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17.01.2020 | Molekular- und Tumorbiologie | Nachrichten

„Optimale Versorgung in der Onkologie – diskutieren Sie mit!“

DKK 2020: Highlights zur molekularen Diagnostik und Therapie

"Geballtes Fachwissen" ist für Kongresspräsident Prof. Hochhaus einer der Gründe für einen Besuch des DKK. Vielfältige Fragen werden dort besprochen: Zum Beispiel welche Rolle Epigenetik oder die Bioinformatik in der Zukunft spielen werden. Diskussionen die Prof. Röcken, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie in der DKG, mit Spannung erwartet.

Prof. Hochhaus, bitte nennen Sie mir drei Gründe, warum sich ein Besuch des DKK lohnt.

Prof. Hochhaus: Erstens: Das geballte Fachwissen. Wir erwarten mehr als 10.000 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Onkologie. Zweitens: Die Interdisziplinarität. Die Behandlung von Tumorpatientinnen und -patienten ist komplex: Für eine optimale Versorgung müssen viele Fachrichtungen – wie etwa die Chirurgie, Strahlentherapie, medikamentöse Tumortherapie, Pathologie, Radiologie und Pflege – eng zusammenarbeiten. Dieses Zusammenspiel der verschiedenen Fachrichtungen ist auch in unseren Sitzungen abgebildet. 

Und drittens: Der wissenschaftliche Austausch. Wir bieten neben den klassischen Vortragsformaten auch Pro-Kontra-Diskussionen mit TED-Abstimmung und interaktive Tumorkonferenzen an, um Diskussionen anzuregen. Besonders Young Professionals sollten diese Gelegenheit nutzen. In vielen Sitzungen übernehmen junge Expertinnen und Experten im Tandem mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen den Vorsitz. Für den medizinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs wird es zudem zugeschnittene Informationsangebote geben.

Das Kongressmotto zum DKK 2020 enthält auch die Forderung nach der „optimalen Versorgung für alle“. Wo sehen Sie die Herausforderungen?

Prof. Hochhaus: Das medizinische Wissen über die Tumorbiologie wächst rasant und damit das Potenzial für die Entwicklung neuer Therapieansätze. Das ist an sich ja sehr positiv. Aber im Zuge des vermehrten Einsatzes der personalisierten Medizin werden die Patientengruppen, die von einer bestimmten Behandlung profitieren, immer kleiner. Wir müssen sicherstellen, dass gute und sichere Ansätze auch im Versorgungsalltag ankommen. Wir müssen diskutieren, wie sich medizinische Innovationen so in die bestehende Versorgung einfügen lassen, dass möglichst alle Betroffenen davon profitieren.

Prof. Röcken, es gibt einige Sitzungen zu dem Thema Pathologie. Welche Highlights hält der Kongress bereit?

Prof. Röcken: Die molekulare Diagnostik ist für die Präzisionsonkologie von entscheidender Bedeutung. Aus den Untersuchungen des Tumorgewebes und der Metastasen erhalten wir wichtige Informationen, die helfen, eine passgenaue Therapie zu bestimmen. Aber wie sieht die molekulare Krebsdiagnostik der Zukunft aus? Welche Rolle spielt die Epigenetik, was können genomische und RNA-basierte Technologien leisten, welche Erkenntnisse ziehen wir aus der Bioinformatik? Über diese Fragestellungen werden wir in der Sitzung „Was müssen wir über die molekulare (Krebs-)Diagnostik↩ der Zukunft wissen?“ diskutieren. Mit Spannung erwarte ich auch die Sitzung „Biomarker-gesteuerte Tumorpathologie über alle Entitäten? Molekularpathologie und Klinik“. Wir sprechen darüber, wie die molekulare Pathologie in Tumorboards, klinische Studien und nicht zuletzt in die Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern und den Zentren erfolgreich integriert werden kann. Kontrovers geht es sicherlich in der Debatte „Ist empirische Chemotherapie bei CUP angesichts neuer Einsichten in die Tumorbiologie noch sinnvoll?“ zu. Mittlerweile liefern Histologie, Immunhistologie und Molekularbiologie wichtige Hinweise für die Eingrenzung des Primärtumors und somit auch für die Wahl der Therapie. Die Diskussionen werden sicherlich spannend.↩

Interdisziplinarität wird auf dem DKK 2020 großgeschrieben. Wie ist dieser Aspekt im Programm berücksichtigt?
Prof. Röcken: Es finden während des DKK interaktive Tumorkonferenzen statt. In den Konferenzen werden verschiedene Fälle vorgestellt und interdisziplinär diskutiert. Zum Abschluss der Tumorkonferenz gibt es eine TED-Abstimmung. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie in jedem Fall an einer solchen Sitzung teilnehmen und sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen austauschen.

Prof. Hochhaus, was wünschen Sie sich für den DKK 2020? 
Prof. Hochhaus: Ich freue mich auf lebhafte, interprofessionelle Diskussionen – über die Sektorengrenzen hinweg. Die Kooperation von Expertenzentren mit der regional tätigen Ärzteschaft ist essenziell für die optimale Versorgung aller Patientinnen und Patienten. Diesen Netzwerkgedanken möchten wir mit dem Kongress voranbringen.

Kostenfrei: Die App zum DKK 2020

  • Programmplaner und Infos rund um den Kongress, TED-, Kommentar- und Evaluationsfunktion 
  • Ab Januar 2020 herunterladbar in allen App-Stores für iOS und Android.
  • Infos: www.dkk2020.de/app

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