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04.11.2016 | Originalien | Ausgabe 6/2016

Rechtsmedizin 6/2016

Morphologie der sonographisch vollständig fusionierten medialen Claviculaepiphyse

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 6/2016
Autoren:
M. Gonsior, F. Ramsthaler, C. G. Birngruber, M. Obert, Prof. Dr. M. A. Verhoff

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Beurteilung der Verknöcherung der medialen Claviculaepiphyse ist in der Altersdiagnostik für die Vollendung des 18. bzw. 21. Lebensjahres von erheblicher Bedeutung. Goldstandard ist die Computertomographie. Aus Gründen des Strahlenschutzes und der einfachen Verfügbarkeit gibt es Versuche, die Sonographie für diese Diagnostik zu etablieren. Nach den vorliegenden Studien kann mit dieser allerdings gerade die Differenzierung der Extrema, also eines noch nicht begonnenen Ossifikationsprozesses (Stadium 1) von einer bereits abgeschlossenen Verknöcherung (Stadium 4) erschwert sein.

Ziel der Arbeit

Bei medialen Schlüsselbeinen, die primär mithilfe der hochfrequenten Sonographie als Stadium 4 bewertet worden waren, sollten morphologische Charakteristika gefunden werden, die auf ein tatsächliches Stadium 1 hindeuten.

Material und Methoden

Die Schlüsselbeine von 410 Probanden im Alter zwischen 14 und 26 Jahren wurden mithilfe der hochauflösenden Sonographie untersucht. Die erhaltenen Sonogramme aller medialen Schlüsselbeine, die als Stadium 4 gewertet worden waren, wurden retrospektiv auf Form und Ausprägung der dieses Stadium definierenden Konvexität analysiert. Hierzu dienten in 3 standardisierten Schallrichtungen aufgenommene Bilder.

Ergebnisse

Insgesamt wurden die Befunde von 125 Schlüsselbeinen ausgewertet. Bei den über 20-Jährigen waren die Sonogramme vorwiegend durch einen steilen Abfall der Konvexität der medialen Clavicula gekennzeichnet. Dagegen überwogen bei den Minderjährigen solche mit flach abfallenden Konvexitäten. Eine „Stempelform“ des medialen Schlüsselbeins wurde ausschließlich von kaudaler Schallkopfposition aus beobachtet.

Schlussfolgerung

Nicht jede Clavicula, die im gesamten Untersuchungsbereich konvex endet, muss zwingend eine vollständige Epiphysenfugenfusion durchgemacht haben. Aufgrund der Verteilung lässt sich vermuten, dass flach abfallende und stempelförmig aufgetriebene Konvexitäten nicht zwangsläufig mit einer epiphysären Fusion korrelieren. Die sichere sonographische Abgrenzung der Stadien 1 und 4 gelingt anhand der vorgeschlagenen morphologischen Charakteristika nicht.

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