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01.12.2014 | Originalarbeit | Ausgabe 4/2014

Forum der Psychoanalyse 4/2014

Nachdenken mit Bion

Bions Denktheorie, dargestellt an klinischen Fallvignetten

Zeitschrift:
Forum der Psychoanalyse > Ausgabe 4/2014
Autor:
M.A. Gertrud Reerink
Wichtige Hinweise
Überarbeitete Fassung eines Vortrags vor dem Hamburger Institut der DPG, 2013.

Zusammenfassung

Manche Elemente aus Bions Denktheorie sind inzwischen allgemein anerkannt. Begriffe wie „containing“ und „projektive Identifizierung zum Zweck der Kommunikation“ tauchen in fast jeder klinischen Diskussion auf. Weniger allgemein zur Kenntnis genommen wird seine Theorie über die Entwicklung des Denkens und dessen Störungen, denn Bion liest sich schwer. Er abstrahiert beobachtbare Phänomene zu mathematischen Zeichen in der Hoffnung, sie damit leichter kommunizierbar zu machen. Außerdem wählt er gelegentlich mehrdeutige Begriffe, um deren breites Assoziationsfeld zu erhalten. Damit setzt er den Leser mit voller Absicht den Ungewissheiten im Verstehen aus, die, wie er fordert, ein Analytiker in seiner Arbeit mit den Analysanden ertragen können muss.
Im Text werden die verschiedenen Modelle Bions für die Entstehung und den Gebrauch von Gedanken erklärt: psychosomatischer Verdauungstrakt, Alpha-Funktion, „container – contained“, Entstehung von Konzepten durch das Zusammentreffen von Präkonzeptionen mit Realisierungen.
Fallvignetten haben dabei ein besonderes Gewicht. Sie erfüllen eine doppelte Funktion. Einerseits führen sie in die Problemstellungen ein, die Bion in seiner Denktheorie entwickelt hat. Andererseits machen sie Bions Abstraktionen anschaulich und zeigen, wie ein Nachdenken mit Bion klinische Phänomene genauer erfassen helfen und das Verstehen von Patienten fördern kann. An einem Fall wird gezeigt, wie sich die Möglichkeiten zu denken und zu kommunizieren erweitern, wenn Emotionen einen Namen bekommen. Weitere Beispiele verdeutlichen, auf welche Weise Denkfunktionen gestört werden, wenn den emotionalen Erfahrungen in der äußeren oder psychischen Realität ausgewichen wird, weil sie als zu schmerzlich erlebt werden.

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