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29.04.2019 | Nebenwirkungen | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 3/2019

Der Gastroenterologe 3/2019

Zulassungsstatus und Nebenwirkungen von Immuncheckpointinhibitoren

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Nada Abedin, Prof. Dr. Oliver Waidmann, Prof. Dr. Jörg Trojan
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

G. Gerken, Essen
M. Müller-Schilling, Regensburg
R. M. Schmid, München
H.-J. Schulz, Berlin

Zusammenfassung

Die Therapie mit Immuncheckpointinhibitoren (Atezolizumab, Avelumab, Durvalumab, Ipilimumab, Nivolumab und Pembrolizumab) ist mittlerweile fester Bestandteil der Behandlung vieler fortgeschrittener Tumorerkrankungen. Immuncheckpointinhibitoren werden meist sehr gut vertragen, durch eine überschießende Aktivierung der Immunantwort können jedoch immunvermittelte Nebenwirkungen auftreten. Diese können sich u. a. als Dermatitis, Enterokolitis, Pneumonitis, Hepatitis, Hypophysitis, Thyreoiditis und Myositis manifestieren. Die allermeisten immunvermittelten Nebenwirkungen sind unter einer systemischen Steroidbehandlung reversibel. Selten auftretende, langanhaltende bzw. refraktäre immunvermittelte Nebenwirkungen bedürfen einer zusätzlichen Therapie. Immunvermittelte Nebenwirkungen treten häufiger und früher unter einer kombinierten Immuncheckpointblockade als unter einer Monotherapie auf. Derzeit ist die Kombination des Antikörpers Ipilimumab gegen das „cytotoxic T‑lymphocyte-associated protein 4“ (CTLA-4) mit dem Antikörper Nivolumab gegen das „programmed cell death protein 1“ (PD1) sowohl beim metastasierten Melanom als auch beim Nierenzellkarzinom mit intermediärem/hohem Risiko zugelassen. Das rasche Erkennen von immunvermittelten Nebenwirkungen und die frühzeitige Einleitung adäquater immunsuppressiver Therapien sind für die Patientensicherheit entscheidend.

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