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17.05.2019 | Leitthema

Molekulargenetische Untersuchungen als Basis zielgerichteter Therapien beim Basalzellkarzinom am Auge

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe
Autoren:
Dr. rer. nat. L. Boeckmann, M. C. Martens, V. Kakkassery, L. M. Heindl, Univ.-Prof. Dr. med. S. Emmert

Zusammenfassung

Hintergrund

Basalzellkarzinome sind die häufigsten bösartigen Tumoren des Menschen überhaupt. Sie wachsen lokal destruierend und invasiv.

Fragestellung

Die Zunahme von Basalzellkarzinomen in einer alternden Gesellschaft erfordert neue, schonende Therapieansätze gerade für fortgeschrittene, schwer resezierbare, an chirurgisch herausfordernden Lokalisationen wie dem Augenlid wachsende oder metastasierte Basalzellkarzinome.

Material und Methoden

Neue Schlüsseltechnologien wie „next generation sequencing“ (NGS) ermöglichen genetische Analysen von Tumoren in Hochdurchsatzverfahren. Dadurch werden neue Erkenntnisse zur molekulargenetischen Genese von Basalzellkarzinomen erworben, die die Entwicklung neuartiger, zielgerichteter Behandlungen der betroffenen Signalwege ermöglichen.

Ergebnisse

Basalzellkarzinome besitzen entsprechend dem mehrschrittigen Photokarzinogenesemodell eine sehr hohe Last an UV-induzierten Genmutationen (75 %). Unabhängig von der Genese tragen 85 % der Basalzellkarzinome Hedgehog-signalwegaktivierende Mutationen. Mittlerweile sind 2 Hedgehog-Inhibitoren zur Behandlung des schwer resezierbaren bzw. metastasierten Basalzellkarzinoms zugelassen (Vismodegib und Sonidegib). Die Ansprechraten liegen jedoch nur bei 60 % der Patienten. Der Grund hierfür liegt in der hohen Mutationslast der Tumoren. So sind in 85 % der Basalzellkarzinome auch andere Signalwege beeinträchtigt.

Schlussfolgerungen

Molekulargenetische Untersuchungen werden die Identifizierung weiterer zielgerichteter Therapieansätze ermöglichen. Aufgrund der hohen Mutationslast sind auch Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Cemiplimab) effektiv. UV-Schutz und Nicotinamid können die Mutationslast verringern und das Basalzellkarzinomrisiko mindern.

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