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25.06.2021 | Morbus Parkinson | Info Pharm | Ausgabe 6/2021

Parkinson-Therapie
InFo Neurologie + Psychiatrie 6/2021

Levodopa - noch lange kein alter Hut

Zeitschrift:
InFo Neurologie + Psychiatrie > Ausgabe 6/2021
Autor:
Dipl.-Biol. Friederike Klein
Levodopa hat bis heute große Bedeutung für die Parkinson-Therapie. Entscheidend für den Start einer dopaminergen Therapie sei die gute Symptomkontrolle und die zu erwartende Verbesserung der Lebensqualität, erläuterte Prof. Dr. Brit Mollenhauer, Paracelsus-Elena-Klinik, Kassel. Bei Therapie mit Levodopa sei eine möglichst niedrige, aber ausreichend wirksame Dosis entscheidend, um das Auftreten motorischer Komplikationen zu verzögern. Dabei sei das Körpergewicht zu berücksichtigen [Sharma JC et al. J Neurol 2008;15:493-6]. Bei Fluktuationen könnten Inhibitoren der Catechol-O-Methyltransferase (COMT) eingesetzt werden - aber nicht früher, unterstrich Mollenhauer. Der Drittgenerations-COMT-Hemmer Opicapon (Ongentys ®) ist zugelassen als Zusatztherapie zu Levodopa/DOPA-Decarboxylase-Hemmern (DDCI) bei Erwachsenen mit Morbus Parkinson mit motorischen "End-of-dose"-Fluktuationen, bei denen unter diesen Kombinationen keine Stabilisierung erreicht werden kann [Fachinformation Ogentys ®, Stand Januar 2020]. Opicapon verstärkt die Wirkungen von Levodopa. Dabei werde laut Mollenhauer ein gleichförmigerer Spiegel der COMT-Aktivität erreicht als mit Entacapon [Rocha J et al. Eur J Clin Pharmacol 2014; 70:1059-71]. Mit der einmal täglichen Einnahme der empfohlenen Dosis von 50 mg Opicapon - sie rät zur abendlichen Gabe - ließen sich Off-Zeiten-Fluktuationen besser reduzieren als mit Entacapon [Ferreira JJ et al. Lancet Neurol 2016; 15:154-65]. Vor allem hohe Spitzenspiegel von Levodopa seien hinsichtlich von Fluktuationen ein Problem, ergänzte Dr. Martin Winterholler, Parkinson-Klinik des Sana Krankenhauses Rummelsberg. Das gelte auch für die Kombination von Levodopa mit COMT-Hemmern. Nach Beginn der Einnahme von Opticapon müsse die Levodopa-Dosis regelmäßig überprüft und angepasst werden. Träten dann immer noch Fluktuationen auf, empfiehlt der Neurologe, die Compliance in Eigen- und Fremdanamnese zu überprüfen. Den Levodopaspiegel beeinflussen könnten auch Juckbohne-Präparate (Mucuna pruriens), die hohe L-Dopa-Dosen enthalten können, und eine Helicobacter pylori-Infektion. ...

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