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31.01.2017 | Myokarditis | Kasuistiken | Ausgabe 2/2017

Rechtsmedizin 2/2017

Tod im Schwimmbad

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 2/2017
Autoren:
L. Kohl, M. Obert, J. Kohl, B. Busch, Prof. Dr. M. A. Verhoff
Wichtige Hinweise
B. Busch ist vor der Veröffentlichung dieses Beitrags verstorben.

Zusammenfassung

Ein 6 Jahre alt gewordenes Mädchen wurde aus dem Nichtschwimmerbereich geborgen; die Reanimation blieb erfolglos. Makroskopisch und histologisch waren keine charakteristischen Zeichen des Ertrinkens nachweisbar. In der radiologischen Untersuchung erschien das Herz des verstorbenen Mädchens makroskopisch vergrößert und erweitert. Die histologische Untersuchung ergab den Verdacht auf eine Myokarditis. Als Zusatzuntersuchung erfolgte zum Ausschluss einer möglichen Gefäßanomalie eine koronarangiographische Untersuchung im Flat-Panel-Computertomographen (Kontrastmittel: Protein-Bariumsulfat-Suspension). Hier konnte eine Koronaranomalie ausgeschlossen werden, jedoch zeigten sich eine Gefäßengstelle und ein Kalibersprung in Ästen der rechten Koronararterie. Linksventrikulär war die Gefäßdarstellung flächendeckend. Im rechtsventrikulären Versorgungsgebiet fand sich eine weniger ausgeprägte verzweigte Gefäßdarstellung der peripheren arteriellen Endstrombahn. Die Befunde im Flat-Panel-CT könnten in Zusammenschau mit den makroskopischen und den histologischen Untersuchungsergebnissen auf eine mögliche kardiale Disposition hinweisen, die für das Eintreten eines Badetods infrage kommt. Jedoch gibt es hierzu derzeit für Kinder und Jugendliche kaum radiologische repräsentative Post-mortem-Vergleichsdaten.

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