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Über dieses Buch

Multimodale Bildgebung und interdisziplinäre Therapie in einem Buch!

Dieses Buch behandelt in einem ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz die Bildgebung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms, der Benignen Prostatahyperplasie und der Prostatitis aus radiologischer, nuklearmedizinischer, urologischer und strahlentherapeutischer Sicht.

Der Stellenwert der modernsten bildgebenden Verfahren für die Prostatadiagnostik wird dabei im Hinblick auf ihre unmittelbaren therapeutische Konsequenzen interdisziplinär und reich bebildert diskutiert.

Das Buch bietet:

Interdisziplinäre Betrachtung der Diagnostik des Prostatakarzinoms aus radiologischer, urologischer, nuklearmedizinscher und strahlentherapeutischer Sichtenge Verzahnung zwischen Diagnostik und unmittelbarer therapeutischer KonsequenzHinweise und Empfehlungen zur PI-RADS Klassifikationkomplettes Work Up der Prostatakarzinomdiagnostik bis hin zur Nachsorge<Alle Imagingmodalitäten von Ultraschall über mpMRT bis PET-CT

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Technische Grundlagen der Prostata-MRT

Kapitel 1 stellt die technischen Grundlagen der Prostata-MRT vor und diskutiert und deren Einfluss auf die klinische Diagnostik. Daneben sind der Stellenwert höherer Feldstärken und der Einsatz der Endorektalspule Gegenstand der Darstellung. Neben Techniken wie der morphologischen Bildgebung und funktionellen Methoden wie der Spektroskopie, der Diffusion und Perfusion, welche heutzutage in international genormte Bewertungskriterien (PI-RADS) aufgenommen sind, werden auch neue Ansätze skizziert. Eine Kombination aus T2-gewichteter und Diffusionsbildgebung mit hohen b-Werten weist hohe Übereinstimmungen zwischen Tumoraggressivität und histologischem Befund auf. Die Perfusionsbildgebung stellt einen wichtigen Baustein zum Ausschluss der Kapselinfiltration dar, kann zudem über Surrogatparameter Aufschluss über die Neoangiogenese des Tumors geben. Eine neue Technik stellt die Natriumbildgebung dar. Natriumionen sind wichtig für die zelluläre Homöostase und das Zellüberleben. Daher bildet diese Technik direkt die Zellvitalität ab. Erste Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse.
Stefan Schönberg, Frank Gerrit Zöllner

2. Physikalisch-technische Grundlagen und Tracerentwicklung in der Positronenemissionstomografie

Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren, welche zuvorderst die Anatomie des Patienten wiedergeben, stellt die PET eine Methode der Funktionsdiagnostik dar. Kapitel 2.1 stellt die physikalisch-technischen Grundlagen der PET vor. Dabei werden neben dem PET-Prinzip auch die eingesetzten Radionuklide, deren Eigenschaften und Herstellung, sowie Detektoren, Bildqualität sowie Akquisitions- und Auswertestrategien referiert. Die funktionelle Bildgebung des Prostatakarzinoms mittels PET ist in der Lage, die Erkrankung frühzeitig, sensitiv und spezifisch mittels verschiedener Mechanismen zu visualisieren und ist damit ein wertvolles Werkzeug für die primäre sowie Rezidivdiagnostik, die Einschätzung der Tumoraggressivität und des Therapieansprechens. Für die PET-Bildgebung des Prostatakarzinoms sind verschiedene Klassen von Radiotracern verfügbar, die eine unterschiedliche Eignung für die klinische Bildgebung der Erkrankung aufweisen. Kapitel 2.2 diskutiert die wichtigsten dieser Radiotracer.
Gerhard Glatting, Carmen Wängler, Björn Wängler

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3. Primärdiagnostik beim Prostatakarzinom

Die Magnetresonanztomografie ist bei der Beurteilung der Transitionalzone und der anterioren Anteile der Prostata dem Ultraschall überlegen. Weitere Vorteile sind deren Standardisierbarkeit und Untersucherunabhängigkeit. Ergänzend zu den anatomischen T2-gewichteten werden funktionelle Sequenzen zur Differenzierung benigner und maligner Läsionen durchgeführt. Eine Magnetresonanztomografie ist in erster Linie bei Patienten mit bereits stattgehabter negativer Biopsie und weiterhin bestehendem Tumorverdacht sowie zur Therapieplanung aggressiver Tumoren mit hohem Gleason Score oder in lokal fortgeschrittenem Stadium indiziert. Für die Untersuchung der Prostata ist der Ultraschall die wichtigste bildgebende Modalität. Die transrektale Sonografie dient sowohl diagnostischen als auch therapeutischen Zwecken und kann sowohl gut- als auch bösartige Veränderungen beurteilen und das therapeutische Vorgehen planen. In der Diagnostik des Prostatakarzinoms besitzt die transrektale Sonografie eine hohe Sensitivität bei eingeschränkter Spezifität.
Anja Weidner, Ali Abaci, Natalie Donk, Ulrike Attenberger

4. Biopsie und Targeting bei Verdacht auf Prostatakarzinom

Die ultraschallgesteuerte Prostatabiopsie ist das Diagnostikum der Wahl bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom. In der Primärdiagnostik hat sich eine 10- bis12-fache systematische Stanzbiopsie als Standardverfahren etabliert. Neben dem transrektalen Zugangsweg ist eine transperineale Biopsie möglich. Die histopathologische Aufarbeitung der Stanzzylinder sollte immer den allgemein gültigen Standards entsprechen, um eine optimale Beurteilung des Ergebnisses zu gewährleisten. Die multiparametrische MRT mit T2-gewichtenten Sequenzen, Kontrastmitteldynamik und diffusionsgewichteten Sequenzen bei entsprechend höherer Sensitivität und Spezifität weist im Vergleich zu Ultraschallverfahren deutliche Vorteile auf. Beide Techniken zeigen in Kombination vielversprechende klinische Ergebnisse. Da bei der gezielten bildunterstützten Fusionsbiopsie von tumorsuspekten Arealen noch ein relevanter Anteil von Tumoren übersehen wird, sollte stets eine zusätzliche systematische Biopsie erfolgen.
Niklas Westhoff, Manuel Ritter, Kay M. Westenfelder, Matthias Eiber, Tobias Maurer

5. Primärstaging des Prostatakarzinoms

Es werden die Prostatakarzinommanifestationen in den verschiedenen zonalen Drüsenanteilen sowie dessen Multifokalität, Differenzialdiagnosen, Pitfalls und morphologische Charakteristika dargestellt. Die Karzinomstadien werden anhand der TNM-Klassifikation mit Bildbeispielen unter Einbeziehung der PI-RADS-V2-Kriterien referiert. Es erfolgt eine Bewertung der diagnostischen Genauigkeit der MRT für die Beurteilung eines extraprostatischen Wachstums. Zur Optimierung des Primärstagings stehen als nuklearmedizinische Verfahren die PET/CT mit 18F-Fluorid, 18F-Cholin sowie 18F-PSMA zur Verfügung. Die Fluorid-PET/CT kann die Skelettszintigrafie ersetzen und in ihrer Aussagekraft übertreffen. Mittels Cholin-PET/CT kann das Lymphknoten- und Metastasen-Staging des Prostatakarzinoms mit höherer Genauigkeit als mit CT und MRT erfolgen. Studien zu neu entwickelten PSMA-Tracern konnten eine deutliche Überlegenheit gegenüber der Cholin-PET/CT nachweisen. Die PSMA-PET/CT hat das Potenzial, sich zur Standarduntersuchungsmethode sowohl zur Primär- als auch zur Rezidivdiagnostik zu entwickeln.
Tobias Franiel, Moritz Kasel-Seibert, Robert Drescher, Martin Freesmeyer

6. Therapieplanung

Die fokale HIFU-Therapie stellt einen experimentellen kurativen Therapieansatz dar und kommt für Patienten mit einem niedrig bis früh-intermediären Risikoprostatakarzinom oder einem Rezidiv nach externer Radiatio in Betracht. Im Vordergrund für die Therapieplanung steht die korrekte Identifikation des Indextumors sowie dessen Ausdehnung für die gezielte Biopsie. Entspricht der Gleason Score den Kriterien für die fokale HIFU-Therapie, kann die Behandlung anhand des mpMRT geplant werden. Die radikale Prostatektomie stellt die häufigste primäre Therapieoption im lokal begrenzten und fortgeschrittenen Prostatakarzinom dar. Angesichts der guten Korrelation zwischen dem mpMRT und Großflächenschnitten der Prostata bietet sich eine Nutzung für die Therapieplanung an. Die Radiotherapie wird in kurativer Intention ebenfalls als primäre Therapieoption eingesetzt. Weiterhin kann sie adjuvant bei entsprechender Risikokonstellation früh postoperativ in kurativer Intention erfolgen. Auch beim PSA-Rezidiv nach einer radikalen Prostatektomie steht die Salvage-Radiotherapie als kurative Therapie zur Verfügung und kann mit einer antihormoneller Behandlung kombiniert werden.
Jost von Hardenberg, Manuel Ritter, Frederik Wenz, Ali Abaci

7. Therapiemonitoring und Rezidivstaging

In Abhängigkeit vom gewählten Therapiekonzept werden unterschiedliche Anforderungen an die Rezidivdiagnostik und das Therapiemonitoring des Prostatakarzinoms gestellt. Die mpMRT gewinnt dabei insbesondere in der Lokalrezidivdiagnostik nach radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie sowie im Rahmen der aktiven Überwachung niedriggradiger Prostatakarzinome zunehmend an Bedeutung. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil der Rezidivdiagnostik stellt neben der Skelettszintigraphie insbesondere das PET-CT dar. Durch den Einsatz innovativer PET-Tracer (z. B. 68Ga-PSMA) kann dabei die Detektionsrate von Rezidiven auch bei niedrigen PSA-Werten verbessert werden. Inwiefern der Einsatz von hochmodernen MR/PET-Systemen die Rezidivdiagnostik weiter verbessert kann bleibt abzuwarten.
Rotem Shlomo Lanzman

Backmatter

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In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

In b.Flat Urologie 360° enthaltene Bücher

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