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Die Nephrologie

Nephrotisches Syndrom bei Antikörpermangelsyndrom bei CLL

Erschienen in:

Auszug

Ein 70-jähriger Patient wurde im Dezember 2018 nephrologisch vorgestellt, da bei einer Routinekontrolle eine 3fach positive Proteinurie im Urinstix, verbunden mit einer deutlichen Hypoproteinämie, aufgefallen war. Subjektiv ging es dem Patienten bis auf eine leichte bis mäßige Einschränkung der Leistungsfähigkeit gut. Aus der Vorgeschichte ist eine seit Februar 2012 bekannte chronisch-lympathische Leukämie (CLL) erwähnenswert, die sich aber stabil im Stadium Binet A befand und daher als nicht therapiebedürftig angesehen wurde. Allerdings bestand bereits seit Längerem ein sehr auffälliger Befund in der Eiweißelektrophorese mit einem ausgeprägten Immunglobulin(Ig)-Mangel (Abb. 1). Aufgrund einer schweren Herpesinfektion, verbunden mit einer pneumogenen Sepsis im März 2018, war im August 2018 eine Ig-Substitutions-Therapie eingeleitet worden. Diese erfolgte im 4‑Wochen-Abstand. 3 Monate nach Einleitung der Therapie wurde dann erstmals die Proteinurie im Stix nachgewiesen. An weiteren Vorerkrankungen sind eine gut eingestellte arterielle Hypertonie sowie eine Mitralklappeninsuffizienz II° bekannt.
Abb. 1
Darstellung der Serumeiweißelektrophorese zum Zeitpunkt der Erstvorstellung: Albuminanteil mit 70,2 % (normal: 55,8–66,1 %) relativ erhöht, Anteil der Gammaglobuline mit 3,3 % (normal: 11,1–18,8 %) und von Immunglobulin G mit 1,48 g/l (normal: 7,0–16,0 g/l) erniedrigt
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Titel
Nephrotisches Syndrom bei Antikörpermangelsyndrom bei CLL
Verfasst von
Prof. Dr. med. Frank Strutz
Kerstin Amann
Gertraud Wittmann
Joachim Beck
Publikationsdatum
31.05.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Nephrologie / Ausgabe 6/2022
Print ISSN: 2731-7463
Elektronische ISSN: 2731-7471
DOI
https://doi.org/10.1007/s11560-022-00582-x
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