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Umfassende kardiorenale Protektion durch SGLT2-Hemmer

Evidenz, Indikationen und Praxis

Zusammenfassung

Hintergrund

Natrium-Glukose-Kotransporter-Typ-2(SGLT2)-Hemmer wurden als Antidiabetika entwickelt, zeigen jedoch in großen Endpunktstudien robuste kardiale und renale Schutzwirkungen – auch bei Patientinnen und Patienten ohne Diabetes.

Ziel der Übersicht

Einordnung des evidenzbasierten Indikationsspektrums sowie praxisnaher Aspekte (Patientenselektion, Schwellenwerte der geschätzten glomerulären Filtrationsrate [eGFR], Monitoring, Nebenwirkungen).

Ergebnisse

Studien bei Herzinsuffizienz mit reduzierter und erhaltener Ejektionsfraktion sowie bei chronischer Nierenerkrankung belegen konsistent weniger Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz und ein verlangsamtes Fortschreiten der chronischen Niereninsuffizienz („chronic kidney disease“ [CKD]). Bei Diabetes mellitus Typ 2 sinkt das Risiko für Herzinsuffizienz- und atherosklerotische Ereignisse. Leitlinien empfehlen SGLT2-Hemmer als Basistherapie bei Herzinsuffizienz unabhängig von der linksventrikulären Ejektionsfraktion und bei CKD weitgehend unabhängig von Hämoglobin A1c (HbA1c), unter Beachtung von eGFR- und Sicherheitsaspekten. In den großen randomisierten Studien haben sich SGLT2-Hemmer insgesamt als sicher erwiesen – mit einem geringen und gut beherrschbaren Nebenwirkungspotenzial.

Schlussfolgerung

SGLT2-Hemmer sind mittlerweile gut etablierte zentrale Organprotektiva in der Inneren Medizin und werden breit in der Kardiologie und Nephrologie eingesetzt. Eine frühe Initiierung der Gabe bei geeigneten Patienten und ein strukturiertes Risikomanagement (Volumenstatus, Harnwegs- und Genitalinfektionen, Ketoazidose) sind entscheidend, um eine optimale kardio- und nephroprotektive Wirkung zu erzielen.
Titel
Umfassende kardiorenale Protektion durch SGLT2-Hemmer
Evidenz, Indikationen und Praxis
Verfasst von
Dr. med. Elias Rawish
Prof. Dr. Ingo Eitel
Publikationsdatum
26.03.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Innere Medizin
Print ISSN: 2731-7080
Elektronische ISSN: 2731-7099
DOI
https://doi.org/10.1007/s00108-026-02098-1
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Bildnachweise
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