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19.05.2017 | Topic | Ausgabe 3-4/2017

best practice onkologie 3-4/2017

Nachsorge, Fertilität, Langzeittoxizität und Survivorship bei Keimzelltumoren

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 3-4/2017
Autoren:
Prof. Dr. med. Karin Oechsle, Prof. Dr. Susanne Krege, Priv.-Doz. Dr. Dr. Friedemann Honecker
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag ist zuerst erschienen in Onkologe 2017 23:129–135; DOI 10.​1007/​s00761-016-0145-y Online publiziert: 17. November 2016 © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Zusammenfassung

Hintergrund

Keimzelltumoren sind heute auch in metastasierten Stadien bei der Mehrheit der Patienten heilbar. Das frühzeitige Erkennen eines Rezidivs durch konsequente Nachsorge, die aber zusätzliche Toxizitäten durch unnötig häufige Bildgebungen hervorrufen können, ist dabei essenziell. Da die Patienten meist jung erkranken, sind die Prävention und Therapie von Spättoxizitäten entscheidend für ihre Lebensqualität.

Ziel der Arbeit

Ziel ist eine Übersicht über die aktuelle Studien- und Datenlage zur Nachsorge von Keimzelltumorpatienten zur frühzeitigen Diagnose eines Rezidivs, aber auch zur Prävention und Therapie möglicher physischer und psychosozialer Spättoxizitäten.

Ergebnisse

Es liegen evidenzbasierte Empfehlungen zur Nachsorge, abhängig von der Krankheitsausbreitung und der durchgeführten Therapie, vor. Diese fokussieren auf eine lebenslange Nachsorge hinsichtlich Fertilität sowie Erkrankungen im Rahmen eines metabolischen Syndroms. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Zweitmalignome, anhaltende pulmonale bzw. nephrologische Toxizitäten und Polyneuropathie. Patienten beklagen zudem häufig Fatigue und kognitive Einschränkungen. Studien zeigen auch vermehrte psychische Störungen wie Angststörungen, Depression oder posttraumatische Belastungsstörungen. Zunehmend werden auch die Zusammenhänge zwischen körperlichen Spättoxizitäten, psychischen Störungen und sozialen wie beruflichen Langzeitfolgen deutlich. Mit Survivorship-Programmen wird versucht, den komplexen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden.

Schlussfolgerungen

Eine leitliniengerechte Nachsorge hat das Ziel, ein langfristiges Überleben bei guter Gesundheit nach Keimzelltumorerkrankung zu erreichen. Die Prävention und Therapie von körperlichen sowie psychosozialen Spätfolgen sind entscheidend, um eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen.

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Literatur
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