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23.11.2016 | Leitthema | Ausgabe 1/2017

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2017

„Musst du jetzt sterben?“ – Kinder und Jugendliche als Angehörige von Sterbenden

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2017
Autor:
Dr. rer. medic. Franziska Röseberg

Zusammenfassung

Die schwere Erkrankung und der Tod eines nahestehenden Menschen stellen eine große Herausforderung dar und haben Auswirkungen auf den Einzelnen sowie sein gesamtes soziales Bezugssystem. Wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Erkrankung und den nahenden Tod eines Familienmitglieds erleben, kann nur im engem Zusammenhang mit entwicklungspsychologischen Aspekten, der Lebensphase, in der sich die Familie befindet, und dem systemischen Blick auf die Belastungen und Reaktionen der Einzelnen und des gesamten Systems verstanden werden. Ziel einer Begleitung in der Hospiz- und Palliativversorgung sowie in spezifischen familienorientierten Beratungs- und Therapieangeboten ist es, zur Stabilisierung des Systems beizutragen, indem sowohl die Einzelnen als auch das gesamte System in den Blick genommen werden. Die Unterstützung der erwachsenen Hauptbezugspersonen als wichtige Begleiter der Kinder, das gegenseitige Verständnis für die manchmal divergenten Bedürfnisse sowie die Stützung einer aufrichtigen Kommunikation sind dabei von hoher Bedeutung. Präventiv ausgerichtet werden Kinder, Jugendliche und deren Familien darin unterstützt, den für sie stimmigen Weg im Umgang mit dem nahenden Sterben zu finden und den Tod des nahestehenden Menschen in die Biografie bei größtmöglicher seelischer Gesundheit zu integrieren.

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