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24.07.2019 | Monitoring | Übersichten | Ausgabe 4/2019

Der Schmerz 4/2019

Empfehlungen zur perioperativen Anwendung von Metamizol

Expertenempfehlung des Arbeitskreises Akutschmerz der Deutschen Schmerzgesellschaft, des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Schmerzmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Akutschmerz der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie unter Beteiligung von Vertretern der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 4/2019
Autoren:
Prof. Dr. U. M. Stamer, T. Stammschulte, J. Erlenwein, W. Koppert, S. Freys, W. Meißner, P. Ahrens, E.-M. Brede, M. Lindig, M. Dusch, S. Heitfeld, E. Hoffmann, E. A. Lux, E. Müller, D. Pauli-Magnus, E. Pogatzki-Zahn, C. Quaisser-Kimpfbeck, U. Ringeler, H. Rittner, J. Ulma, S. Wirz
Wichtige Hinweise
Der vorliegende Beitrag erscheint zeitgleich in den Zeitschriften A&I Anästhesiologie & Intensivmedizin, Der Anaesthesist, Der Chirurg, Der Schmerz und Passion Chirurgie.

Zusammenfassung

Hintergrund

Metamizol wird in vielen Ländern häufig perioperativ eingesetzt. Unsicherheit besteht jedoch hinsichtlich der möglichen Komplikation einer Agranulozytose.

Methodik

Bei fehlender Evidenz aus der Literatur hat eine Arbeitsgruppe Expertenempfehlungen zum perioperativen Einsatz von Metamizol erarbeitet und in einem strukturierten formalen Konsensusprozess verabschiedet. Anschließend wurden die Empfehlungen in den Präsidien der Fachgesellschaften beraten und konsentiert.

Ergebnisse

Die Expertengruppe stimmt überein, dass Blutbildkontrollen zur Überwachung der Metamizoltherapie beim kurzfristigen perioperativen Einsatz und bei Patienten ohne entsprechende Risikofaktoren für eine Neutropenie kein Standard sein sollen. Medizinisches Personal soll über die Symptome einer Agranulozytose und das Vorgehen bei Verdacht auf eine Agranulozytose informiert sein. Mit einer Risikoaufklärung soll der Patient über die Gabe von Metamizol, das Nutzen-Risiko-Verhältnis und mögliche Alternativen aufgeklärt werden. Andere Nichtopioidanalgetika werden von der Expertengruppe hinsichtlich Nutzen und Risiken nicht günstiger eingestuft als Metamizol. Eine Sicherungsaufklärung soll erfolgen, wenn über einige Tage Metamizol verabreicht wurde und/oder Patienten mit einer laufenden Metamizolmedikation aus stationärer oder ambulanter Behandlung entlassen werden, da sich eine Agranulozytose auch einige Tage nach Absetzen von Metamizol manifestieren kann. Weitere Empfehlungen betreffen die Information des weiterbehandelnden Arztes und die Vermeidung einer Reexposition bei stattgehabter metamizolbedingter Blutbildveränderung.

Diskussion

Die Empfehlungen der Expertengruppe sollen das medizinische Personal und die Patienten für eine adäquate perioperative Anwendung von Metamizol sensibilisieren.

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