Hausärztliches Vorgehen bei Migräne
Sicher diagnostizieren und Lebensqualität verbessern
- 06.02.2026
- Migräne
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 04.02.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Die Migräne zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen und führt zu einer relevanten Beeinträchtigung des Alltags und der Lebensqualität. Damit ist sie ein für die Hausarztpraxis relevantes Krankheitsbild. Sie wird in ihrem Auftreten weiterhin häufig unterschätzt und oft erfolgt keine leitliniengerechte Behandlung. Sie weist einen typischen Erkrankungsgipfel im erwerbstätigen Alter auf und verursacht hohe indirekte Gesundheitskosten durch verminderte Leistungsfähigkeit der Patient:innen. Die Diagnosestellung erfolgt klinisch über die typische Migränesymptomatik (International Classification of Headache Disorders(ICHD-3)-Kriterien) und nach Ausschluss anderer primärer und sekundärer Kopfschmerzarten. In den allermeisten Fällen ist keine Bildgebung notwendig. In der Behandlung ist die Patient:innenedukation besonders wichtig und wirkungsvoll. Eine effektive Akuttherapie ist durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) oder Triptane möglich. Zur Prophylaxe stehen nichtmedikamentöse und medikamentöse Ansätze zur Verfügung. Zur Dokumentation des Verlaufs und Ansprechens vor, während und nach eingeleiteten Therapieoptionen eignet sich ein Kopfschmerzkalender.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- können Sie Migräne sicher diagnostizieren und von anderen primären Kopfschmerzarten differenzieren;
- sind Ihnen Maßnahmen zur Verbesserung der Selbstwirksamkeit Ihrer Patient:innen im Umgang mit Migräne bekannt;
- sind Sie in der Lage, die Akuttherapie bei Migräneattacken effektiv zu verordnen;
- können Sie Patient:innen für eine medikamentöse Prophylaxe richtig identifizieren und diese mit First-line-Medikamenten in der Hausarztpraxis initiieren.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.