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16.04.2018 | Nebenwirkungen der Krebstherapie | Leitthema | Ausgabe 5/2018

Der Urologe 5/2018

Therapie mit PD-1/PD-L1- und CTLA-4-Immun-Checkpoint-Inhibitoren

Immunvermittelte Nebenwirkungen

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2018
Autoren:
Prof. Dr. M.-O. Grimm, H. Oppel-Heuchel, S. Foller

Zusammenfassung

Immun-Checkpoint-Inhibitoren gehören mittlerweile zu den Standardtherapien beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten Urothel- und Nierenzellkarzinom. Atezolizumab und Pembrolizumab sind beim Urothelkarzinom für Cisplatin-ungeeignete Patienten in der Erstlinie zugelassen; beide Antikörper sowie Nivolumab dürfen auch nach platinhaltiger Vortherapie eingesetzt werden. Beim Nierenzellkarzinom steht die Zulassung für die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab für die Erstlinienbehandlung bei intermediärem und hohem Risiko (nach International Metastatic Renal Cell Carcinoma Database Consortium) bevor; darüber hinaus ist Nivolumab nach Vortherapie zugelassen. Mit dem breiten klinischen Einsatz der Immun-Checkpoint-Inhibitoren nimmt die Bedeutung immunvermittelter Nebenwirkungen zu. Insbesondere bei der Kombinationstherapie mit Nivolumab und Ipilimumab steigt nicht nur die Effektivität sondern auch die Nebenwirkungsrate deutlich an. Am häufigsten treten Hauterscheinungen und Juckreiz, endokrine Nebenwirkungen, Kolitis bzw. Diarrhö, Hepatitis und Pneumonitis auf. Prinzipiell können aber alle Organsysteme von immunvermittelten Nebenwirkungen betroffen sein. Die Differentialdiagnose zwischen immunvermittelten Ursachen und einer anderen (entzündlichen) Genese der Organdysfunktion ist mitunter schwierig. Dabei ist eine zeitnahe Diagnosestellung und Therapieeinleitung essentiell, um schwerwiegende Verläufe zu vermeiden. Eine Therapie mit Kortikosteroiden führt in der Regel zu einer raschen Rückbildung der Symptome; nur gelegentlich müssen andere Immunsuppressiva (Mycophenolat-Mofetil, Infliximab) eingesetzt werden. Bei den endokrinen Nebenwirkungen wird allerdings häufig eine dauerhafte Hormonsubstitution erforderlich. Insbesondere im Gefolge von Pneumonitiden kann es zu fatalen Verläufen kommen.

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