Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Sichere, wirksame, effiziente Diagnostik und Therapie –
abgestimmt auf den älteren Patienten!

Ältere und multimorbide Patienten bestimmen die Arbeit in unseren Notaufnahmen und Kliniken.

Spezielle Konzepte sind einzuplanen für:

Risikoprofile älterer PatientenTypische Erkankungen im AlterGeriatrische Syndrome wie Sturz, Verwirrtheit, Ernährungsstörung

Prozessmanagement und Behandlungspfade medizinisch und wirtschaftlich optimiert:

Geriatrisches AssessmentMultiprofessionelles ArbeitenEnge stationär-ambulante Kooperation und Case-Management

Sofortige interdisziplinäre Intervention
(ab dem 1. stationären Tag) ist wirksam:

signifikante Senkung der KomplikationsrateSicherung von Autonomie und LebensqualitätSenkung der PflegebedürftigkeitErlössteigerung

Unter Berücksichtigung der Konzepte von

DGG Deutsche Gesellschaft für GeriatrieDGGG Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und GeriatrieBGS British Geriatrics Society AGS American Geriatrics Society

PLUS: Geriatrisches Kodieren (DRG, ICD und OPS)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Herausforderungen des demographischen Wandels aus Sicht des Geriaters

Frontmatter

1. Gesundheitsmanagement in unserer alternden Gesellschaft

Zusammenfassung
Der demographische Wandel hat alle Bereiche unserer Gesellschaft erreicht und wird ganz besonders das Gesundheits- und Sozialgefüge nachhaltig beeinflussen. Während die Anzahl jüngerer Menschen abnimmt, ist in den nächsten Jahrzehnten mit einem dramatischen Anstieg des Anteils älterer Menschen zu rechnen. Die höchsten Zuwachsraten bestreffen die ältesten Bevölkerungsgruppen. Für die medizinische Versorgung resultieren hieraus einschneidende Veränderungen. Die Struktur unseres Gesundheitssystems muss sich dieser Herausforderung stellen. Der Patient der Zukunft ist multimorbid, leidet unter chronischen Krankheiten und ist in seiner Autonomie bedroht. Gefragt ist also ein Gesundheitsmanagement, das dem Betroffenen trotz verschiedener Krankheiten und Behinderungen ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglicht. Dieses Konzept verfolgt die moderne Geriatrie.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

2. Geriatrie, die spezialisierte Medizin für ältere Menshen

Zusammenfassung
Geriatrische Patienten definieren sich nicht primär über das Lebensalter („kalendarisches Alter“), sondern über eine charakteristische multifaktorielle Problemkonstellation bei einem gealterten Organismus („biologisches Alter“). Für die gemeinsame Grundlage geriatrischen Handelns in Deutschland haben die beiden wissenschaftlichen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie, Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie) sowie der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) die folgende Definition erarbeitet: Geriatrische Patienten - Geriatrietypische Multimorbidität - und höheres Lebensalter (überwiegend 70 Jahre oder älter) Die geriatrietypische Multimorbidität ist hierbei vorrangig vor dem kalendarischen Alter zu sehen; oder durch Alter 80+: aufgrund der alterstypisch erhöhten Vulnerabilität, z.B. wegen - des Auftretens von Komplikationen und Folgeerkrankungen, - der Gefahr der Chronifizierung sowie - des erhöhten Risikos eines Verlustes der Autonomie mit Verschlechterung des Selbsthilfestatus.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

3. Typische Problemkonstellationen geriatrischer Patienten

Zusammenfassung
Geriatrische Patienten definieren sich nicht, wie die Patienten anderer Abteilungen in der Klinik, durch Krankheiten eines bestimmten Organsystems (beispielsweise Neurologie, Kardiologie, Orthopädie), sondern durch Multimorbidität und eine komplexe Problemkonstellation. Dies betrifft insbesondere folgende Punkte: Typische Problemlagen in der Geriatrie - Multimorbidität (Mehrfacherkrankung) - Chronizität (langwieriger Krankheitsverlauf) - Die Bedeutung der Krankheitsfolgen - Störungen der Mobilität - Störungen der Alltagskompetenz (Aktivitäten des täglichen Lebens) - Störungen der Kommunikation - Probleme der Krankheitsverarbeitung (Coping) - Die Verflechtung der medizinischen mit den sozialen Problemen
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

4. Die Dynamik verschiedener Erkrankungen geriatrischer Patienten

Zusammenfassung
Die typische Multimorbidität geriatrischer Patienten, die sich in nahezu endlosen Listen in Arztbriefen und Krankenakten manifestiert, verleitet ab der fünften Diagnose zu einer resignativen Haltung. Dies ist emotional verständlich. Es lässt aber außer Acht, dass diese Erkrankungen ganz unterschiedlichen Dynamiken folgen und damit Ansatzpunkte für spezifische Interventionen bieten.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

5. Prinzipien und Methoden der modernen Geriatrie

Zusammenfassung
Angesichts der komplexen Problematik geriatrischer Patienten sind die Aufgaben ohne ein multiprofessionelles therapeutisches Team nicht zu bewältigen. Dabei benötigt jede einzelne Berufsgruppe außer einer umfassenden Berufsausbildung eine zusätzliche geriatrische Qualifikation. Teamarbeit erfordert außerdem definierte Prozesse der Kommunikation und Kooperation, ohne die ein zielgerichtetes Handeln nicht erfolgen kann. Diese Vereinbarungen stellen einen wesentlichen Teil der Prozessqualität dar und beinhalten insbesondere auch eine exakt festgelegte Kommunikationsstruktur sowie Art und Umfang der Dokumentation.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

Dimensionen geriatrischen Handelns

Frontmatter

6. Akutmedizin in der Geriatrie

Zusammenfassung
Die akut auftretende schwere Krankheit geriatrischer Patienten macht häufig eine vollstationäre Behandlung erforderlich. Steht ein bestimmtes medizinisches Problem im Vordergrund, das der speziellen Intervention bedarf (z.B. durch die Unfallchirurgie bei Schenkelhalsfraktur oder im Herzkatheterlabor bei Herzinfarkt), führen die entsprechenden Abteilungen die notwendige Behandlung durch, im Idealfall im Dialog mit einem Geriater. Oft stellt sich im Verlauf der Behandlung heraus, dass die Patienten von einer Weiterbehandlung in der Geriatrie profitieren würden.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

7. Geriatrische Rehabilitation

Zusammenfassung
Oberstes Ziel geriatrischen Handeln ist die optimale Lebensqualität und Autonomie trotz Krankheit und Behinderung. Dadurch bekommt die Rehabilitation eine überragende Bedeutung in der komplexen Intervention bei geriatrischen Patienten. Diese Erkenntnis darf aber nicht zu der Fehlinterpretation verleiten, Geriatrie könnte auf die Rehabilitation reduziert werden.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

8. Präventivmedizin in der Geriatrie

Zusammenfassung
Gesundes und „erfolgreiches“ Altern ist kein Zufall. Die Bedeutung einer gesunden Lebensführung ist wissenschaftlich erwiesen. Einen positiven Beitrag leisten folgende Maßnahmen: Ein Verzicht auf das Rauchen und andere Genussgifte (Dabei sind geringe Mengen Alkohol (beispielsweise ein Glas Wein am Tag) in der Regel unschädlich.) Gesunde Ernährung (Das bedeutet eine normale Mischkost, die prinzipiell auf kein Lebensmittel verzichten muss, reich an Obst und Gemüse ist, aber große Mengen Fleisch und tierische Fette vermeidet.) Gewichtskontrolle (Dabei gilt die Regel, dass jeder Mensch seine individuelle Figur hat und nur deutliches Über- und Untergewicht vermieden werden sollen. Wer es genau wissen will, kann sich an dem Body-Mass-Index (BMI) orientieren, der zwischen 20 und 30 liegen sollte. (Für jüngere Menschen gelten strengere Maßstäbe: Es wird ein BMI zwischen 19 und 25 empfohlen.)) Lebenslange Übung (Diese schließt drei wesentliche Bereiche ein: - Geistige Aktivität: Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Beispielsweise sind Kreuzworträtsel, Gedichte lernen oder die Diskussion mit klugen und netten Menschen bewährte Strategien. - Körperliche Fitness: Gemeint sind alle Bereiche körperlicher Übung, also Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit, insbesondere der Balance. Das beugt nicht nur der Arteriosklerose vor, sondern auch der Alzheimer-Demenz (!) und schützt vor Stürzen. - Soziale Beziehungen: Diese können in ihrer positiven Wirkung für geistige Leistung und seelisches Wohlbefinden gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.)
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

9. Palliativmedizin in der Geriatrie

Zusammenfassung
Wichtigstes Ziel geriatrischen Handels ist stets die optimale Lebensqualität der Patienten trotz chronischer Krankheit und Behinderung. Dies gilt für alle Krankheits- und Lebensabschnitte – selbstverständlich auch für die letzte Lebensphase. Palliativmedizin (lat. palliare = lindern) ist integraler Bestandteil jedes geriatrischen Konzeptes und folgt dem bewährten geriatrischen Grundsatz: Heilen: selten, Lindern: meistens, Trösten: immer.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

10. Geriatrisches Gesundheitsmanagement

Zusammenfassung
Um für jeden Patienten ein Optimum an Lebensqualität trotz Krankheit und Behinderung zu erreichen, ist eine genaue Analyse sämtlicher Begleitumstände erforderlich. Hierbei werden neben den obligaten Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten mittels Anamnese und Untersuchungen wichtige Kontextfaktoren obligat erfasst. Dieses „multidimensionale geriatrische Assessment“ umfasst folgende Punkte.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

Geriatrische Versorgungsstrukturen

Frontmatter

11. Geriatrie in der klinischen Akutversorgung

Zusammenfassung
Das Rückgrat der stationären Versorgung geriatrischer Patienten bilden die geriatrischen Kliniken und Abteilungen. Geriatrische Patienten, die der vollstationären Behandlung bedürfen, bekommen hier die notwendige Diagnostik und Therapie auf fachspezifisch hohem Niveau. Doch trotz der konsequent patientenzentrierten Arbeitsweise ist allerdings auch in der Geriatrie ein vollstationärer Aufenthalt mit negativen Effekten verbunden.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

12. Die Geratrische Tagesklinik

Zusammenfassung
In einem modernen geriatrischen Konzept ist eine Tagesklinik unverzichtbar. Im Gegensatz zur vollstationären Arbeit gibt es hier keine regulären Patientenzimmer, sondern lediglich Ruhemöglichkeiten. Ein von der Tagesklinik organisierter Transportdienst holt den Patienten morgens aus seiner Wohnung ab und bringt ihn nachmittags wieder zurück. Während des Aufenthaltes steht dem Patienten nahezu das gesamte klinische Spektrum zur Verfügung. Dazu gehören alle diagnostischen Möglichkeiten des Krankenhauses, Visiten, ärztlich therapeutische Interventionen und, soweit erforderlich, eine komplexe Rehabilitationsbehandlung.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

13. Geriatrie im Bereich der ambulanten Medizin

Zusammenfassung
Die langfristige Versorgung geriatrischer Patienten fällt in den Bereich des Hausarztes. Zusammen mit den anderen an der ambulanten Versorgung Beteiligten (niedergelassene Therapeuten, Hauskrankenpflege) ist er für das Gesundheitsmanagement in jenen Perioden der Patientenversorgung zuständig, in denen keine akuten Probleme die Inanspruchnahme einer Geriatrischen Klinik erfordern.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

14. Ökonomie geriatrischer Versorgungssysteme

Zusammenfassung
Das komplexe und zum Teil äußerst aufwändige geriatrische Gesundheitsmanagement ist trotz gegenteiliger Vermutung durchaus auch effizient und ökonomisch sinnvoll. Mit der Verkürzung der von Autonomieverlust und Pflegebedürftigkeit geprägten Lebensphase („Kompressionstherorie“) spart das System durch verminderte Gesundheitskosten Geld. Dies konnte in verschiedenen wissenschaftlichen Erhebungen gezeigt werden. Die umfassendste Studie zu diesem Thema soll hier näher beschrieben werden.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

Charakteristische Gesundheitsprobleme geriatrischer Patienten

Frontmatter

15. Geriatrische Syndrome

Zusammenfassung
Charakteristisch für die Geriatrie sind bestimmte Problemkonstellationen, sogenannte Syndrome, die keinem medizinischen Bereich direkt zugeordnet werden können und ganz unterschiedliche Ursache haben können. Syndrome beschreiben einen Symptomenkomplex, der dringend weiter geklärt werden muss, wobei Kompetenzen aus ganz verschiedenen Zweigen der Medizin und angrenzenden Disziplinen erforderlich sind. Die Analyse dieser Zusammenhänge sowie die Erarbeitung von Gegenstrategien gehören zu den vordringlichen Aufgaben des therapeutischen Teams in der Geriatrie.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

16. Das Managment spezieller Erkrankungen in der Geriatrie

Zusammenfassung
Angeblich gibt es bei alten Menschen bis zu 10 Prozent Missbrauch, nach unserer Erfahrung liegt die Quote eher unter 5 Prozent . Bei niedrigerem Verteilungsvolumen werden rasch höhere Spiegel erreicht. Bei 1–4 Prozent liege eine Alkoholabhängigkeit vor, also mit über drei Ereignissen pro Jahr, dem starken Wunsch nach Alkohol, einer Toleranzentwicklung, Entzugssymptomen, der Vernachlässigung anderer Interessen und dem Alkoholkonsum trotz aufgetretener Schäden. Entzugsdelire sind bei über 75-Jährigen sehr selten.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

Geriatrisches Kodieren

Frontmatter

17. Häufigste geriatrische Kodes

Zusammenfassung
Nur wenige pflegerelevante ND sind PCCL-wirksam.
Peter Hien, Ralf Roger Pilgrim, Rainer Neubart

Backmatter

In b.Flat Geriatrie pro enthaltene Bücher

In b.Flat Geriatrie kompakt enthaltene Bücher

In b.Flat Klinik Innere Medizin enthaltene Bücher

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Weitere Informationen

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Meistgelesene Bücher aus der Inneren Medizin

2017 | Buch

Rheumatologie aus der Praxis

Entzündliche Gelenkerkrankungen – mit Fallbeispielen

Dieses Fachbuch macht mit den wichtigsten chronisch entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen vertraut. Anhand von über 40 instruktiven Fallbeispielen werden anschaulich diagnostisches Vorgehen, therapeutisches Ansprechen und der Verlauf …

Herausgeber:
Rudolf Puchner

2016 | Buch

Ambulant erworbene Pneumonie

Was, wann, warum – Dieses Buch bietet differenzierte Diagnostik und Therapie der ambulant erworbenen Pneumonie zur sofortigen sicheren Anwendung. Entsprechend der neuesten Studien und Leitlinien aller wichtigen Fachgesellschaften.

Herausgeber:
Santiago Ewig

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Innere Medizin und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

© Springer Medizin 

Bildnachweise