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Erschienen in:

01.03.2012 | Kasuistiken

Multilokuläres Pyoderma gangraenosum nach Uterusresektion

verfasst von: P. Al Ghazal, Prof. Dr. J. Dissemond

Erschienen in: Die Chirurgie | Ausgabe 3/2012

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Zusammenfassung

Eine 71-jährige Patientin stellte sich wegen äußerst schmerzhafter Wunden infolge einer vor 3 Monaten stattgehabten Uterusresektion mittels da Vinci® Surgical System vor. Anamnestisch sei es im Verlauf der letzten 10 Monate zu dem Auftreten gleichartiger Wunden nach Durchführung einer Osteosynthese bei Humerusfraktur sowie an der Brust nach Entnahme einer Biopsie gekommen. Bei Verdacht auf das Vorliegen superinfizierter, postoperativer Wundheilungsstörungen wurde sie über mehrere Monate mit verschiedenen Antibiotika und Wundverbänden behandelt. Bei keiner der Wunden konnte eine Verkleinerung oder Abheilung erzielt werden. Nach Ausschluss der relevanten Differenzialdiagnosen stellten wir die Diagnose eines Pyoderma gangraenosums (PG) und leiteten eine systemische immunsuppressive Therapie ein. Die Schmerzen besserten sich rasch und es kam zu einer vollständigen Abheilung.
Das PG ist eine seltene Autoimmunerkrankung, die oft nach physikalischen Traumata, wie beispielsweise operativen Eingriffen, auftritt. Da die Diagnose meist spät gestellt wird, ist es wichtig dieses Krankheitsbild zu kennen, um es frühzeitig korrekt behandeln zu können.
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Metadaten
Titel
Multilokuläres Pyoderma gangraenosum nach Uterusresektion
verfasst von
P. Al Ghazal
Prof. Dr. J. Dissemond
Publikationsdatum
01.03.2012
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 3/2012
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-011-2259-5

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