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08.09.2016 | Myokarditis | CME | Ausgabe 5/2016

Der Kardiologe 5/2016

Myokarditis-Update

Zeitschrift:
Der Kardiologe > Ausgabe 5/2016
Autoren:
PD Dr. I. Kindermann, C. Ukena, F. Mahfoud, M. Böhm, A. Yilmaz, K. Klingel
Wichtige Hinweise

Redaktion

P. Stawowy, Berlin

Zusammenfassung

Die Myokarditis ist eine entzündliche Herzerkrankung mit vielen Ursachen. In Europa wird sie hauptsächlich durch Virusinfektionen hervorgerufen. Erschwert wird die Diagnostik der Myokarditis durch ein breites Spektrum an klinischen Symptomen. Neue diagnostische Kriterien ermöglichen es, in Zusammenschau klinischer Symptome mit nichtinvasiven Untersuchungsbefunden die Verdachtsdiagnose Myokarditis zu erhärten. Zur Diagnosesicherung gilt die Endomyokardbiopsie als Goldstandard. Trotz zunehmender Erkenntnisse über die Ätiologie und Pathophysiologie der Myokarditis sowie Fortschritte in der Diagnostik der Erkrankung fehlt es besonders bei der Virusmyokarditis an einer evidenzbasierten spezifischen Therapieempfehlung. Eine immunsuppressive Therapie ist u. a. bei Patienten mit Sarkoidose, einer eosinophilen Myokarditis sowie Riesenzellmyokarditis indiziert und kann auch bei Patienten mit chronischer, virusnegativer Myokarditis diskutiert werden. Diese Behandlungsmöglichkeit als auch andere immunmodulatorische und antivirale Therapiestrategien müssen in weiteren randomisierten, placebokontrollierten Studien untersucht werden.

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