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Die Radiologie

Myelographie – noch up to date?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Myelographie wird verwendet, um das Rückenmark und seine Nervenwurzeln entweder nach intrathekaler (IT) Injektion von Kontrastmittel in den spinalen Subarachnoidalraum (SAR) oder nichtinvasiv durch die Verwendung von stark T2-gewichteten Sequenzen in der Magnetresonanztomographie (MRT) darzustellen. Eine IT-Injektion kann durchleuchtungsgestützt oder computertomographisch (CT) gesteuert sein. Vor dem Aufkommen von CT- und MR-Bildgebung war die fluoroskopische Myelographie die vorherrschende Technik und der Goldstandard für die neuroradiologische Untersuchung der Inhalte des spinalen SAR. Die MR-Myelographie hat die fluoroskopische oder CT-myelographische Untersuchung nicht vollständig ersetzt; gelegentlich wird von Operateuren eine ergänzende Myelographie angefordert, um uneindeutige MRT-Befunde auszuräumen. Darüber hinaus hat das wachsende Interesse von Neuroradiologen, Liquorleckagen genau zu detektieren und zu behandeln, einen erneuten Bedarf an diesem bildgebenden Verfahren geweckt. Die spontane intrakranielle Hypotension (SIH) ist eine Ursache für sekundäre Kopfschmerzen, die aus dem Austritt von Liquor cerebrospinalis (CSF) aus der Wirbelsäule resultiert. Die typische Präsentation ist ein orthostatischer Kopfschmerz, der in aufrechter Position schlimmer wird; im Laufe der Zeit kann die orthostatische Qualität jedoch fehlen, und es können auch andere Kopfschmerztypen auftreten. Wenn konservative Maßnahmen oder ein epidurales Blutpatching nicht wirksam sind, kann es notwendig sein, die Stelle eines spinalen Liquorlecks zu lokalisieren, um eine gezielte Behandlung durchzuführen. Hier sind die dynamische CT-Myelographie (CTM), digitale Subtraktionsmyelographie (DSM) oder dynamische fluoroskopische Myelographie notwendig, um das Liquorleck darzustellen.
Titel
Myelographie – noch up to date?
Verfasst von
Prof. Dr. med. Wolfgang Reith
Dr. med. Anne Kettner
Dr. med. Michael Kettner
Publikationsdatum
17.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01524-z
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