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Erhalten Kinder mit ADHS eine Behandlung mit Methylphenidat, ist der BMI im jungen Erwachsenenalter deutlich erhöht. Zudem ist die Körpergröße etwas geringer als bei Kindern ohne ADHS. Ein Großteil des Effekts lässt sich jedoch der Erkrankung zuschreiben.
Eine Herzinsuffizienz kann durch bestimmte Medikamentenkombinationen verschlimmert oder auch getriggert werden. Ein internationales Expertengremium hat zusammengefasst, bei welchen Konstellationen erhöhte Vorsicht geboten ist.
Bei Menschen mit rezidivierendem großzelligem B-Zell-Lymphom ist das zirkadiane Timing einer CAR-T-Zell-Infusion möglicherweise entscheidend. In einer US-Studie wurde 22 Monate nachbeobachtet, wie sich die Tageszeit der Therapiegabe auf das progressionsfreie Überleben auswirkte.
Trastuzumab deruxtecan scheint nach ersten Ergebnissen der DESTINY-Breast05-Studie in der Therapie des HER2-positiven frühen Brustkrebses mit hohem Rückfallrisiko effektiver zu sein als Trastuzumab emtansin (T-DM1). Für Daten zum Gesamtüberleben ist es allerdings noch zu früh.
Ein Patient entwickelt unter Gabapentin ein Beinödem – und bekommt deshalb ein Schleifendiuretikum verschrieben. Welche Folgen diese offenbar häufig anzutreffende Verschreibungskaskade haben kann, gerade bei Senioren, legt ein US-Team dar. Das Studiendesign gibt allerdings Anlass zur Kritik.
In einer Analyse von US-amerikanischen Patientenakten fand sich bei Personen mit Diabetes Typ 2 ein Zusammenhang von chronischem Husten und der Behandlung mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten, nicht aber mit anderen Antidiabetika. Die absoluten Effekte waren aber eher klein – und die genaue Ursache ist noch unklar.
Bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten mit Nasentamponade nach anteriorer Epistaxis konnte durch eine prophylaktische Antibiotikagabe keine Reduktion klinisch relevanter Infektionen erzielt werden. Die Rate unerwünschter Arzneimittelwirkungen lag hingegen deutlich über der Infektionsrate.
Reichen Bewegung und andere nicht-pharmakologische Therapien bei Gonarthrose nicht aus, werden Medikamente nötig. Die neue Leitlinie zeigt, welche Wirkstoffe empfohlen werden, wo Risiken bestehen und wann Injektionen oder sogar eine Radiosynoviorthese infrage kommen.
Nach zwei antibiotischen Behandlungen mit einem Fluorchinolon litt ein 69-Jähriger sieben Jahre lang unter extremen Schmerzen in beiden Achillessehnen. Nichts half, bis ein Klinikteam auf die Idee kam, es mit einer speziellen Kombinationsbehandlung zu versuchen.
Hodenkrebs gilt selbst in fortgeschrittenen Stadien als sehr gut behandelbare Tumorentität. Doch das ist offenbar nur die halbe Geschichte, wie eine Studie aus Japan zeigt.
Quälende Migräneattacken, die auf eine Standardtherapie nicht ausreichend ansprechen, sind möglicherweise ein Einsatzgebiet für „offene“ Placebos. In einer Studie an zwei deutschen Zentren war deren prophylaktische Einnahme zwar nicht mit weniger Kopfschmerztagen, wohl aber mit einer subjektiven Besserung assoziiert.
In einem Positionspapier haben internationale Expertinnen und Experten den Wissensstand zur persistierenden Chemotherapie-induzierten Alopezie (pCIA) zusammengefasst und Empfehlungen formuliert. Mit einer Therapie sollte demnach möglichst früh begonnen werden.
Selbst wenn Kinder nur drei Tage lang ein systemisches Kortikosteroid erhalten, kann die Therapie von typischen unerwünschten Wirkungen begleitet werden. Einer systemischen Übersicht zufolge sind sie aber, wenn überhaupt, äußerst selten schwerwiegend.
Erkranken Schwangere an Krebs, haben Erkrankung und Therapie geringe bis keine direkten Auswirkungen auf die Entwicklung des Nachwuchses. Dafür spricht eine Analyse von 166 Kindern in einem Alter von 12 und 15 Jahren.
BreCADD wird seit 2023 als Erstlinienstandard für Personen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom empfohlen. Erstmals vollpublizierte Daten zeigen nun: Auch mit Blick auf reproduktionsmedizinische Endpunkte hat das Regime die Nase vorn.
Beim leitliniengerechten Umgang mit Opioiden scheitern Hausärzte und -ärztinnen in Deutschland offenbar reihenweise. Eine Umfrage der Uni Heidelberg zeigt, wo die Defizite liegen.
"Schaff ich es wieder auf die Beine? Lande ich im Pflegeheim?" Mortalität und Risiken für bleibende Einschränkungen steigen nach einer Fraktur im Alter dramatisch an. Gemeinsam können Orthopädie, Geriatrie und Anästhesie hier viel leisten, um die Lebensqualität hoch und die Komplikationsrate gering zu halten. Prof. Dr. Markus Gosch erklärt, worauf es hier ankommt.
Die plötzliche Wärme, der Harndrang, der metallische Geschmack im Mund – solche Phänomene nach intravenöser Gabe eines iodhaltiges Kontrastmittels sind häufig. Ein Radiologietechnologe aus Italien erklärt, wie sie zustande kommen.
Bei der Behandlung eines plötzlichen sensorineuralen Hörverlusts mit systemischen Steroiden sollte auf Nebenwirkungen wie Hyperglykämie und Bluthochdruck geachtet werden. Gerade Vorerkrankte mit Diabetes und/oder Hypertonie könnten von einer intratympanischen Lokaltherapie profitieren, allerdings hat auch diese ihre Risiken.
Zu den bewährten Behandlungsansätzen einer oralen Mukositis zählen eine sorgfältige Mundhygiene, eine konsequente Schmerztherapie sowie antiseptische und entzündungshemmende Maßnahmen. Ein interdisziplinäres Ärzteteam aus den USA hat die aktuellen Empfehlungen in einem Review zusammengefasst.
Der PARP-Inhibitor Rucaparib scheint den zirkadianen Rhythmus von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom zu beeinflussen. Wie eine deutsche Studie zeigt, geht eine gestörte zirkadiane Rhythmik mit einer erhöhten Häufigkeit und Schwere therapieassoziierter Nebenwirkungen einher.
Langzeitergebnisse der kleinen IMPemBra-Studie sprechen dafür, dass es sich beim fortgeschrittenen BRAF-mutierten Melanom eventuell lohnen könnte, eine kurzfristige, zusätzliche zielgerichtete Therapie zur Checkpointblockade zu ergänzen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht indes noch aus.
Arzneimittel für Patienten mit Mukoviszidose oder pulmonaler arterieller Hypertonie wirken offenbar nicht nur auf die Lunge. Was es in der Praxis zu beachten gilt, wurde beim Pneumologie-Kongress erläutert.
Bei akuten Rückenschmerzen können Muskelrelaxanzien, eventuell in Kombination mit NSAR, zur Schmerzlinderung beitragen. Wegen der Nebenwirkungen wird jedoch empfohlen, die Medikamente nur über wenige Tage einzusetzen.
Wenn ältere Menschen mit Vorhofflimmern unter oraler Antikoagulation eine Blutung erleiden, sollte die nicht vorschnell als iatrogene Komplikation eingeordnet werden: Die Blutung kann das erste Zeichen einer Krebserkrankung sein.
Beobachtungen an Krebspatienten mit aktinischer Keratose und einem hohen Risiko für Keratinozytenkarzinome legen präventive Effekte einer systemischen Checkpointinhibitor-Therapie nahe. Das Nebenwirkungsprofil schließt eine breite Anwendung jedoch eher aus.
Aus Angst vor Blutungen wird Patienten mit Vorhofflimmern nicht selten ASS anstelle einer Antikoagulation verordnet. Ob im Hinblick auf intrakranielle Blutungen ASS mehr Sicherheit als direkte orale Antikoagulanzien bietet, zeigt eine Metaanalyse.
Frauen mit frühem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) profitieren in puncto Gesamtüberleben (OS) von einer zur Chemotherapie ergänzten Immuncheckpointblockade, wie die finale OS-Analyse der KEYNOTE-522-Studie zeigt. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen.
Parästhesien, Tremor, Kampfanfälle – das Immunsuppressivum Tacrolimus kann diverse neurotoxische Reaktionen hervorrufen, in seltenen Fällen auch einen Parkinsonismus: Bei einem jungen Mann tritt das Problem fünf Monate nach einer Herztransplantation auf.
Bispezifische T-Zell-Engager können ebenso wie CAR-T-Zellen zu spezifischen Nebenwirkungen wie Zytokinfreisetzungssyndrom und Immuneffektorzell-assoziiertem Neurotoxizitätssyndrom führen. Auf dem DGHO-Kongress in Basel gab es Tipps dazu, was in der Praxis zu beachten ist.
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) haben im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten ein reduziertes Blutungsrisiko. Abhängig von der Begleitmedikation dürften viele ältere Menschen trotzdem blutungsgefährdet sein.
Verordnungskaskaden können den Nettonutzen einer Therapie gefährden. Ein Forschungsteam aus den Niederlanden hat untersucht, welche dieser problematischen Verordnungskaskaden für den ambulanten Bereich relevant sind.
Personen mit unklar erhöhten Leberwerten sollte man gezielt danach fragen, ob sie „Botanicals“ konsumieren: In einer Bevölkerungsstudie aus den USA lag der Anteil derjenigen, die regelmäßig hepatotoxische Nahrungsergänzungsmittel aus dem Pflanzenreich einnahmen, bei fast 5%.
Schwere Hautnebenwirkungen treten bei älteren Menschen während einer Antibiotikatherapie vor allem dann auf, wenn mit Sulfonamiden und Cephalosporinen behandelt wird. Das Risiko ist rund dreifach höher als unter Makroliden.
Biologika sind bei Menschen mit Psoriasis im Alter von über 64 Jahren ähnlich gut wirksam wie bei jüngeren. Allerdings brechen Ältere häufiger ihre Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab.
Bei einer Auswertung von US-Versicherungsdaten ging es um die Frage, welche Antikoagulation – Apixaban, Rivaroxaban oder Warfarin – bei Personen mit Leberzirrhose und Vorhofflimmern unterm Strich die beste Prophylaxe-Option ist.
Britische Registerdaten sprechen dafür, dass sich die Blutungsrisikoprädiktion bei Personen mit Vorhofflimmern, die zugleich an Krebs leiden, nicht einfach aus Kohorten ohne Krebs übertragen lässt.
Der DOAC-Score wurde speziell zur Einschätzung des Blutungsrisikos von Vorhofflimmernpatienten unter DOAK-Therapie entwickelt. In einer europäischen Kohorte schneidet er aber nicht besser ab als der altbekannte HAS-BLED-Score.
Isotretinoin ist zwar eine hochwirksame Behandlung bei Akne, wird aber mit einer Reihe potenzieller neuropsychiatrischer Nebenwirkungen, einschließlich Stimmungsschwankungen, in Verbindung gebracht. Dermatologen aus den USA berichten aktuell auch von Albträumen, die ihre Patientinnen erlebten.
Betrunken trotz Alkoholabstinenz? Der Fall einer 50-jährigen Patientin zeigt, dass dies möglich ist. Denn die Frau litt unter dem Eigenbrauer-Syndrom, bei dem durch Darmpilze eine alkoholische Gärung in Gang gesetzt wird.
Dass sich invasive Pilzinfektionen in letzter Zeit weltweit häufen, liegt wahrscheinlich auch am Klimawandel. Ausbrüche mit dem Hefepilz Candida auris stellen eine zunehmende Gefahr für Immungeschwächte dar – auch in Deutschland.
Im Vergleich zu anderen Blutdrucksenkern sind Kalziumantagonisten vom Diyhdropyridin-Typ mit einem erhöhten Risiko für eine Mikroalbuminurie und in Abwesenheit eines RAS-Blockers auch für ein terminales Nierenversagen verbunden.
Die Aknetherapie mit Isotretinoin kann einen Anstieg von Leberenzymen und Blutfetten verursachen. Das Risiko für schwere Störungen ist laut einer Forschungsgruppe der Universität Lübeck aber nur marginal erhöht und auf einen engen Zeitraum konzentriert.
Die Therapie, aber auch die Diagnostik der Parkinson-Krankheit ist ständig im Fluss und der Erkenntnisgewinn in den letzten Jahren war enorm. Das spiegelt sich auch in der aktuellen Leitlinie wieder. Im Gespräch mit SpringerMedizin.de gibt Leitlinienkoordinatorin Professorin Trenkwalder Auskunft darüber, was neu und besonders wichtig ist.
Unter Immuntherapie ist jederzeit mit vielfältigen Problemen zu rechnen. Besonders häufig sind endokrine Nebenwirkungen, Pneumonitis, Colitis und Hepatitis. Oft gilt es, schnell zu handeln.
Priapismus kann auf eine Reihe von Ursachen zurückgehen, doch eine große Zahl von Fällen ist mit der Einnahme von Medikamenten assoziiert. Die riskantesten Substanzen hat eine italienisch-britische Arbeitsgruppe identifiziert.
Es wird angenommen, dass Alopecia areata auch durch Medikamente ausgelöst werden kann. Anhand eines Melderegisters wurde untersucht, welche das sein könnten und ob Betroffene bestimmte Merkmale teilen.
Bei einem 84-jährigen Mann entwickeln sich im Verlauf einer Woche dunkelviolette Knötchen am Fuß und an Teilen des Beines. Der HIV-Antikörpertest ist jedoch negativ. Den entscheidenden Hinweis auf die Ursache ergibt schließlich die Anamnese.
Periphere Ödeme unter neu begonnener Kalziumantagonisten-Therapie können unnötige Diuretikaverordnungen zur Folge haben – die die Betroffenen dann tatsächlich gefährden.
Mit einer chronischen Nierenerkrankung steigt das Risiko für arzneimittelbedingte Nebenwirkungen. Wie real diese Gefahr ist, veranschaulicht eine aktuelle Studie aus Frankreich. Zwei Arzneimittelgruppen stellten sich dabei als besonders nebenwirkungsbehaftet heraus.
Für Omega-3-Fettsäure-haltige Arzneimittel wurde ein Rote-Hand-Brief veröffentlicht. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren.
In den letzten drei Jahren sind für die systemische Behandlung der moderaten bis schweren atopischen Dermatitis (AD) drei JAK-Inhibitoren zugelassen worden. Darunter ist auch Upadacitinib, das in einer aktuellen Studie unter Real-World-Bedingungen bei Patienten mit vorherigem Therapieversagen geprüft wurde.
Menschen mit Vorhofflimmern und einer intrakraniellen Blutung sind kardiovaskulär stark gefährdet. Unsicher ist jedoch, ob eine orale Antikoagulation in dieser Situation sicher und wirksam ist. Eine Forschungsgruppe liefert neue Daten dazu.
Der trügerische Krankheitsverlauf der akuten interstitiellen Nephritis (AIN) führt oft zu einer verzögerten Diagnosestellung. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um eine Chronifizierung zu verhindern.
Ototoxizität ist eine bekannte unerwünschte Wirkung von Platinverbindungen wie Cisplatin und Carboplatin. Forschende aus Kolumbien und den USA haben in einem systematischen Review die Wirkung von verschiedenen Wirkstoffen zur Vorbeugung bzw. Behandlung einer Ototoxizität untersucht.
Bei älteren Menschen ist Vorsicht geboten mit Medikamenten, die anticholinerge (Neben-)Wirkungen haben: Laut einer Studie folgt auf eine Erhöhung der anticholinergen Last bereits binnen kurzer Zeit eine Zunahme des kardiovaskulären Risikos.
Nach der Impfung mit einer Vakzine gegen SARS‑CoV‑2 kann es zu den unterschiedlichsten Impfreaktionen und Nebenwirkungen kommen. Welche unerwünschten Ereignisse an Ohren, Nase und Rachen bisher auftraten, hat nun eine Forschungsgruppe aus den USA zusammengetragen.
Immuncheckpoints sind auch in atherosklerotische Prozesse involviert, indem sie den Gefäßablagerungen entgegenwirken. Erhalten Krebskranke Checkpointhemmer, verdoppelt sich das Risiko für thrombembolische Ereignisse – allerdings erst nach mehreren Jahren.
Wer sich aufgrund einer Tumorerkrankung einer Nephrektomie unterziehen muss, läuft Gefahr, in der Folge Bluthochdruck zu entwickeln. Ob die Niere partiell oder vollständig entfernt wird, spielt dabei offenbar keine Rolle.
Eine Therapie mit gerinnungshemmenden Vitamin-K-Antagonisten vor einer insultbedingten endovaskulären Thrombektomie war in einer Studie nicht mit einem gesteigerten Risiko für intrakranielle Blutungen verbunden. Ab einem bestimmten INR-Wert steigt das Risiko jedoch.
Anormale uterine Blutungen sind eine bekannte Nebenwirkung einer gerinnungshemmenden Therapie, die offenbar mehr Frauen betrifft als bislang angenommen und gar nicht so wenige bis in die Notaufnahme führt.
Nicht nur beim malignen Melanom werden Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) erfolgreich eingesetzt. Welche Nebenwirkungen diese Wirkstoffe auf der Haut verursachen können, hat nun ein Team von Dermatologinnen und Dermatologen aus ganz Europa anhand von Real-World-Daten zusammengetragen.
Eine Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren (CPI) bessert die Prognose vieler Krebskranker, ist natürlich aber auch mit unerwünschten Effekten verknüpft. Diese treten teils erst lange nach Therapieende auf, betont eine Onkologin beim DGIM-Kongress.
Sprechen Personen mit metastasiertem Urothelkarzinom in der Zweitline auf Nivolumab nicht ausreichend an, lohnt sich eine Booster-Kombitherapie mit einem weiteren Checkpointhemmer: Mit diesem Schema erreicht ein Drittel eine objektive Response.
Ein Forscherteam hat die globale Prävalenz des Stevens-Johnson-Syndrom und der toxischen epidermalen Nekrolyse (SJS/TEN) im Zusammenhang mit Antibiotika untersucht. Ein Wirkstoff scheint besonders oft beteiligt zu sein.
Menschen mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs im Stadium 4, die mit einer Atezolizumab-haltigen Chemoimmuntherapie behandelt werden, haben bessere Überlebensaussichten, wenn sie leichte bis mäßige immunbezogene Nebenwirkungen entwickeln.
Kopfschmerzen sind das fünfthäufigste – meist milde – Symptom, das auf eine Immunisierung folgt, zeigen US-Daten. Nach zwei Arten von Impfungen treten sie besonders oft auf.
Bei kreisrundem Haarausfall besteht Bedarf an wirksamen, risikoarmen Behandlungen. Januskinase-Inhibition könnte eine solche Therapieoption sein – zwei Wirkstoffe schnitten in einer Metaanalyse besonders gut ab.
Die im September bekanntgegebenen positiven Resultate einer Phase-3-Studie mit dem Amyloid-Antikörper Lecanemab sind nun im Detail publiziert worden – und sorgen unter Fachleuten für Diskussionen um den klinischen Nutzen der neuen Therapie.
Biologika weisen bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) ein überzeugendes Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil auf. Die Therapie erfordert aber eine sorgfältige Aufklärung. Dazu sollte auch ein Hinweis auf mögliche Arthralgien zählen.
In den ersten Jahren nach einer Krebsdiagnose ist das Frakturrisiko mehr als die Hälfte erhöht. Besonders hoch ist es für Personen mit Metastasen und nach einer Chemotherapie, viel Bewegung geht dagegen mit einer verringerten Gefahr für Knochen- und Wirbelbrüche einher.
Mit potenziell teratogenen Arzneimitteln wird hierzulande möglicherweise zu unkritisch umgegangen. Die Autoren des aktuellen BARMER-Arzneimittelreports fordern die systematische Prüfung von Medikationsplänen auf Unbedenklichkeit im Fall einer Schwangerschaft bei allen Frauen im gebärfähigen Alter.
Vor einer Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren sollte man Krebserkrankte sorgfältig auf kardiovaskuläre Vorerkrankungen untersuchen. Wie wichtig das sein kann, zeigen die Ergebnisse einer Kohortenstudie aus Belgien.
Patienten und Patientinnen unter oraler Antikoagulation profitieren vermutlich von der Einnahme säurehemmender Medikamente. Allerdings müssen zur Verhinderung einer einzelnen GI-Blutung relativ viele Personen behandelt werden.
Thrombozytenaggregationshemmer plus NSAR: Hier sollte regelhaft ein Protonenpumpenhemmer mitverordnet werden. Dazu rät eine neue Leitlinie zur Arzneimitteltherapie bei Multimorbidität, die kurz vor der Veröffentlichung steht.
Männer und Frauen erkranken nicht nur unterschiedlich, Medikamente wirken teils auch anders. Selbst das Nebenwirkungspotenzial ist für Männer und Frauen nicht immer identisch, wie man von Chemotherapeutika weiß. Ob sich das bei Immun- und zielgerichteten Therapien ebenso verhält, war Gegenstand einer aktuellen Erhebung.
Die Prävalenz von Statin-Intoleranzen hat ein Team aus Schweden in einer großen Metaanalyse untersucht. Mit 9% war der Anteil derjenigen, denen die Einnahme erhebliche Probleme machte, gering. Einige Subgruppen neigten jedoch mehr zur Unverträglichkeit als andere.
Gegen Vitamin-K-Antagonisten und Dabigatran gibt es bewährte Antidots. Schwieriger ist der Weg zur Hämostase unter Faktor-Xa-Hemmern. Immerhin deutet einiges auf einen Nutzen von Andexanet alpha.
Nicht jede unerwünschte Reaktion, die nach einer Coronaimpfung auftritt, ist tatsächlich der Impfung anzulasten. In klinischen Studien wurden auch nach Placeboimpfungen erhebliche Nebenwirkungsraten ermittelt.
Eines von sechs Kindern erleidet ernste Nebenwirkungen während eines Aufenthalts auf einer Intensivstation. Die meisten der unerwünschten Effekte beruhen einer britischen Analyse zufolge auf Behandlungsfehlern.
Die Deutsche Herzstiftung hat einordnende Zahlen zur STIKO-Entscheidung, für unter 30-Jährige nur noch Comirnaty® zu empfehlen, veröffentlicht. Das Risiko für Myo- und Perikarditiden sei insgesamt sehr gering und dürfe kein Grund sein, sich gegen die Impfung zu entscheiden.
Gleich zwei Publikationen zum Thema Osteoporose-Risiko in Abhängigkeit einer Therapie mit Kortikosteroiden bei COPD und Asthma pickte Prof. Dr. Dave Singh von der Universität in Manchester als besonders wichtige Publikationen im European Respiratory Journal des letzten Jahres heraus.
NSCLC-Kranke mit EGFR-Mutationen profitieren auch im Stadium II/III von dem Tyrosinkinasehemmer Icotinib. Im Vergleich zur Standardchemotherapie zeigte der Wirkstoff nicht nur Vorteile in punkto Nebenwirkungen, so erste Resultate einer großen Phase-3-Studie.
Polypharmazie lässt sich vermeiden, wenn man aktiv auf die Patienten zugeht. Die meisten Patienten und auch die Personen, die sie betreuen, möchten gerne Medikamente absetzen, wann immer dies möglich ist.
Weniger BZ-Schwankungen und eine mögliche kardiorenale Protektion sind Argumente für SGLT2-Inhibitoren bei Typ-1-Diabetes. Dagegen sprechen Nebenwirkungen und eine mangelnde Evidenz zur langfristigen HbA1c-Senkung. Auf dem Diabetes-Kongress wurden die Vor- und Nachteile der Substanzen diskutiert.
Bestimmte Patienten sind im Fall eines stationären Aufenthalts offenbar besonders gefährdet, eine medikamenteninduzierte Leberschädigung zu erleiden. Chinesische Forscher haben ein Risikoprofil entwickelt.
Die doppelte Blockade des Renin-Angiotensin-Systems mit ACE-Hemmern und Sartanen wurde laut Professor Dr. Jan Galle, Lüdenscheid, lange Zeit propagiert. Ein schwerer Fehler, denn dadurch steigt das Risiko für renale Komplikationen, ohne Benefit in der Wirksamkeit.
„Die Kombination aus NSAR und systemisch wirksamen Glukokortikoiden soll nicht ohne PPI-Schutz erfolgen“, besagt eine Klug-entscheiden-Empfehlung, um Arzneimittel-Wechselwirkungen zu vermeiden.
Umstrittene Heilmethoden waren Thema eines Symposiums beim diesjährigen Internistenkongress. Scharf kritisiert wurde der Umgang mit homöopathischen Methoden in Deutschland.
Mit einem speziellen Studiendesign hat die StatinWISE Trial Group den Einfluss von Atorvastatin auf Muskelbeschwerden jenseits von Myopathien und Rhabdomyolysen untersucht. Das Ergebnis war negativ, also positiv aus Sicht des Statins.
Das Antiarrhythmikum Amiodaron besteht zu weit über 30% aus Iod. Mit Blick auf die Schilddrüse ist daher mit unerwünschten Effekten zu rechnen. Und die beschränken sich keineswegs auf eine Überfunktion, wie ein Fallbericht zeigt.
Pentosanpolysulfat-Natrium (PPS) steht unter Verdacht, eine pigmentäre Makulopathie auszulösen. Das Risiko steigt offenbar mit der Dauer der Anwendung und der kumulativen Dosis.
Die Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist bei einigen Medikamentengruppen problematisch. Es fehlen valide Studiendaten. Zusätzlich zeigt sich bei einem etablierten Pharmakon ein weitgehend unbeachtetes, nephrotoxisches Potenzial.
Die Wirkung von ASS auf Karzinome hängt möglicherweise vom Patientenalter ab. Bei über 70-Jährigen könnte Vorsicht geboten sein. Laut ASPREE-Studie haben sie unter ASS mehr fortgeschrittene Tumoren und mehr Krebstodesfälle.
Als Nebenwirkung einer Therapie mit SGLT-2-Inhibitoren kann in seltenen Fällen eine (atypische) diabetische Ketoazidose auftreten. Das Risiko scheint fast dreimal so hoch wie unter DPP-4-Hemmern zu sein.
Spanische Forscher haben Hinweise aus Tiermodellen vorgelegt, die auf die Bedeutung des Darmmikrobioms für die Entstehung von bestimmten Leukämien hindeuten.
Eine Therapie mit Levothyroxin erhöht offenbar die Mortalität von älteren Patienten. Dafür sprechen jedenfalls neue Ergebnisse der Baltimore Longitudinal Study of Aging, an der Probanden über 65 Jahre beteiligt waren.
Frauen, die während der Schwangerschaft Makrolidantibiotika einnehmen, haben einer britischen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko, dass ihr Kind eine Fehlbildung entwickelt, im Vergleich zu werdenden Müttern, denen Penicillin verschrieben wird.
Bis zu 87 % der Patient:innen mit fortgeschrittenen Tumoren verlieren bereits zur Diagnose Gewicht. Das beeinträchtigt Lebensqualität, Therapieansprechen und Mortalität. Warum eine frühzeitige ernährungsmedizinische Intervention essenziell ist, lesen Sie im Artikel.
Ungewollter Gewichtsverlust betrifft nicht nur Fettgewebe, sondern auch Muskelmasse und ist mit erhöhter Therapietoxizität und Komplikationsrisiken assoziiert. Erfahren Sie, wie Sarkopenie die Therapie beeinflusst – und was Sie dagegen tun können.
Immer wieder kursieren spezielle „Krebsdiäten“, die Heilung oder Besserung versprechen. Viele Patient:innen sind für solche Versprechen empfänglich – mit oft riskanten Folgen. Erfahren Sie, warum eine fundierte Ernährungsberatung entscheidend ist und welche Ernährungsinterventionen tatsächlich sinnvoll sind.
Bis zu 80% der onkologischen Patient:innen verlieren ungewollt Gewicht – mit gravierenden Folgen für den Therapieverlauf. Eine frühzeitige Ernährungstherapie mit medizinischer Trinknahrung wie Fortimel® kann den Unterschied machen und das Outcome Ihrer Patient:innen unterstützen. Jetzt mehr erfahren.