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Granulomatöse Dermatosen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Gruppe der granulomatösen Dermatosen bezeichnet eine Vielfalt an klinisch unterschiedlichen Erkrankungen, die sich durch ein histopathologisch ähnliches Entzündungsmuster auszeichnen. Ursächlich für granulomatöse Entzündungsreaktionen können sowohl Infektionen als auch nichtinfektiöse Reize wie Zellzerfall oder Fremdkörper sein. Ziel dieser immunologischen Abwehrreaktion ist die Abkapselung zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung und Abgrenzung zum gesunden Gewebe. Diese zeigt sich histologisch als Granulom im Sinne einer umschriebenen Ansammlung von Histiozyten und mehrkernigen Riesenzellen meist im dermalen Bindegewebe. Histologisch unterschieden werden: die durch ein schütteres lymphozytäres Entzündungsinfiltrat charakterisierten sarkoidalen Granulome sowie tuberkuloide Granulome mit zentralen Nekrosen und dichterem lymphozytärem Entzündungsinfiltrat. Neutrophile Granulozyten zusammen mit Makrophagen treten bei suppurativen Granulomen auf, und Palisadengranulome sind durch randständig aufgereihte Makrophagen gekennzeichnet.
Titel
Granulomatöse Dermatosen
Verfasst von
Dr. Maria Kinberger
Dr. Hanna Bonnekoh
Dr. Amrei Dilling
Dr. Katharina Meier
Publikationsdatum
19.07.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 7/2022
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-022-01239-9
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