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02.08.2018 | Myopathien | Übersichten | Ausgabe 2/2019

Der Nervenarzt 2/2019

Neurologische Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 2/2019
Autoren:
S. Knauss, L. Ginesta Roque, P. Hühnchen, L. Heinzerling, PD Dr. W. Böhmerle, M. Endres
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00115-018-0571-8) enthält zwei weitere Tabellen zu neurologischen Nebenwirkungen nach Substanzklassen und in den Zulassungsstudien, eine Abbildung zum Selektionsprozess während der Literaturrecherche sowie Hintergrundwissen zur Checkpoint-Inhibitor-Therapie. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-nervenarzt zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahren wurde die Therapie zahlreicher Tumorentitäten durch den Einsatz moderner Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren revolutioniert. Guten Ansprechraten stehen jedoch zahlreiche immunvermittelte Nebenwirkungen gegenüber. Neurologische immunvermittelte Nebenwirkungen gehören zu den seltenen, jedoch häufig schwer verlaufenden Komplikationen einer Checkpoint-Inhibitor-Therapie.

Methode

Es wurde eine systematische Suche in den Datenbanken PubMed und Web of Science nach Fallberichten und Studien zu neurologischen Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitor-Therapie durchgeführt.

Ergebnisse

Insgesamt 42 Arbeiten zu neurologischen Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren mit insgesamt 85 berichteten Fällen wurden identifiziert. Die häufigsten berichteten neurologischen Nebenwirkungen waren Myopathien, Neuropathien, Erkrankungen der neuromuskulären Endplatte und Enzephalitiden. Die höchste Morbidität und Mortalität wiesen Enzephalopathien und Myopathien mit begleitender Myokarditis auf.

Schlussfolgerung

Vor dem Hintergrund eines rasch zunehmenden Einsatzes von Checkpoint-Inhibitoren gibt diese Arbeit einen Überblick über bislang berichtete klinische Verlaufsformen neurologischer Nebenwirkungen. Kontrollierte Studien zur Therapie neurologischer Nebenwirkungen fehlen. Fallberichte lassen vermuten, dass eine frühzeitige Steroidtherapie die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Remission der neurologischen Symptome erhöht. Typische Symptomkonstellationen müssen daher schnell erkannt und eine immunsuppressive Therapie eingeleitet werden.

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