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06.08.2019 | Neugeborenenscreening | Konsensuspapiere | Ausgabe 11/2019

Monatsschrift Kinderheilkunde 11/2019

Neugeborenenscreening auf schwere kombinierte Immundefekte

Wichtigste Fakten für Pädiater

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 11/2019
Autoren:
C. Schütz, F. Hauck, M. H. Albert, M. Hönig, S. Borte, V. Wahn, A. Schulz, U. Nennstiel, PD Dr. med. C. Speckmann
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Borkhardt, Düsseldorf
S. Wirth, Wuppertal
Die Inhalte dieses Beitrags wurden mit der AG Screening der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API; Sprecher: C. Speckmann, Freiburg) und der Screening-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ; Sprecher: G.F. Hoffmann, Heidelberg) abgestimmt.

Zusammenfassung

Ab August 2019 wird in Deutschland ein Neugeborenscreening (NGS) auf schwere kombinierte Immundefekte (SCID) eingeführt. Das SCID-NGS erfolgt mithilfe einer Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Nachweis von „T-cell receptor excision circles“ (TREC) aus derselben Trockenblutkarte des bisherigen NGS. Schwere kombinierte Immundefekte sind eine heterogene Gruppe angeborener Störungen mit schwerem T‑Zell-Mangel. Unbehandelte Kinder versterben meist innerhalb der ersten beiden Lebensjahre an Infektionen oder schwerer Autoimmunität. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt können betroffene Kinder hingegen geheilt werden. Eine späte Diagnose nach Symptombeginn führt jedoch zu einer hohen Krankheitslast, irreversiblen Organschädigungen und schlechten Erfolgsaussichten für eine kurative Therapie, meist durch eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT). Das SCID-NGS ermöglicht, betroffene Kinder bereits in den ersten Lebenstagen zu erkennen und die Therapiechancen deutlich zu verbessern. Im SCID-NGS werden aber Immundefekte nicht generell ausgeschlossen, sondern nur die allerschwersten Formen eines angeboren T‑Zell-Mangels. Außerdem weisen ca. 75 % der auffällig getesteten Neugeborenen mit T‑Zell-Mangel keinen SCID, sondern beispielsweise ein genetisches Syndrom (z. B. ein komplettes DiGeorge-Syndrom) oder einen sekundären T‑Zell-Mangel (z. B. Lymphgefäßfehlbildungen) auf oder sind Frühgeborene mit sehr unreifem Immunsystem. Diese Kinder benötigen meistens keine HSZT, profitieren aber auch von spezifischen therapeutischen und/oder prophylaktischen Maßnahmen. Positiv-gescreente Neugeborene sollten umgehend einer spezialisierten immunologischen Einrichtung (CID-Klinik oder CID-Zentrum) vorgestellt werden, damit eine weiterführende und differenzierende Diagnostik und ggf. Therapie erfolgen können.

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