European Academy of Neurology Argumente dafür und dagegen.
Monoklonale Antikörper gegen das Neuropeptid CGRP oder dessen Rezeptor scheinen das beste Wirk- und Sicherheitsprofil in der Prophylaxe von Migräne aufzuweisen. Auch andere Kandidaten schnitten in einer Studie nicht schlecht ab.
Eine Migräne-App wird von Millionen Menschen genutzt. Warum nicht die Daten verwenden, um herauszufinden, welche Migränemedikamente am besten bei den Betroffenen ankommen? Forschende haben dazu fast fünf Millionen Medikations-Verläufe dahingehend ausgewertet.
Wenn Antikörper gegen CGRP gut gegen Migräne wirken, warum dann nicht gleich gegen CGRP impfen? Ein US-Start-up prüft in einer ersten klinischen Studie eine Vakzine gegen das Neuropeptid.
Kinder und Heranwachsende, die an Migräne leiden, werden öfter als gesunde Gleichaltrige von Ängsten und Depressionen geplagt. Ein entsprechendes routinemäßiges Screening könnte hier womöglich hilfreich sein.
Um dem Zusammenspiel von zyklusabhängigen Sexualhormonschwankungen und Migräne auf die Spur zu kommen, bestimmten Berliner Forschende bei 180 Frauen das Neuropeptid Calcitonin Gene-Related Peptide im Plasma und in der Tränenflüssigkeit. Vor allem Östrogenschwankungen scheinen einen Einfluss zu haben.
Hormonelle Kontrazeptiva können menstruationsassoziierte Migräne wirksam reduzieren. Allerdings gehen sowohl Migräne als auch Östrogenzufuhr mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko einher. Ist das ein Grund, Migränepatientinnen eine hormonelle Kontrazeption vorzuenthalten?
Dem gängigen Schönheitsideal entsprechendes Model mit schmerzverzerrtem Gesicht, beide Hände an den Schläfen, Augen zusammengekniffen: So werden Medienbeiträge zum Thema Migräne häufig bebildert. Fühlen sich echte Migränekranke dadurch repräsentiert?
Eine aktuelle Auswertung des Kopfschmerzregisters der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zeigt, wie Migränekranke die verschiedenen Optionen der Akutmedikation bewerten. Deutlich wird: Es gibt Raum für Optimierung.
Fast drei Viertel aller von einer mitochondrialen Erkankung Betroffenen haben wiederkehrende Migräne- oder andere Kopfschmerzattacken. Spielen die Mitochondrien eine Rolle bei der Migräneentstehung?
Eine SARS-CoV-2-Infektion kann anhaltende Kopfschmerzen triggern, so eine Studie aus Brasilien. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie warnt dabei vor möglichem „Medication Overuse Headache“.
Körperliche Aktivität hilft bei Migräne, das bestätigen die Ergebnisse einer Metaanalyse der Uni Stanford. Krafttraining war vergleichsweise das wirksamste der untersuchten Protokolle, gefolgt von intensivem Ausdauertraining. Die Forschenden emfehlen ein konkretes Fitnessprogramm.
Mehr Demenz, Schlaganfälle, Parkinson, psychische Störungen und neuroimmunlogische Leiden – im ersten Jahr nach einer Coronaerkrankung ist das Risiko für neuropsychiatrische Erkrankungen um über 40 Prozent erhöht, zumindest bei älteren Männern.
Anhaltende Kopfschmerzen an jedem Tag der Woche als Folge einer SARS-CoV-2-Infektion? Experten halten das für möglich. Sie warnen jedoch auch vor einem Schmerztabletten-Exzess.
Eine kortikale Übererregung ist für die Entstehung einer Migräneattacke von großer Bedeutung. Sich kortikal ausbreitende Depolarisationswellen scheinen sowohl Auraphänomene als auch Kopfschmerzen zu triggern. Per Magnetstimulation lässt sich dieser Prozess hemmen.
Schwindel, Hörverlust, Tinnitus – die Symptome des Morbus Menière sind belastend. Offenbar ist obendrein das Migränerisiko der Betroffenen erhöht – und auch umgekehrte Assoziationen werden beobachtet.
Wer an Migräne leidet, hat ein höheres Risiko, im weiteren Verlauf Bluthochdruck zu entwickeln. Finnische Forscher rufen daher Ärzte, die Migränepatienten behandeln, zu verstärkter Wachsamkeit auf.
Was haben sie gemeinsam, was unterscheidet sie? Wie häufig kommen sie gemeinsam vor, und begünstigen sie sich gegenseitig? Ein Überblick über die wichtigsten Fakten zu zwei häufigen neurologischen Erkrankungen.
Viele Migränebetroffene kennen es: Ein bestimmter intensiver Geruch, etwa ein Parfüm, kann bei ihnen eine Attacke auslösen. Ausgerechnet Gerüche gelten nun als Kandidaten für neue Therapieformen bei Kopfschmerzen und anderen Schmerzerkrankungen.
Auch bei Senioren scheint Migräne das Risiko für ischämische Schlaganfälle zu steigern. Es variiert jedoch in Abhängigkeit von der medikamentösen Therapie der Kopfschmerzattacken.
Kurz nach der Einnahme von Sumatriptan klagte eine 59-jährige Frau über Thoraxschmerzen, zugleich entwickelte sie eine transiente globale Amnesie. Warum die Ärzte in der Triptaneinnahme die Ursache sehen, lesen Sie in diesem Fallbericht.
Steht mit dem CGRP-Antagonisten Atogepant bald eine weitere Option für die medikamentöse Migräneprophylaxe zur Verfügung? Auf dem virtuellen Kongress der European Academy of Neurology präsentierten Forschende neue Daten zur Wirksamkeit und Langzeitverträglichkeit der Substanz.
Italienische Forschende haben einen Summenscore zur Beurteilung des Ansprechens auf die Migräneprophylaxe entwickelt. In diesen Score fließen Veränderungen in vier Domänen ein: Monatliche Migräne- und Kopfschmerztage, Behinderungsgrad und Attackenschwere.
Bei Kopfschmerzen sind nicht nur Medikamente wirksam – auch psychologische Verfahren können als Ergänzung oder auch als Alternative zu Pharmaka die Beeinträchtigung der Betroffenen lindern. Wo solche Verfahren ansetzen, welche Patient*innen profitieren und welche Elemente bei der Schmerzpsychotherapie essenziell sind, das erzählt Dipl.-Psychologin Eva Liesering-Latta, Königstein, in der Episode.
Ist es sinnvoll, lang wirksame Prophylaktika während einer Migräneattacke zu applizieren? In der Studie RELIEF wurde das nun erstmalig doppelblind randomisiert mit einem CGRP-Antikörper erprobt.
Ob der veränderte Lebensstil während des COVID-19-Lockdowns in Deutschland Einfluss auf die Häufigkeit und Intensität primärer Kopfschmerzen und Migräne hatte, haben Neurologen der Berliner Charité untersucht.
Frauen mit Migräne tragen während einer Schwangerschaft ein deutlich erhöhtes Risiko für Präeklampsie und andere Schwangerschaftskomplikationen. Vor allem bei einer Migräne mit Aura ist von einer Risikoschwangerschaft auszugehen.
Auch die Halswirbelsäule kann ein Trigger für Migräneattacken sein. Manchen Kopfschmerz-Patienten kann deshalb eine Physiotherapie innerhalb eines Gesamttherapiekonzepts helfen.
Kinder mit Kopfschmerzen fehlen häufiger in der Schule und haben dort öfter Probleme als Kinder ohne Kopfschmerzen. Vor allem Kinder aus armen Familien und solche mit psychischen Störungen sind betroffen.
Das Jahr 2020 wird auch als erstes Jahr mit zugelassenen Apps auf Rezept in die Geschichte eingehen. Zum Jahreswechsel kam nochmals Bewegung in die DiGA-Liste beim BfArM. Verordnungsfähig sind Apps u.a. bei Adipositas, Migräne, depressiven Episoden oder Schlafstörungen.
Mit Beginn der Pubertät ändert sich vieles, unter anderem auch der Schlaf-Wach-Rhythmus. Das macht das alltägliche frühmorgendliche Aufstehen entgegen der biologischen inneren Uhr für viele Jugendliche zur Tortur und ist offenbar auch der Gesundheit nicht zuträglich, wie eine Untersuchung an jugendlichen Migränepatienten nahelegt.
Ein Seeanemonengift zeigt im Tierversuch über die Blockade säuresensitiver Ionenkanäle vielversprechende Wirkungen auf die trigeminale Nozizeption. Ein neuer Ansatz zur Migränetherapie?
Eine Befragung von Schülern in Deutschland ergab bei 31% chronische Schmerzen, bei 8% sogar starke Schmerzen. Betroffen sind vor allem Mädchen sowie Schüler mit Depressionen, Ängsten, Schlafstörungen und schlechten Schulleistungen.
Häufig wiederkehrende Kopf- und Gesichtsschmerzen in der Periorbitalregion können neben der Migräne auch auf einen Clusterkopfschmerz oder andere seltenere trigeminoautomome Kopfschmerzsyndrome hinweisen. Eine rasche diagnostische Zuordnung gelingt oft bereits auf Basis der Schmerzdauer.
Ist der Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch ein eigenständiger sekundärer Kopfschmerz, oder ist Medikamentenübergebrauch ein Chronifizierungsfaktor für einen primären Kopfschmerz? Für beide Thesen gibt es gute Argumente.
Bei der Erforschung von Plazeboeffekten konnten zwei Hauptmechanismen identifiziert werden: Lernen und Erwartung. In der Behandlung von Schmerzerkrankungen wie der Migräne scheint es besonders lohnend zu sein, auf diese Zusammenhänge zu achten.
Aufgrund typischer Auslöser oder der klassischen Präsentation lassen sich primäre Gesichtsschmerzen meistens gut voneinander abgrenzen. Die aktuelle internationale Klassifikation orofazialer Schmerzen bietet einen Leitfaden für die Einteilung, basierend auf klinischen Merkmalen.
Wenn man die Akupunktur mit einer Nicht-Behandlung vergleicht, zeigt sie in der Schmerztherapie beachtliche Effekte. Einen genaueren Blick auf die Wirkmechanismen und die aktuelle Datenlage warfen Experten auf dem virtuellen Schmerzkongress.
Gerüche haben einen direkten Einfluss auf Emotionen und Partnerwahl. Und sie beeinflussen den Zustand der zerebralen Schmerzmatrix. Steckt im Schnuppern der richtigen Gerüche also therapeutisches Potenzial? Erste Studien zum Riechtraining als Migräneprophylaxe machen Hoffnung für erwachsene und pädiatrische Patienten.
Bei der Therapie der Migräne im Kindes- und Jugendalter kommt es auf beherztes Handeln an: „Es ist nicht zielführend, bei jeder Attacke mit einer niedrigeren Dosis zu starten und abzuwarten, ob diese vielleicht wirkt.“ Empfehlungen vom Schmerzexperten PD Dr. Friedrich Ebinger zu geeigneten Medikamenten, Dosierungen und Prophylaxemaßnahmen.
Jeder siebte Patient mit ischämischem Insult hat in der Woche vor dem Ereignis sehr ungewöhnliche oder sehr starke Kopfschmerzen. Diese können folglich ein frühes Warnzeichen sein.
Werden Hörsturzpatienten zusätzlich zur Standardtherapie mit einer Migräneprophylaxe behandelt, fallen ihre Hörtests einer US-Studie zufolge signifikant besser aus als nach einer reinen Steroidtherapie.
Die teilweise widersprüchlichen Empfehlungen zur Einnahme von NSAR haben bei Patienten mit chronischen Kopfschmerzen für viel Unsicherheit gesorgt. Zwei Experten geben Tipps, was man als Migränepatient in der Corona-Pandemie (aber nicht nur dann!) beachten sollte.
Eine von Migränepatienten in der Praxis sehr häufig gestellte Frage lautet: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich meine Symptome langfristig bessern? Eine Langzeitstudie macht Hoffnung und zeigt, welche Faktoren bei der Antwort eine Rolle spielen.
Studien zur medikamentösen Migräneprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen lassen bislang keine optimale Vorgehensweise erkennen. Nun legen US-amerikanische Schmerzspezialisten eine Netzwerk-Metaanalyse nach. Ihr Fazit ist verhalten.
Unter Augenrauschen leiden viele Betroffenen seit der Geburt oder der frühen Kindheit. Forschende um Dr. Francesca Puledda gingen in einer Studie den bisher wenig bekannten Ursachen dieses Krankheitsbildes nach.
Eine „Handlungsempfehlung mit Augenmaß“ zum Einsatz monoklonaler Antikörper in der Migräneprophylaxe haben deutsche Fachgesellschaften herausgegeben. Demnach sollen die teuren Präparate nur in Fällen verschrieben werden, in denen die Standardmedikamente nicht wirken oder kontraindiziert sind.
Mit dem Wirkstoff Ubrogepant lassen sich Migräneattacken besser stoppen als unter Placebo – etwa jeder fünfte Patient wird damit innerhalb von zwei Stunden schmerzfrei.
Ist ein Kopfschmerzpatient einmal in die Falle Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MOH) getappt, ist eine frühzeitige Behandlung nach Stufenschema angezeigt. Im Extremfall bleibt nur das abrupte Absetzen der Akutmedikation – gegebenenfalls auf Station.
Auch bei Clusterkopfschmerz spielt das Calcitonin-Gene related Peptide pathophysiologisch eine Rolle. Von vier bislang durchgeführten Phase-III-Studien mit CGRP-Antikörpern führte aber nur eine zum Erfolg.
Das Demenzrisiko ist unter Migränekranken verdoppelt, so das Resultat einer kanadischen Studie. Sie deutet auf vor allem auf eine erhöhte Inzidenz für Alzheimer, weniger für eine vaskuläre Demenz.
An Leitlinien mangelt es der Migränetherapie nicht – aber womöglich an Medizinern, die sich daran halten. Jeder dritte Patient hierzulande wird zunächst nicht gemäß den Empfehlungen behandelt.
Von Menstruation bis Menopause – bei vielen Beschwerdebildern sollte auch der Mg-Status betrachtet werden. Denn Studien zeigen, dass zwischen 20 und 50 Prozent der Frauen mit hormonbedingten Beschwerden von einem Mangel betroffen sind [1].