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17.05.2020 | Naturheilverfahren und Komplementärmedizin bei Krebspatienten | Integrative Onkologie | Ausgabe 7/2020

Der Onkologe 7/2020

Zervixkarzinom – komplementäre und alternative Medizin (KAM) bei der Strahlentherapie des Beckens

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 7/2020
Autoren:
Dr. med. Heidrun Männle, Dr. Petra Stegmaier, Prof. Dr. Karsten Münstedt, Prof. Dr. Oliver Micke

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Zervixkarzinom ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Therapie erfolgt stadienadaptiert. Hierbei spielt die Strahlentherapie bzw. die Radiochemotherapie in allen fortgeschrittenen Stadien sowie beim Vorliegen von Risikofaktoren eine wesentliche Rolle. Für Krebspatienten ist die komplementäre und alternative Medizin (KAM) von großer Bedeutung. Weltweit wenden etwa 40 % aller Krebspatienten während oder nach der Krebstherapie Methoden der KAM an, mehrheitlich, um die Fähigkeit des Körpers zur Krebsbekämpfung zu verbessern oder das körperliche und emotionale Wohlbefinden zu verbessern.

Fragestellung

Welche evidenzbasierten Empfehlungen zur KAM bei der Strahlentherapie des kleinen Beckens beim Zervixkarzinom zur Verbesserung der Prognose und/oder zur Reduktion von Nebenwirkungen können gegeben werden?

Material und Methoden

Literaturrecherche in PubMed zu einzelnen Methoden der KAM im Zusammenhang mit der Strahlentherapie beim Zervixkarzinom.

Ergebnisse

Zahlreiche Studien zur komplementären Medizin konnten zumindest positive Hinweise zeigen. Zu den einzelnen Methoden jedoch liegen zu wenige und z. T. qualitativ schlechte Studien vor. Weiterführende, gut geplante Studien mit einem klaren Fokus auf einzelne Substanzen oder Methoden erscheinen sinnvoll und notwendig.

Diskussion

Krebspatienten fordern zu Recht eine Beratung im Hinblick auf KAM. Hierbei sollten Vertreter der onkologischen Fachdisziplinen die ersten Ansprechpartner sein. Die Rolle des Beraters dürfen sich onkologisch tätige Ärzte nicht aus der Hand nehmen lassen, denn nur so ist gewährleistet, dass Patienten vor potenziell schädlichen Therapien geschützt werden. Eine evidenzbasierte Beratung zu KAM sollte daher obligatorisch sein.

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Literatur
Über diesen Artikel

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