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14.09.2017 | Mikrobiologie | Ausgabe 5/2017

Wiener klinisches Magazin 5/2017

Neue mikrobiologische Diagnostikverfahren

Chancen und Limitierungen

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 5/2017
Autoren:
Dr. Florian P. Maurer, Dr. Moritz Hentschke, Prof. Dr. Holger Rohde
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 2017 · 112:199–205, DOI https://​doi.​org/​10.​1007/​s00063-017-0275-z erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Auch aufgrund der Ausbreitung multiresistenter Erreger gewinnt eine rasche und zuverlässige mikrobiologische Diagnostik an Bedeutung. Der zeitnahe Erregernachweis und die zugehörige Empfindlichkeitsprüfung sind nicht nur entscheidende Basis zur optimalen Behandlung bei Vorliegen komplexer Resistenzmechanismen, sondern auch notwendige Voraussetzung zur Deeskalation kalkulierter Therapieregime. Somit ist die Mikrobiologie auch integraler Bestandteil von Antibiotic-Stewardship(ABS)-Programmen. Traditionelle Ansätze mikrobiologischer Diagnostik sind durch eine methodeninhärente Langsamkeit gekennzeichnet. Die Zeitspanne bis zum Vorliegen von aussagekräftigen Resultaten beträgt 48 h oder sogar länger und dies beeinflusst schließlich auch die Dauer nichtindizierter oder ungeeigneter Antibiotikatherapien. Die fortlaufende Verbesserung verfügbarer Methoden sowie die Implementierung völlig neuartiger Technologien haben in den vergangenen Jahren zu einer fundamentalen Veränderung mikrobiologischer Analytik geführt. Diese Methoden verbessern nicht nur Sensitivität und Spezifität, sondern führen auch zu einer deutlich schnelleren Verfügbarkeit von Ergebnissen. Diese neuen diagnostischen Methoden sollen hier hinsichtlich ihrer potenziellen Bedeutung für die klinische Infektiologie kritisch beleuchtet werden.

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