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Über dieses Buch

Die Einführung des Markennamens „Sensiplan“, der den Namen „Sympto-Thermale Methode der Arbeitsgruppe NFP“ ersetzt, spiegelt deutlich die Fortentwicklung der Natürlichen Familienplanung wider.

Die Methode „Sensiplan“

Effektive Empfängnisverhütung mit einem hohen Maß an Sicherheit

Gezielte Schwangerschaftsplanung bei Kinderwunsch

Gesundheitlich absolut unbedenklich

Die Autorinnen und Autoren des Buchs sind am Puls der Zeit und haben die 5. Auflage der „Natürlichen Familienplanung heute“ mit viel Expertise aktualisiert:

Möglichkeiten moderner Online-Medien für Zyklusüberwachung und -auswertung

Vorstellung und Bewertung neuer Softwareprogramme

NFP nach Absetzen hormoneller Kontrazeptiva wie Pille, aber auch Hormonspirale, Nuvaring, Implanon u.a.

Die fundierte wissenschaftliche Basis bildet die neueste internationale Literatur. Auch aktuelle Studien, wie beispielsweise zum Zusammenhang zwischen Lust und Fruchtbarkeit, werden diskutiert.

Praxisbezogen sind die detaillierten Anwendungsanleitungen. Viele mit Grafiken versehene Beispiele helfen das Gelesene umzusetzen.

Umfassende Informationen machen das Buch zum nützlichen Begleiter für das Beratungsgespräch mit der Patientin und zum hilfreichen Nachschlagewerk für die potenzielle Anwenderin.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zeitgleich mit Einführung der Ovulationshemmer in den 1960er Jahren wurden die ersten modernen Methoden der Natürlichen Familienplanung (NFP) publiziert und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Im Schatten der sog. kontrazeptiven Revolution durch die Pille wurde dies jedoch von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. NFP ist auch heute noch für viele Menschen und auch Ärzte eine ideologisch angehauchte Außenseitermethode. Dabei handelt es sich um angewandtes Wissen über biologische Vorgänge, das jeden in unserer hochzivilisierten Welt betrifft: Ein Paar kann damit seine Fertilität eingrenzen und seine sexuellen Aktivitäten danach ausrichten. Die Menschheit ist erst seit etwa 70–80 Jahren im Besitz dieser Erkenntnisse. Seit dieser Zeit ist bekannt, dass die Ovulation 12–16 Tage vor der nächsten Menstruation erfolgt. Zusammen mit dem Wissen, dass die Eizelle nur wenige Stunden überlebt und die Spermien etwa 3–5 Tage in gutem Zervixschleim befruchtungsfähig sind, konnte eine zutreffende Vorstellung vom fruchtbaren Fenster im weiblichen Zyklus entwickelt werden.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

2. Historische Entwicklung der Natürlichen Familienplanung

Durch Planung des Sexualverkehrs wird bereits seit dem Altertum versucht, die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu maximieren oder zu minimieren. Zur genauen Lage der fruchtbaren Tage im Zyklus gab es jedoch die unterschiedlichsten Vorstellungen. Der jüdische Gelehrte Maimonides (12. Jahrhundert n. Chr.) war der einzige, der ein halbwegs zutreffendes Konzept entwickelte, das die fruchtbare Zeit auf den 14. Zyklustag festlegte.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

3. Physiologische Grundlagen der Natürlichen Familienplanung

Der weibliche Zyklus wird durch einen hormonellen Regelkreis gesteuert, der aus 3 Ebenen besteht: dem Hypothalamus, dem Hypophysenvorderlappen und den Ovarien. Der Hypothalamus integriert die neuronalen und endokrinen Signale des ZNS und kontrolliert auch die reproduktiven Funktionen. Er gibt pulsatil (etwa alle 1–2 h) das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) in das Portalgefäßsystem der Hypophyse ab und stimuliert dadurch die gonadotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

4. Symptothermale Methode Sensiplan

Eine Methode der Natürlichen Familienplanung sollte sich durch folgende Qualitätsmerkmale auszeichnen:
  • Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit
  • Gewährleistung von Akzeptanz (Dauer der fruchtbaren Phase sollte nicht unnötig lang sein)
  • Komplexität (d. h. auf viele Frauen und Zyklussituationen zutreffen)
  • Verständlichkeit (d. h. so einfach wie möglich zu erlernen sein)
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

5. Natürliche Familienplanung nach Absetzen von hormonellen Kontrazeptiva und in der Stillzeit

Rund 60 % aller Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, die verhüten wollen, wenden hormonelle Verhütungsmethoden an. Dabei hat sich die Angebotspalette in den letzten 15 Jahren deutlich erweitert. Es bietet sich eine grobe Unterscheidung an zwischen Kontrazeptiva, die eine Kombination aus Östrogen und Gestagen enthalten (klassische Pille, Vaginalring und Hormonpflaster ) und reinen Gestagenen (Gestagenpille , Hormonspirale , Hormonimplantat , Dreimonatsspritze ). 90 % der Anwenderinnen hormoneller Kontrazeptiva verwenden derzeit ein Östrogen-Gestagen-Präparat, 10 % ein reines Gestagen [13]. In der ärztlichen Praxis sind Fragen zur Einregulierung des Zyklusgeschehens nach Absetzen der hormonellen Empfängnisverhütung besonders wichtig für Frauen, die eine Schwangerschaft anstreben oder aber zu einer anderen Familienplanungsmethode wechseln.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

6. Zyklusbeispiele aus dem Alltag

In diesem Kapitel werden einige Zyklusbeispiele aus dem Alltag von NFP-Anwenderinnen dargestellt (Abb. 6.1 bis Abb. 6.10). Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, Anfang und Ende der fruchtbaren Zeit anhand der Methodenregeln selbst zu bestimmen, werden die Zyklen zunächst ohne und dann mit Auswertung dargestellt.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

7. Wie korrelieren die Zeichen der Fruchtbarkeit zur Ovulation und untereinander?

Durch Ultraschalltechnik und Hormondiagnostik ist in der ärztlichen Praxis ein Zyklusmonitoring möglich geworden, das detaillierte, präzise, kurzfristige und objektive Informationen über die hormonellen Veränderungen im Zyklus und die Ovulationsvorgänge liefert. Demgegenüber steht die NFP-Methode mit einer subjektiven und geradezu primitiv anmutenden Selbstbeobachtung durch die Frau. Sie nimmt für sich in Anspruch, die hochfruchtbare Zeit ebenfalls, aber auf viel einfachere und kostengünstige Art und Weise ausreichend präzise zu erfassen. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Vorbehalte und Bedenken gegen diese Vorgehensweise durchaus verständlich. Nur wenn eine enge zeitliche Korrelation zwischen den subjektiv beobachteten Symptomen und der objektiven Ovulation besteht, kann diese Methode sowohl bei Kinderwunsch als auch zur Vermeidung einer Empfängnis eingesetzt werden. Der wissenschaftlichen Überprüfung dieses Zusammenhangs wurde deshalb in den letzten 25 Jahren großes Interesse entgegengebracht.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

8. Methoden der Natürlichen Familienplanung im Vergleich

Im folgenden Kapitel werden andere bekannte Methoden der Natürlichen Familienplanung vorgestellt, diskutiert und mit der symptothermalen Methode Sensiplan verglichen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

9. Zyklusformen im Leben einer Frau

Viele Frauen haben heutzutage einen klassischen 28-Tage-Zyklus , aber nicht deshalb, weil ihr Körper wie ein Uhrwerk funktioniert, sondern weil sie die Pille nehmen. So ist der 4-Wochen-Rhythmus der Regelblutung als geforderte Norm für weibliche Gesundheit und Stabilität im gesellschaftlichen Bewusstsein weiterhin fest verankert, und in den Schulbüchern wird dieses Faktum an jede neue Generation weitergegeben.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

10. Diagnostische Möglichkeiten mit der „Natural Cycle Monitoring Method“ (NCM-Methode)

Heutzutage ermöglichen diagnostische Methoden wie Sonographie und Hormonbestimmung ein exaktes „Zyklusmonitoring“. Sie sind jedoch aufwändig und teuer und für die Frauen mit Stress verbunden. Gleichzeitig rückt die „natürliche“ Fertilität angesichts ihrer allgegenwärtigen Beeinflussung und vielfältigen Beeinträchtigung als wertvolles Gut zunehmend in den Fokus des Interesses. Erfreulicherweise setzt sich in diesem Zusammenhang auch in Fachkreisen mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die Frau selbst in der Lage ist, ohne großen Aufwand eine aussagekräftige Zyklusaufzeichnung durchzuführen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

11. Natürliche Familienplanung bei Kinderwunsch und unerfülltem Kinderwunsch

Immer mehr Frauen wissen um die herausragende Bedeutung des Zervixschleims als Fruchtbarkeitsindikator. Der simple Ratschlag, „auf den Zervixschleim zu achten“, ist für viele Frauen, die sich ein Kind wünschen, schon ein wichtiger Tipp.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

12. Sicherheit, Akzeptanz und Anwendermerkmale

Das allgemeine Vorurteil der mangelnden Sicherheit der Natürlichen Familienplanung ist nicht unbegründet: Viele Frauen sind mit „natürlicher Verhütung“ unbeabsichtigt schwanger geworden. Näher nachforschend stellt man fest, dass die Formen und Möglichkeiten „natürlich zu verhüten“ unzählig sind: Coitus interruptus , eine Rechnung „pi mal Daumen“, sich Verlassen auf den Mittelschmerz oder vage und völlig unzureichende Informationen zu einzelnen Methoden aus Zeitschriftenartikeln bzw. von einer Freundin. All das wird unter dem Namen „Natürliche Familienplanung“ verstanden und ist denkbar unsicher. In einer repräsentativen Umfrage von Oddens zur Anwendung von Familienplanungsmethoden wurde unter dem Oberbegriff NFP neben der völlig obsoleten Kalendermethode sogar der Coitus interruptus aufgezählt, die symptothermale Methode dagegen nicht. Kein Wunder, dass nach diesen Umfrageergebnissen eine von drei Frauen „mit NFP“ schwanger wurde [50].
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

13. Erlernen der Methode Sensiplan

Jede Methode der Empfängnisregelung ist nur dann sicher, wenn sie richtig benutzt wird. Voraussetzung dafür ist eine gute Anleitung. Weitaus stärker als bei anderen Familienplanungsmethoden hängt die Sicherheit der NFP deshalb vom richtigen Erlernen der Methode ab.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

14. Zykluscomputer, Hilfsmittel und Softwareprogramme zur Bestimmung der fruchtbaren Phase

Seit den 1960er Jahren ist man auf der Suche nach einem einfachen, billigen und verlässlichen Test, der präzise und eindeutig Anfang und Ende der fruchtbaren Zeit signalisiert [54, 56]. Ein solches Testsystem wäre der Durchbruch für eine Empfängnisverhütung auf natürliche Art.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

15. Geschlechtsbestimmung mit Hilfe der Natürlichen Familienplanung: Faktum oder Fiktion?

Das Geschlecht seines Kindes durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Sexualverkehr selbst bestimmen zu können, erscheint verlockend. Deshalb wird diesem Thema in der Allgemeinbevölkerung, aber auch in der Fachwelt, großes Interesse entgegengebracht.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

16. Natürliche Familienplanung in Entwicklungsländern Chance oder Illusion?

Die Anwendung von Familienplanungsmethoden hat in den letzten 20 Jahren auch in den Entwicklungsländern deutlich zugenommen. Dennoch ist das Bevölkerungswachstum, insbesondere in den ärmsten Regionen der Welt, bisher nicht wesentlich aufzuhalten. Aufgrund ihrer Einstellung zu Kind und Großfamilie empfinden viele die Geburtenkontrolle für sich selbst als überflüssig, mehr noch, sie widerspricht ihren Zielen. Schwangerschaft und Kinderreichtum gelten weiterhin als Beweis für Weiblichkeit bzw. männliche Potenz. Nicht selten sind mit diesem Thema Ängste und Aberglaube verbunden. Erschwerend kommt bei der NFP hinzu, dass der zeitweilige Verzicht auf Sexualverkehr in manchen Gesellschaften als unakzeptabel gilt.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

17. Kompetentes Körperbewusstsein für Jugendliche

Der Begriff Fruchtbarkeit erscheint heute entweder im Zusammenhang mit „realisierter“ Fruchtbarkeit (in Verbindung mit Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt) oder wenn es um ihre Verhütung geht. Die „nicht realisierte“ Form der Fruchtbarkeit (Zyklusgeschehen mit Menstruation und Eisprung) ist dagegen durch die Anwendung hormoneller Kontrazeption häufig nicht mehr erlebbar.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann, Günter Freundl, Thomas Strowitzki

Backmatter

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