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18.01.2016 | Morbus Alzheimer | Originalien | Ausgabe 11/2016

Der Nervenarzt 11/2016

Prävention von Alzheimer-Demenz in Deutschland

Eine Hochrechnung des möglichen Potenzials der Reduktion ausgewählter Risikofaktoren

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 11/2016
Autoren:
PD Dr. T. Luck, S. G. Riedel-Heller

Zusammenfassung

Hintergrund

Aktuelle internationale Hochrechnungen geben Hoffnung, dass durch eine Reduktion der Prävalenz sieben etablierter, potenziell modifizierbarer Risikofaktoren – Bluthochdruck und Adipositas im mittleren Lebensalter, Diabetes mellitus, Depression, körperliche Inaktivität, Rauchen und niedrige Bildung – auch die Prävalenz der Alzheimer-Demenz (AD) substanziell reduziert werden könnte.

Ziel der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, unter Anknüpfung an die internationalen Vorarbeiten Hochrechnungen für ein entsprechendes Präventionspotenzial in Deutschland bereitzustellen.

Methoden

Für jeden Risikofaktoren separat sowie für alle zusammengenommen (unter Adjustierung für den Zusammenhang untereinander) erfolgte die Berechnung: (1) des populationsbezogenen attributablen Risikos (PAR) für AD, (2) der entsprechenden absoluten Anzahl attributabler AD-Fälle und (3) der potenziellen Anzahl der aktuellen AD-Fälle, die durch eine um 10 %, 25 % und 50 % reduzierte Prävalenz des Risikofaktors/der Risikofaktoren theoretisch vermeidbar gewesen wäre.

Ergebnisse

Den Hochrechnungen entsprechend, könnten in Deutschland 30,5 % (PAR) der aktuellen AD-Fälle (305.000 AD-Fällen insgesamt) auf die betrachteten Risikofaktoren zurückgeführt werden. Den höchsten prognostizierten Einzeleinfluss auf die AD-Prävalenz zeigen hierbei körperliche Inaktivität (PAR = 21,7 %; 217.000 attributable Fälle) und Rauchen (PAR = 14,9 %; 149.000 Fälle). Eine um 10–50 % reduzierte Prävalenz aller sieben Risikofaktoren wäre theoretisch mit aktuell 23.000 bis 130.000 weniger AD-Fällen in Deutschland verbunden.

Diskussion

Das ermittelte mögliche hohe Potenzial für eine Reduktion der Prävalenz der AD sollte einen starken weiteren Anreiz zur Bekämpfung der sieben betrachteten Risikofaktoren in Deutschland geben.

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