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03.03.2016 | Fokus | Ausgabe 3/2016

Forum 3/2016

Neue Konzepte für klinische Studien in der Onkologie

Zeitschrift:
Forum > Ausgabe 3/2016
Autoren:
S. Ochsenreither, F. Lordick

Zusammenfassung

Klassische Studienkonzepte in der Onkologie werden der Forderung einer raschen Translation von Grundlagenkenntnissen in die Klinik nicht mehr gerecht. Sie werden deshalb zunehmend zugunsten biologisch spezifischer, teils aber auch flexibler und schneller durchführbarer Studien verlassen. Die vier wichtigsten Modelle dieser neuen Studiengeneration sind das Enrichment-Design, das adaptive Studiendesign, die Basket- und die Umbrella-Studie. Beim Enrichment-Design werden nicht alle Patienten einer Tumorentität, sondern eine meist molekular definierte Subpopulation eingeschlossen. Auf diese Weise werden Patienten selektioniert, die auf eine entsprechende zielgerichtete Therapie gut ansprechen sollten. Ein adaptives Studiendesign bedeutet, dass während der Durchführung der Studie Daten erhoben werden, auf deren Basis die laufende Studie modifiziert wird. Diese Modifikationen werden prospektiv geplant und betreffen meist das Öffnen oder Schließen von Patientenkohorten, die Fallzahl, die Dosis der Prüfsubstanz oder die Randomisierung. Die meisten modernen klinischen Studien enthalten adaptive Elemente. Bei einer Basket-Studie werden Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten in einem gemeinsamen Protokoll therapiert; hier handelt es sich häufig um zielgerichtete Therapien gegen eine definierte genetische Alteration oder um frühe Phase-I/II-Studien. Bei Umbrella-Studien werden Tumoren einer Entität auf unterschiedliche Alterationen untersucht, für die dann verschiedene Prüfarme zur Verfügung stehen. Herausforderungen bei all diesen Konzepten sind die statistische Auswertung und die praktische Durchführung. Die neuen Studiendesigns zielen auf eine effektive und rasche Priorisierung neuer Wirkmechanismen und somit eine raschere Entwicklung wirksamer Substanzen bis hin zur klinischen Anwendung.

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Literatur
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