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Die Onkologie

Molekulare Pathogenese des kolorektalen Karzinoms

  • 02.09.2025
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Begriff der Adenom-Karzinom-Sequenz beschreibt die Entwicklung von kolorektalen Karzinomen (KRK) über adenomatöse Vorstufen. Über 90 % der KRK entwickeln sich aus Adenomen, wobei mutierte Gene wie APC, KRAS und TP53 in einem komplexen Mehrstufenprozess eine entscheidende Rolle spielen. Besonders der Wnt-Signalweg ist hierbei von Bedeutung. Auch der EGFR-Signalweg, der durch Mutationen in den RAS- und BRAF-Genen verändert ist, ist bei vielen KRK betroffen und kann zu einer Resistenz gegen EGFR-Inhibitoren führen. Zudem tragen Mutationen im TGF-β-Signalweg zur Tumorentwicklung bei, indem sie die Zellproliferation und Apoptose beeinträchtigen. Ein alternativer Weg der Karzinogenese ist die Mikrosatelliteninstabilität (MSI), die mit einem Lynch-Syndrom assoziiert sein kann, häufiger aber sporadisch auftritt. Molekulare Klassifikationen wie die Consensus Molecular Subtypes (CMS) bieten vielversprechende Ansätze für die Prognose und die personalisierte Therapie von KRK.
Titel
Molekulare Pathogenese des kolorektalen Karzinoms
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. univ. Jens Neumann
Publikationsdatum
02.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-025-01822-0
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