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01.08.2016 | Industrieforum | Ausgabe 7-8/2016

DNP - Der Neurologe und Psychiater 7-8/2016

MS — die B-Zelle als therapeutisches Ziel

Zeitschrift:
DNP - Der Neurologe & Psychiater > Ausgabe 7-8/2016
Autor:
Dr. Matthias Herrmann
_ Ist die Multiple Sklerose (MS) eine allein durch T-Zellen vermittelte Erkrankung? Dann ließe sich kaum erklären, warum der gegen CD20-positive B-Zellen gerichtete Antikörper Ocrelizumab bei schubförmiger und auch bei primär progredienter MS wirkt. „Jahrzehntelang wurde angenommen, MS sei eine allein durch T-Zellen vermittelte Erkrankung. In den letzten ein bis zwei Dekaden gewonnene Daten legen aber nahe, dass auch B-Zellen eine Schlüsselrolle spielen“, betonte Professor Patrick Vermersch, Lille, Frankreich. So sind Antikörper in aktiven Läsionen nachweislich an der Demyelinisierung beteiligt [Breij EC et al. Ann Neurol 2008; 63: 16–25]. Außerdem sind B-Zellen in die Bildung ektopischer lymphoider, follikelartiger Strukturen involviert [Howell OW et al. Brain 2011; 134: 2755–71]. B-Zellen können zudem nicht nur T-Zellen aktivieren und so zur Zytokinausschüttung anregen: Vermersch zufolge sind sie auch selbst dazu in der Lage, große Mengen pro-inflammatorischer Mediatoren wie Interleukin 6 freizusetzen. Einige der von B-Zellen freigesetzten Antikörper seien auch direkt pathogen. CD20-positive B-Zellen wurden dabei nicht nur in ZNS-Läsionen von Patienten mit schubförmiger MS, sondern auch mit primär oder sekundär progredienter MS (PPMS, SPMS) nachgewiesen [Josa M et al. 2009; Brain 132: 1175–89]. ...

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