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05.01.2017 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2017

Nahrungsergänzungsmittel im Sport – Sinn, Unsinn oder Gefahr?

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Prof. Dr. Maria Kristina Parr, Sebastian Schmidtsdorff, Annette Sophie Kollmeier

Zusammenfassung

Der Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) ist weltweit zu einem milliardenschweren Markt angewachsen, denn immer mehr Menschen greifen aus gesundheitlichen oder ästhetischen Gründen zu NEM, zunehmend auch Sportler. Im Breitensport nehmen schätzungsweise 50–85 % und im Leistungssport 35–100 % der Befragten NEM ein, vor allem Letztere greifen deutlich regelmäßiger darauf zurück. Breitensportlern kann meist nicht zu einer Einnahme aus sportlichen Gründen geraten werden. Hier sollte einzig ein pathologischer Mangel eine Indikation zur Einnahme darstellen. Während die Supplementierung von bestimmten Makronährstoffen (Proteine und Kohlenhydrate) unter Profisportlern sinnvoll sein kann, zeigt sich für viele Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) und angeblich leistungssteigernde NEM, dass sie nur einen minimalen Effekt und diesen auch nur in bestimmten Situationen und Sportarten aufweisen. Häufig fehlt ein eindeutiger Wirkungsnachweis jedoch völlig. Unter Umständen können NEM sogar kontraproduktiv und leistungsmindernd sein. Leistungssportler sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass NEM auch eine Ursache für positive Dopingtests sein können, da einzelne Bestandteile auf Substanzverbotslisten stehen und unabhängig davon, ob sie natürlich enthalten, absichtlich beigemischt oder Kontaminationen sind, zu Sanktionen führen können. Eine Einnahme von NEM sollte in jedem Einzelfall kritisch hinterfragt und mit fachkundigen Personen abgesprochen sein, da NEM kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und hartes Training sind.

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