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Die Radiologie

Neuroendokrine Tumoren des Pankreas

Erschienen in:

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Die neuroendokrinen Tumoren (NET) des Pankreas fallen in die Gruppe der gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Neoplasien (GEP-NEN). Die Zuordnung bildmorphologischer Kriterien zu dieser heterogenen Gruppe komplexer Tumoren fällt häufig schwer.

Radiologische Standardverfahren

Für die Detektion der pankreatischen NET (oder NEN) sowie zur Ausbreitungsdiagnostik und Metastasensuche stehen Ultraschalldiagnostik, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie (PET/CT) zur Verfügung.

Methodische Innovationen

Insbesondere nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden mit Somatostatinanaloga sind von hoher Wertigkeit, da sie über radioaktiv markierte Rezeptoliganden Tumoren mit hoher Sensitivität darstellen können.

Leistungsfähigkeit

CT und MRT haben hohe Detektionsraten bei den pankreatischen NET. Durch Weiterentwicklungen, wie die Diffusionsbildgebung, konnten diese traditionellen Schnittbilddiagnostiken weiter verbessert werden. Die nuklearmedizinischen Methoden sind in der Detektion jedoch ein wichtiger Baustein und der CT und MRT überlegen.

Bewertung

Für den Radiologen ist es wichtig, sich mit den NET des Pankreas vertraut zu machen, da sie – auch bezüglich der Prognose – eine wichtige Differenzialdiagnose anderer Pankreasraumforderungen darstellen.

Empfehlung für die Praxis

Da NET häufig hypervaskularisiert sind, ist eine biphasische Untersuchungstechnik nach Kontrastmittelgabe für die Schnittbilddiagnostik obligat. Eine PET/CT mit Somatostatinanaloga sollte zur weiterführenden Diagnostik durchgeführt werden.
Titel
Neuroendokrine Tumoren des Pankreas
Verfasst von
Prof. Dr. med. Markus Juchems
Dr. med. Benjamin Kläsner
Publikationsdatum
10.11.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 12/2023
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-023-01231-7
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