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Die Onkologie

Nachsorge des malignen Melanoms

  • 01.08.2009
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Nachsorgeuntersuchungen sind beim malignen Melanom der Haut erforderlich, um die Entwicklung von Zweitmelanomen und von Tumorrezidiven frühzeitig zu erkennen. Die Früherkennung der Rezidive ist für die Patienten prognoserelevant. Mit einem strukturierten Nachsorgeschema werden mehr als 80% der Rezidive primär in Nachsorgeuntersuchungen erkannt. Mit der körperlichen Untersuchung werden die meisten Rezidive entdeckt, die Lymphknotensonographie stellt ebenfalls ein sensitives Verfahren dar, hierdurch wird eine Früherkennung lokoregionärer Rezidive ermöglicht, bevor diese tastbar werden. Bei Primärtumoren kann auf die Anwendung weiterer bildgebender Verfahren verzichtet werden. In den Stadien des Primärtumors und besonders bei Melanomen mit weniger als 1 mm Tumordicke kann der Umfang der Untersuchungen im Vergleich zu bisherigen Empfehlungen deutlich reduziert werden. Dadurch können erhebliche Kosten eingespart werden, ohne das Risiko für die Patienten deutlich zu erhöhen. Durch eine Intensivierung der Nachsorgeuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren im Stadium III kann die Früherkennung von Rezidiven gesteigert werden.
Titel
Nachsorge des malignen Melanoms
Verfasst von
Dr. U. Leiter
C. Garbe
Publikationsdatum
01.08.2009
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2009
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-009-1634-z
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