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Über dieses Buch

Eine komplett überarbeitete Neuauflage des Standardwerks zum natürlichen Zyklus und zur Natürlichen Familienplanung

Umfassende Informationen auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und anwendungsfreundlich illustrierte Zyklusbeispiele machen das Buch auch in der 6. Auflage zum nützlichen Begleiter sowie zum hilfreichen Nachschlagewerk für Gynäkologen, Berater und besonders interessierte Anwender. Es gilt als wertvolle Fundgrube für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der natürlichen Fertilität.

Bei dieser Aktualisierung haben sich die Autorinnen auch intensiv und kritisch mit modernen Zyklus-Apps für Verhütung und Kinderwunsch befasst.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Die natürliche Familienplanung (NFP) hat sich seit der Einführung in den 1960er Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Im Schatten der sog. kontrazeptiven Revolution durch die Pille wurde dies jedoch von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Der Wunsch nach einer nebenwirkungsfreien, sicheren Alternative hat ihr inzwischen einen festen Platz im Kanon der gängigen Familienplanungsmethoden eingeräumt. Inzwischen ist mit den Zyklus-Apps die nächste Stufe der NFP-Entwicklung erreicht. Ziel ist die Vereinfachung von Dokumentation und Auswertung. Es gibt große Unterschiede bezüglich ihrer Effektivität, mit einigen wenigen ist eine sehr sichere Verhütung möglich. Weitere Felder der NFP-Anwendung sind die Unterstützung bei Kinderwunsch und das kompetente Zyklusmonitoring in verschiedenen Lebensphasen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 2. Historische Entwicklung der Natürlichen Familienplanung

Zusammenfassung
Die historische Entwicklung der Natürlichen Familienplanung führte von den Anfängen der Kalendermethode zu den Selbstbeobachtungsmethoden mit Temperatur- und Zervixschleimparameter. Im Rahmen des technologischen Fortschritts erfolgte als nächster Entwicklungsschritt die Unterstützung der Zyklusführung und –auswertung via Smartphone-App und neuerdings auch die Automatisierung der Temperaturmessung. Daneben gab es durch alle Epochen hindurch die Suche nach neuen, aussagekräftigen und einfach zu bestimmenden Zyklusparametern. Einen problematischen Rückschritt stellen jene zahlreichen Zyklus-Apps dar, die – wie einst die Kalendermethoden – die fruchtbare Zeit nur berechnen und nicht im aktuellen Zyklus bestimmen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 3. Physiologische Grundlagen der Natürlichen Familienplanung

Zusammenfassung
Die Natürliche Familienplanung ist angewandte Physiologie. Fertiles Fenster und Zyklusphasen sind ebenso wie die beobachtbaren Zyklusparameter hormonell determiniert. Die physiologischen Determinanten zu Lebenszeit der Eizelle, Befruchtungsfähigkeit der Spermien, ihre Abhängigkeit von der Ultrastruktur des Zervixschleims, die relevanten Hormonachsen und die periphere Wirkung von Östrogen und Progesteron werden nach aktuellem Stand dargestellt.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 4. Symptothermale Methode Sensiplan

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die Methode Sensiplan ausführlich dargestellt und die einzelnen Methodenbestandteile wissenschaftlich begründet. Sensiplan ist das Resultat einer langjährigen Entwicklung, basierend auf weltweiten Erfahrungen und Forschungsergebnissen sowie auf umfangreichen deutschen Studien. Als aktuell einzig evidenzbasierte Methode wird sie von der Sektion Natürliche Fertilität der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsmedizin (DGGEF) in einer S1-Leitlinie empfohlen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 5. Natürliche Familienplanung nach Absetzen von hormoneller Kontrazeption und in der Stillzeit

Zusammenfassung
Dieses Kapitel befasst sich mit zwei Sondersituationen für die NFP-Anwendung. Häufig wird NFP unmittelbar nach Absetzen von hormoneller Kontrazeption angewandt. In ca. 50 % der Fälle kommt es zu vorübergehenden Zyklusstörungen und zu einer verzögerten Rückkehr der Fruchtbarkeit. Nach der Geburt ist die Rückkehr des ovulatorischen Zyklus individuell sehr verschieden und hängt vom Stillverhalten ab. Zu beiden Situationen werden die aktuellen Daten und die spezifischen NFP-Regeln dargestellt.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 6. Zyklusbeispiele aus dem Alltag

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden einige Zyklusbeispiele aus dem Alltag von NFP-Anwenderinnen dargestellt. Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, Anfang und Ende der fruchtbaren Zeit anhand der Methodenregeln selbst zu bestimmen, werden die Zyklen zunächst ohne und dann mit Auswertung dargestellt.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 7. Wie korrelieren die Zeichen der Fruchtbarkeit zur Ovulation und untereinander?

Zusammenfassung
Von hohem Interesse ist die zeitliche Korrelation zwischen den von der Frau subjektiv beobachteten Symptomen und der objektiven Ovulation. Nur wenn eine enge zeitliche Korrelation besteht, kann diese Methode sowohl bei Kinderwunsch als auch zur Vermeidung einer Empfängnis eingesetzt werden. Die Ergebnisse der Korrelationsstudien sprechen für eine erstaunlich gute Selbstbeobachtung der Frau und machen insbesondere die Parameter Zervixschleim und Basaltemperatur zu geeigneten und einfach zu bestimmenden Indikatoren des fertilen Fensters im aktuellen Zyklus.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 8. Methoden der Natürlichen Familienplanung im Vergleich

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden andere bekannte Methoden der Natürlichen Familienplanung vorgestellt, diskutiert und mit der symptothermalen Methode Sensiplan verglichen. Dabei wird auf nicht evidenzbasierte oder unsichere Methodendetails hingewiesen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 9. Zyklusformen im Leben einer Frau

Zusammenfassung
Im Laufe ihres Lebens erlebt die Frau in einem „ovariellen Kontinuum“ das Erwachen und Erlöschen ihrer Fruchtbarkeit, das sich in den verschiedenen Zyklusformen widerspiegelt. Aber auch während der reproduktiven Lebensphase können jederzeit verschiedene Stressoren zu Zyklusstörungen und vorübergehender Beeinträchtigung der Fertilität führen. Es ist jedoch festzuhalten, dass bereits der natürliche und gesunde Zyklus eine große inter- und intraindividuelle Schwankungsbreite aufweist und damit auch Eisprung und fruchtbares Fenster sehr variabel sind, ein Faktum, das angesichts des pilleninduzierten 4-Wochen-Rhythmus bisher nicht im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert ist. Der 28-Tage-Zyklus als geforderte Norm für weibliche Gesundheit und Stabilität wird weiterhin in Schulbüchern an jede neue Generation weitergegeben. Das Märchen vom Eisprung am 14. Zyklustag erlebt durch Eisprungrechner und Zyklus-Apps gerade wieder eine unrühmliche und problematische Renaissance. In diesem Kapitel werden die Variabilität des gesunden Zyklus, sowie die verschiedenen Zyklusveränderungen (verlängerte Follikelreifung, Lutealinsuffizienz, Anovulation, Oligo- und Amenorrhöe), ihre hormonellen Ursachen und ihre Auswirkungen auf die NFP beleuchtet.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 10. Diagnostische Möglichkeiten durch Selbstbeobachtung und Zyklusdokumentation

Zusammenfassung
Heutzutage ermöglichen diagnostische Methoden wie Sonografie und Hormonbestimmung im Blutserum ein exaktes „Zyklusmonitoring“. Sie sind jedoch aufwendig und teuer und für die Frauen mit Stress verbunden. Gleichzeitig rückt die „natürliche“ Fertilität angesichts ihrer allgegenwärtigen Beeinflussung und vielfältigen Beeinträchtigung als wertvolles Gut in den Fokus des Interesses. Erfreulicherweise setzt sich in diesem Zusammenhang auch in Fachkreisen mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die Frau selbst in der Lage ist, ohne großen Aufwand eine aussagekräftige Zyklusaufzeichnung durchzuführen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 11. Natürliche Familienplanung bei Kinderwunsch und Subfertilität

Zusammenfassung
Halbwissen um die fruchtbare Zeit und die damit verbundene Fokussierung des Sexualverkehrs auf die Zyklusmitte führen nicht selten zu einer Verzögerung des Schwangerschaftseintritts bei Kinderwunsch. Die bisherigen Studienergebnisse rechtfertigen die Integration der Selbstbeobachtung von Zyklussymptomen in das Management des unerfüllten Kinderwunsches als eine nicht invasive, nebenwirkungsfreie und kostengünstige first-line Maßnahme. Dies gilt sowohl bei normal fertilen als auch bei subfertilen Frauen. Oft reicht dabei schon der simple Ratschlag aus, „auf den Zervixschleim zu achten“. Die Zervixschleimbeobachtung bietet ein breiteres fertiles Fenster und ist damit den LH-Testkits überlegen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 12. Sicherheit, Akzeptanz und Anwendermerkmale

Zusammenfassung
Natürliche Familienplanung (NFP) ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Methoden, die sich hinsichtlich Sicherheit, Praktikabilität und Akzeptanz erheblich unterscheiden. Die alten Kalendermethoden sind zumindest im europäischen Kontext obsolet. Bei heutigen NFP-Methoden beobachten die Anwenderinnen Veränderungen von Körpersymptomen im aktuellen Zyklus, sie sind daher nicht mehr auf einen regelmäßigen Zyklus angewiesen. Unter den verschiedenen NFP-Methoden wird aktuell die Sensiplan-Methode empfohlen, da sie wissenschaftlich überprüft ist und in die Kategorie der sehr sicheren Familienplanungsmethoden eingeordnet werden kann (Methodensicherheit 0,4 Schwangerschaften/100 Frauenjahre). Es ist jedoch kritisch anzumerken, dass die Anwenderabhängigkeit bei natürlichen Methoden höher ist als bei den meisten anderen Familienplanungsmethoden. Deshalb sind natürliche Methoden nur für Personen geeignet, die motiviert sind, sich an die Regeln zu halten. Die sehr guten Ergebnisse mit der Sensiplan-Methode wurden nach Beratung durch ausgebildete NFP-Berater/innen erreicht. Einige andere NFP-Methoden, auch Zykluscomputer, weisen eine mittlere Sicherheit auf, häufig fehlen jedoch entsprechende Studien.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 13. NFP zwischen Autonomie und Automatisierung

Zusammenfassung
Erlernen und Anwendung der NFP befinden sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, der sich mit dem Aufkommen der Zyklus-Apps weiter beschleunigt hat. Durch die Möglichkeiten einer automatisierten Temperaturmessung, -übertragung und Auswertung hat sich der Lernprozess deutlich vereinfacht. Will eine Frau allerdings sicher verhüten und eine evidenzbasierte symptothermale Methode anwenden, muss sie weiterhin zusätzlich die Selbstbeobachtung des Zervixschleims und evtl. auch den Umgang mit Störungen der Basaltemperatur erlernen. Wenngleich heute viele Infos aus dem Netz geholt werden, ist das schriftliche Standardwerk „Natürlich und Sicher“ oder qualifizierte, unabhängige Internetseiten weiterhin unverzichtbar um korrektes Hintergrundwissen zu erhalten. Optimalerweise kombiniert die Anwenderin dies mit einer Beraterbegleitung. So kann sie ihre Beobachtungen und die gemessenen Daten einordnen. So kann sie die angezeigten Daten einordnen, mit ihren eigenen Beobachtungen gegenchecken und überprüfen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 14. Zyklus-Apps und Mess-Systeme

Zusammenfassung
Es werden laufend Zyklus-Apps und technische Mess-Systeme entwickelt, die das fruchtbare Fenster im Zyklus anzeigen. Dabei gibt es Produkte, die für diese Zielsetzung von vornherein unbrauchbar sind, andere beruhen auf bekannten, sicheren NFP-Methoden und wieder andere befinden sich noch gänzlich im Experimentierstadium. Dieses Kapitel setzt sich detailliert mit den Grundlagen und der Sinnhaftigkeit der einzelnen Produkte auseinander, inklusive deren Eignung für Kinderwunsch und Verhütung. Es beleuchtet ihre Sicherheit und Praktikabilität und informiert über neue, spannende Entwicklungen. Enttäuschend sind häufig die von den Herstellern selbst gelieferten Daten. CE-Kennzeichnung, TÜV-Siegel und FDA-Zulassungen sind bezüglich der Zuverlässigkeit der Produkte nicht aussagekräftig. Dieses Kapitel enthält sehr viele Details und ist in erster Linie für Experten und speziell Interessierte gedacht. Zur allgemeinen Orientierung findet sich am Ende eine ausführliche Zusammenfassung.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 15. Geschlechtsbestimmung mithilfe der Natürlichen Familienplanung: Faktum oder Fiktion?

Zusammenfassung
Das Geschlecht seines Kindes durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Sexualverkehr selbst bestimmen zu können, erscheint verlockend. Ein seriöser Nachweis für die Richtigkeit der einen oder anderen zugrunde liegende Theorie konnte jedoch bis heute nicht erbracht werden, sodass alle davon abgeleiteten Angaben in Temperaturcomputern, Zyklus-Apps oder Lehrbüchern als unseriös bezeichnet werden müssen.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 16. Natürliche Familienplanung in Entwicklungsländern Chance oder Illusion?

Zusammenfassung
Die Anwendung von Familienplanungsmethoden hat in den letzten 20 Jahren auch in den Entwicklungsländern deutlich zugenommen. Dennoch ist das Bevölkerungswachstum, insbesondere in den ärmsten Regionen der Welt, bisher nicht aufzuhalten. In den Entwicklungsländern ist der Schwerpunkt für eine erfolgreiche Anwendung einer Familienplanungsmethode von der Sicherheit hin zur Akzeptanz verschoben. Eine Methode, die von den Anwendern akzeptiert und praktiziert wird, wird die Kinderzahl einer Familie signifikant reduzieren, auch wenn sie nur im mittleren Sicherheitsbereich liegt und kann somit als Erfolg gewertet werden. Für die Entwicklungsländer wurden stark vereinfachte Varianten der NFP-Methoden entwickelt: Dabei wird auf Thermometer und eigene Zyklusaufzeichnungen verzichtet. Im Rahmen der Primary Health Care werden einfache Zervixschleimregeln gelehrt oder festgelegte Zyklustage als fruchtbar definiert oder neuerdings mit der Unterstützung von Zyklus-Apps Kalendermethoden verbreitet.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

Kapitel 17. Kompetentes Körperbewusstsein ab der Pubertät

Zusammenfassung
Das Basiswissen zu Zyklus und Fruchtbarkeit aus der NFP lässt sich in erstaunlich wenigen, wichtigen Fakten zusammenfassen. Dies steht im Gegensatz zu den vielfältigen Dimensionen, in denen dieses Wissen im Alltag der Menschen Anwendung findet, beispielsweise beginnend beim Verständnis für den östrogenbedingten „Ausfluss“ von Mädchen zwei Jahre vor ihrer Menarche, über die Kenntnis der Wirkweise der hormonellen Verhütungsmethoden, die richtige Eingrenzung der fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch und schließlich betrifft es selbst Leistungssportlerinnen, die zyklusabhängig trainieren möchten. Menschen profitieren in vielfältiger Weise während ihres gesamten fruchtbaren Lebens – und darüber hinaus – von diesem Wissen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei, das Faktenwissen auf den eigenen Körper zu transferieren und erlebbar zu machen. Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, diese echte Körperkompetenz unseren Heranwachsenden bereits ab der Pubertät zu vermitteln.
Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann

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