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01.06.2014 | Originalarbeit | Ausgabe 2/2014

Forum der Psychoanalyse 2/2014

Mit Imagination an Albträumen arbeiten

Zeitschrift:
Forum der Psychoanalyse > Ausgabe 2/2014
Autor:
Prof. Dr. phil. Verena Kast
Wichtige Hinweise
Luise Reddemann zum 70. Geburtstag gewidmet.

Zusammenfassung

Fantasien erscheinen nach Jung im Schlaf als Traum, im Wachen als mehr oder weniger bewusste Vorstellungen. Fantasie versteht er als Ausdruck der Selbsttätigkeit der Psyche. Aus dieser Nähe von Traum und Fantasie oder beobachteter Fantasie, der Imagination, ist es naheliegend, dass Träume durch Imagination vergegenwärtigt und besser verstanden werden können, dass aber auch besonders an Albträumen durch die Imagination die Hilflosigkeit überwunden und eine gewisse Selbstwirksamkeit hergestellt werden kann. Steven Starker hat bereits 1974 eine Methode vorgeschlagen, wie Albträume durch Imaginationen verändert werden können, wie der Stil der Nachtträume durch die Arbeit mit Imaginationen sich verändert.
Anhand einer klinischen Arbeit an einem Albtraum zeigt der vorliegende Beitrag, wie eine solche Arbeit aussehen kann. Analytikerin und Analysandin sind gemeinsam im Vorstellungsraum, der durch den Albtraum vorgegeben wird. Dieser Vorstellungsraum wird als ein Raum der Interaktion und damit der potenziellen Wandlung verstanden, in dem die Analytikerin im Bereich der Symbolik Anregungen gibt, Ideen aufgreift, die zu beruhigenden und zukunftsträchtigen Bildern führen. Die imaginative Arbeit wird dabei unterbrochen durch ein Gespräch, das sowohl Verständnis erzeugt als auch Zugang zu einer Ressource – durch die Analysandin selbst.
Ziel einer solchen Arbeit ist es, die Angst im Albtraum zu bannen, der Träumerin aber auch zu vermitteln, dass es nicht nur von der Angst bestimmte Imaginationen gibt, sondern dass diese sich in kreative Fantasien verwandeln lassen.

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