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24.04.2019 | Migräne | Originalien | Ausgabe 3/2019

Der Schmerz 3/2019

Zervikaler „joint position error“ bei Kopfschmerzen

Systematische Literaturübersicht und empirische Daten bei chronischer Migräne

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 3/2019
Autoren:
M.Sc., OMPT Ruth Meise, Kerstin Lüdtke, Annette Probst, Philipp Stude, Thomas Schöttker-Königer

Zusammenfassung

Hintergrund

Chronische Migräne (CM) ist eine primäre Kopfschmerzart mit massiven Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Der Zusammenhang zwischen sensomotorischer Dysfunktion der HWS, gemessen mit dem „Joint position error“ (JPE), und CM ist derzeit weitgehend ungeklärt, obwohl bis zu 60 % der Migränepatienten über begleitende Nackenbeschwerden berichten.

Methode

Neben einer systematischen Literaturrecherche zum JPE bei Kopfschmerzen wurde im Rahmen einer Beobachtungsstudie der JPE von Probanden mit CM (n = 37) mit einer Kontrollgruppe (KG; n = 22) verglichen. Für eine weitere Analyse wurden die Migränepatienten auf der Basis ihrer unterschiedlichen Therapieansätze in zwei Gruppen eingeteilt. Gemessen wurde in drei Bewegungsebenen mit einem am Kopf befestigten Laserpointer.

Ergebnisse

Der JPE in der Sagittalebene lag bei CM (n = 37) im MW bei 3,7° (SD ± 1,4°) und bei 3,1° (SD ± 1,1°) in der KG (n = 22), in der Transversalebene bei 3,7° (SD ± 1,5°; CM) und 3,2° (SD ± 1°; KG) sowie in der Frontalebene bei 3,6° (SD ± 1,2°; CM) gegenüber 3,3° (SD ± 1,1°; KG). Der Unterschied war in allen Ebenen nicht signifikant. Nach der Aufteilung der Migränegruppe (übliche medikamentöse Therapie vs. Botulinumtoxintherapie [BTh]) zeigten sich signifikant höhere Abweichungen (Sagittalebene): in CM + BTh 4,21° (SD ± 1,8°) im Unterschied zu 2,99° (SD ± 1,2°) in CM ohne BTh und 3,21° (SD ± 1,2°) in KG (p = 0,0053). Die Differenz zwischen CM + BTh und CM ohne BTh betrug 1,52° (p = 0,016).

Schlussfolgerung

Nur die Probanden mit CM + BTh zeigten einen auffälligen JPE. Der Einfluss durch die Nackenschmerzen scheint keine Rolle zu spielen. Eine größere Bedeutung hat wahrscheinlich der Einfluss des Chronifizierungsgrades. Der JPE scheint zur Beschreibung einer Subgruppe der Migränepatienten geeignet.

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