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Neue Leitlinie Arzneimittelallergie

  • 08.05.2015
  • Editorial
Erschienen in:

Auszug

Erstmalig auftretende Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel sind unvorhersehbar und nicht selten. Eine Penicillinallergie wird am häufigsten berichtet [Solensky R. J Allergy Clin Immunol Pract 2013;1:264–5]. Macy et al. haben 2014 über 50.000 Patienten, die angegeben hatten eine Penicillinallergie zu haben, untersucht [Macy E et al. J Allergy Clin Immunol 2014;133:790–6]. Die Studie hat klar gezeigt, dass der häufig falsche Verdacht einer Penicillinallergie erhebliche gesundheitliche und finanzielle Folgen nach sich zieht. Die Kosten für alternativ statt Penicillin eingesetzter Antibiotika liegen 1,8- bis 2,6-fach höher [Li M et al. J Clin Pathol 2014,67:1088–92]. Eine adäquate allergologische Abklärung bietet gerade bei der Penicillinallergie die Chance, hier gezielt zu intervenieren. Deshalb sind die Kenntnis von Medikamentenallergien und deren allergologische Diagnostik für jeden Arzt essenziell. Kürzlich wurden in einer amerikanischen Studie erhebliche Defizite bei Krankenhausärzten im Management von Medikamenten-/Penicillinallergie gezeigt [Blumenthal KG et al. J Allergy Clin Immunol Pract 2014;2:407–13]. 42 % berichteten, keine Ausbildung bezüglich Medikamentenallergie erhalten zu haben. Vergleichbare Zahlen liegen für Deutschland zwar nicht vor, es sind aber ähnliche zu erwarten. …
Titel
Neue Leitlinie Arzneimittelallergie
Verfasst von
Urban & Vogel GmbH
Publikationsdatum
08.05.2015
Verlag
Urban & Vogel
Erschienen in
Allergo Journal / Ausgabe 3/2015
Print ISSN: 0941-8849
Elektronische ISSN: 2195-6405
DOI
https://doi.org/10.1007/s15007-015-0803-1

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