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11.06.2021 | Mikrobiom der Haut | Leitthema | Ausgabe 7/2021

Der Hautarzt 7/2021

Hautmikrobiom – Wertvoll für Diagnostik und Therapie?

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 7/2021
Autoren:
M. sc. Claudia Hülpüsch, Dr. Matthias Reiger
Wichtige Hinweise
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Zusammenfassung

Hintergrund

Unsere Haut ist ein sehr wichtiges und komplexes Organ des Körpers. Die Mikroorganismen der Haut, das sog. Mikrobiom, stellen einen wichtigen Teil der gesunden Hautbarriere dar und werden von den verschiedensten äußeren und inneren Einflüssen geprägt.

Ziel der Arbeit

Es erfolgt eine kurze Darstellung zur Frage, inwieweit das Hautmikrobiom ein diagnostisches oder sogar therapeutisches Ziel im Kontext mit Hauterkrankungen darstellt.

Material und Methoden

Es wurde eine Literaturrecherche durchgeführt.

Ergebnisse

Verschiedene Krankheiten treten zusammen mit einer Veränderung des Hautmikrobioms auf. Bei Neurodermitis ist eine Korrelation zwischen dem Schweregrad und einer erhöhten Verfügbarkeit von Staphylococcus aureus bekannt, wobei es zu einem Verlust der bakteriellen Diversität auf der Haut kommt. In der Zukunft soll Staphylococcus aureus nicht nur als ein diagnostischer Marker bei Neurodermitis eingesetzt werden, sondern stellt auch als ein prädiktiver Marker für den Therapieerfolg ein vielversprechendes Ziel dar. Die Rolle des Hautmikrobioms bei Psoriasis ist noch nicht tiefgehend erforscht. Allerdings gibt es auch hier Hinweise, dass eine Veränderung des Hautmikrobioms zum Verlauf der Psoriasis beiträgt und es bei den Patienten zu einer Störung in der Immuntoleranz kommt. Im Falle von Akne ist die Beteiligung von Cutibacterium acnes am Krankheitsbild bekannt, allerdings zeigen neueste Erkenntnisse, dass es nicht ausreicht, die Spezies zu benennen, sondern bestimmte Eigenschaft von Cutibacterium-acnes-Stämmen assoziiert sind.

Diskussion

Nur bei Neurodermitis gibt es bereits etablierte mikrobielle Biomarker. Für andere Krankheiten könnte dies in Zukunft der Fall sein, allerdings müssen sowohl Kombinationen von Mikroorganismen, einzelne Spezies, aber auch Stämme, die sich durch spezifische Eigenschaften auszeichnen, in Betracht gezogen werden.

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