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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 3/2012

Der Urologe 3/2012

Moderne Steintherapie

Ist die Ära der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie zu Ende?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Dr. A. Miernik, K. Wilhelm, P. Ardelt, S. Bulla, M. Schoenthaler

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Therapie der Urolithiasis hat mit der Einführung der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) und der perkutanen und ureterorenoskopischen Techniken in den 1980er Jahren grundlegende Veränderungen erfahren. Seither wurden diese minimal-invasiven Techniken kontinuierlich weiterentwickelt.

Ergebnisse

Nachdem über viele Jahre die ESWL eine überragende Rolle in der Steintherapie gespielt hat, zeigt sich in den letzten Jahren ein zunehmender Trend zur endoskopischen Therapie. Dies kann auf die zunehmende operationstechnische Erfahrung, insbesondere aber auch auf die Weiterentwicklung des zur Verfügung stehenden Instrumentariums zurückgeführt werden. Dieser Trend wird durch die vorhandene Datenlage nicht adäquat abgebildet (fehlende aktuelle randomisierte Studien). Neuere Daten der endoskopischen Techniken liegen bislang z. T. als Kohortenstudien, meist aber lediglich als Fallserien vor. Entsprechend fokussieren die Empfehlungen der deutschen und internationalen Leitlinien noch auf die ESWL als Erstlinientherapie für die meisten Steinlokalisationen und -größen.

Schlussfolgerung

Die Analyse der Behandlungsdaten unserer Klinik bestätigt die beschriebenen Trends und zeigt die hohe Behandlungseffizienz der modernen Steintherapie und die damit verbundene Absenkung des sozioklinischen Aufwands.

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