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09.03.2020 | Operative Techniken | Ausgabe 2/2020

Operative Orthopädie und Traumatologie 2/2020

Modifizierte „advanced core decompression“ (mACD)

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Landgraeber, Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Jäger
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Roth, Leipzig

Zeichnungen

R. Himmelhan, Mannheim

Zusammenfassung

Operationsziel

Das Ziel der mACD ist es, die positiven Ergebnisse der Entlastungsbohrung mit dem Anspruch einer vollständigen Entfernung des Osteonekroseareals invasiver Verfahren zu verbinden. Zugleich soll diese das Operationsrisiko durch eine minimalinvasive Herangehensweise senken.

Indikationen

Atraumatische Femurkopfnekrosen im ARCO(Association Research Circulation Osseous)-Stadium II.

Kontraindikationen

Einbruch der subchondralen Lamelle (ARCO-Stadium III); primäre oder sekundäre Koxarthrose (ARCO-Stadium IV); anhaltende Applikation der osteonekroseinduzierenden Noxen (z. B. Hochdosiskortisongabe, laufende Chemotherapie, Alkoholabusus …); offene Wachstumsfugen; bekannte Unverträglichkeiten gegen Bestandteile des verwendeten Knochenersatzstoffes; unzureichende Compliance des Patienten; Osteomyelitiden oder septische Krankheitsbilder.

Operationstechnik

Nach Lagerung auf einem Extensionstisch, Hautdesinfektion und Abdeckung nach geltenden Hygienestandards erfolgt zunächst die Anbohrung wie bei einer konventionellen „core decompression“ entsprechend einer präoperativ angefertigten Planung. Der hierzu verwendete und einliegende 3,2-mm-Führungsdraht wird im Folgenden mit einem 9‑mm-Bohrer überbohrt, um die Kortikalis zu eröffnen. Mittels einer ebenfalls drahtgeführten Stanze erfolgt dann die Entnahme eines Knochenzylinders aus dem gesunden Anteil des Schenkelhalses. Anschließend erfolgt die weitere Anbohrung mittels Bohrer bis 5 mm subchondral, gefolgt von einer Ausräumung mit einem expandierbaren Flügelmesser (Reamer) und einer Kürettage. Nach möglichst vollständiger Ausräumung der Osteonekrose erfolgen dann die Wiederauffüllung des knöchernen Substanzdefektes mit dem zuvor gewonnenen autologen Knochen sowie der Verschluss des Bohrkanals mit bioresorbierbarem Knochenersatzstoff.

Weiterbehandlung

Postoperativ sollte eine 24-stündige Bettruhe eingehalten werden, gefolgt von einer Teilbelastung mit 20 kg Körpergewicht für 2 bis 6 Wochen (abhängig von der Knochenqualität, der Defektgröße und dem verwendeten Knochenersatzstoff).

Ergebnisse

Mittelfristige (2-Jahres‑)Überlegenheit der mACD im Vergleich zur ACD („advanced core decompression“) und CD („core decompression“) insbesondere im ARCO-Stadium II.

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