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18.10.2020 | Multiresistente Erreger | CME | Ausgabe 11/2020

Der Urologe 11/2020

Krankenhaushygiene 2.0

Schnittstellenübergreifende, molekularepidemiologische Frühwarnsysteme für die Prävention multiresistenter Erreger

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 11/2020
Autoren:
Nora-Lynn Schwerdtner, Frank Kipp
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

M.-O. Grimm, Jena
A. Gross, Hamburg
C.-G. Stief, München
J.-U. Stolzenburg, Leipzig
in Zusammenarbeit mit
der Akademie
der Deutschen Urologen

Zusammenfassung

Infektionen durch multiresistente Erreger (MRE) und deren ambulante sowie stationäre (nosokomiale) Verbreitung stellen unser Gesundheitssystem vor zunehmende Herausforderungen. Präventionsstrategien leiten sich aus vertikalen (individuellen, erregerspezifischen) und horizontalen (allgemeinen, erregerunspezifischen) Maßnahmen ab. Die dabei in der Vergangenheit geführte Diskussion eines konkurrierenden „Entweder-Oder“ hat sich als nicht zielführend erwiesen. Darüber hinaus lässt sich das MRE-Problem nicht allein in der stationären Patientenversorgung lösen: Ziele sind lückenlose Kommunikation sowie transparente Kooperation aller Akteure im Gesundheitswesen. Heute stehen moderne molekulare Verfahren zur Erregertypisierung zur Verfügung, mit deren Hilfe Übertragungswege aufgeklärt und krankenhaushygienische Maßnahmen effizient gesteuert und Ausbrüche vermieden werden können. Diese Verfahren werden zukünftig vermehrt zum Einsatz kommen, um das Problem der Multiresistenz schnittstellenübergreifend innerhalb regionaler Netzwerkstrukturen zu bekämpfen.

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