Zum Inhalt

28. Mukoviszidose

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Mukoviszidose (zystische Fibrose, CF) ist eine komplexe, durch Mutationen im Cystic-Fibrosis-Transmembrane-Conductance-Regulator-Gen (CFTR-Gen) bedingte und immer noch tödlich verlaufende Multiorganerkrankung. Über 90 % der Morbidität und Mortalität werden durch eine früh beginnende chronisch-obstruktive Lungenerkrankung verursacht. Durch Mukusobstruktion, chronische Infektion und Inflammation der Atemwege kommt es zur Ausbildung von Bronchiektasen und zu einer fortschreitenden Zerstörung des Lungenparenchyms. Mithilfe von symptomorientierten Therapien sowie einer interdisziplinären Behandlung an spezialisierten Mukoviszidose-Zentren konnte das Überleben und die Lebensqualität der Patienten in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert werden. Die mittlere Lebenserwartung für neugeborene CF-Patienten liegt derzeit in Deutschland bei 53 Jahren. CF-Patienten, die heute bereits 40 Jahre sind, haben gute Chancen, auch das Rentenalter zu erreichen. In den letzten Jahren konnten zudem weitere Fortschritte in der Entwicklung von CFTR-Modulatoren zur kausalen mutationsspezifischen Therapie des CF-Basisdefekts erzielt werden. Aufgrund dieser Erfolge stellt die Mukoviszidose auch eine Modellerkrankung für andere seltene Lungenerkrankungen dar.
Titel
Mukoviszidose
Verfasst von
Olaf Sommerburg
Marcus A. Mall
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_28
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Innere Medizin (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Süßungsmittel Erythritol könnte Thromboserisiko erhöhen

Weniger Zuckerkonsum ist ein großer Hebel für die Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. Stattdessen auf Süßstoffe zu setzen, scheint aber nicht der richtige Weg zu sein.

„Bei KHK routinemäßig auf Niereninsuffizienz screenen!“

Ein internationales Forschungsteam drängt, Menschen mit koronarer Herzkrankheit routinemäßig auf eine chronische Nierenerkrankung zu screenen, um so ein stark erhöhtes kardiovaskuläres Risiko rechtzeitig zu erkennen. Dafür soll nicht nur die eGFR, sondern auch der Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin herangezogen werden.

Wie „digitale Zwillinge“ die Arrhythmie-Therapie optimieren können

Mithilfe sogenannter „digitaler Zwillinge“ konnten in einer kleinen Studie zur Ablationstherapie bei Patienten mit ventrikulären Tachykardien sehr gute Behandlungsergebnisse erzielt werden.

ASS als Option zur Thromboseprophylaxe nach Gelenkersatz

Zur medikamentösen Thromboseprophylaxe nach Gelenkersatz kann in bestimmten Fällen die Einnahme von Azetylsalizylsäure (ASS) als kostengünstige Alternative zu Heparinspritzen oder DOAK (direkten oralen Antikoagulanzien) erwogen werden. Dazu müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Update Innere Medizin

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Medizinisches Personal untersucht das Bein eines Erkankten/© Stratocaster / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Blutprobe wird bei Patient abgenommen/© Tashi-Delek / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Patientin im Klinikbett spricht mit Arzt/© © sturti / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)