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Myelodysplastische Syndrome

Praxisrelevante Fakten

  • 08.04.2014
  • CME-Topic
Erschienen in:

Zusammenfassung

Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind maligne Stammzellerkrankungen, die meist im höheren Lebensalter anlässlich der Abklärung einer Zytopenie diagnostiziert werden und sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe haben können. Die Diagnostik erfolgt mittels Zytologie, Zytogenetik und Histologie unter Berücksichtigung der Ausprägung der Dysplasien, des Blastenanteils in Blut und Knochenmark und zytogenetischer Befunde nach den Vorschlägen der WHO-Klassifikation. Die Abschätzung der Prognose erfolgt mithilfe der revidierten Version des internationalen Prognosescores (IPSS-R), der neben Blastenanteil und zytogenetischen Befunden auch Blutzellwerte berücksichtigt und 5 Risikogruppen definiert. Niedrigrisikopatienten werden mit dem Ziel der Lebensqualitätsverbesserung mit Transfusionen, ggf. Eisenchelation, ggf. Erythropoetin, ggf. Lenalidomid oder in klinischen Studien behandelt. Hochrisikopatienten im Alter < 65–70 Jahre und in gutem Allgemeinzustand sollte eine allogene Stammzelltransplantation mit kurativer Intention angeboten werden. Hochrisikopatienten, auch im hohen Alter, können mit 5-Azacytidin behandelt werden.
Titel
Myelodysplastische Syndrome
Praxisrelevante Fakten
Verfasst von
Prof. Dr. U. Germing
J. Neukirchen
T. Schroeder
C. Strupp
R. Haas
Publikationsdatum
08.04.2014
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 2/2014
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-013-0115-4
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Ältere Dame hält Tabletten und Packungsbeilage in den Händen/© Vladimir Vladimirov / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)