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Mixed-Methods-Studien in der Gesundheitsförderung

Studie über junge Menschen mit Fluchterfahrung

  • 03.08.2017
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Mixed-Methods-Studien, bei denen qualitative und quantitative Forschungsmethoden kombiniert werden, sind disziplinübergreifend im Trend. Meist rücken dabei standardisierte Befragungen ins Zentrum und qualitative Interviews werden als Vorstudie oder zur Vertiefung ergänzt. Das erkenntnistheoretische Potenzial von Mixed-Methods-Studien, bei denen qualitative und quantitative Methoden gleichrangig kombiniert werden, bleibt so unberücksichtigt.

Ziel der Arbeit

Im Auftrag des Landratsamtes Göppingen wurde 2016/2017 eine Mixed-Methods-Studie über die Lebenssituation junger Menschen mit Fluchterfahrung im Alter von 11 bis 21 Jahren durchgeführt. Ausgehend von dieser Studie wird die Frage nach dem Potenzial von Mixed-Methods-Studien in der Gesundheitsförderung diskutiert, bei denen qualitative und quantitative Studien als gleichrangig betrachtet werden.

Material und Methode

In der Mixed-Methods-Studie wurden die Perspektiven der jungen Menschen mit Fluchterfahrung, ihrer Betreuer aus dem Jugend- bzw. Sozialamt und der Angebotsanbieter des Landkreises erfasst. Die Befragung der jungen Menschen mit Fluchterfahrung und ihrer Betreuer erfolgte mit qualitativen Interviews. Die Angebotsanbieter wurden standardisiert befragt.

Ergebnisse und Diskussion

Die Kombination qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden zur Analyse der Lebenssituation der jungen Menschen mit Fluchterfahrung ergibt einen ganzheitlichen und umfassenden Einblick in soziale, kulturelle und strukturelle Rahmenbedingungen, sozialpolitische Herausforderungen sowie individuelle Bedürfnisse. Mixed-Methods-Studien, bei denen qualitative und quantitative Studien gleichrangig sind, erweisen sich als eine geeignete Strategie zur Erforschung gesundheitsförderlicher Fragestellungen.
Titel
Mixed-Methods-Studien in der Gesundheitsförderung
Studie über junge Menschen mit Fluchterfahrung
Verfasst von
Juniorprof. Dr. Marlen Niederberger
Publikationsdatum
03.08.2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 1/2018
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-017-0602-5
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