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Ein wahnhafter Parasitenbefall ist eine seltene und schwerwiegende dermatopsychiatrische Störung. Eine Analyse von 146 Patientinnen und Patienten aus dem Karolinska-Universitätskrankenhaus zeigt: 42% hatten psychiatrische Komorbiditäten, 10% entwickelten später eine Demenz.
In Deutschland scheint die Zahl der Demenzkranken seit etwa zehn Jahren deutlich zu sinken: Bei Vertragsärzten, vor allem Hausärzten, werden immer weniger Demenzdiagnosen gestellt. Neben einem Rückgang von Risikofaktoren könnten Änderungen bei der Versorgung relevant sein.
Er entfernt Beta-Amyloid in wenigen Wochen komplett aus dem Gehirn: Der mit einem aktiven Transportmechanismus ausgestattete Antikörper Trontinemab zeigt in einer Phase-2-Studie nun auch Signale für eine klinische Wirksamkeit sowie eine reduzierte Tau-Pathologie.
Der GLP-1-Agonist Semaglutid dämpft zwar die periphere Entzündung und hat einen gewissen Einfluss auf Alzheimer-Biomarker, konnte in zwei großen Phase-3-Studien die Alzheimerprogression aber nicht verzögern.
Die Zahl der diagnostizierten Depressionen steigt – gleichzeitig fehlen flächendeckend Therapieplätze. Für Betroffene ist die Hausarztpraxis eine erste Anlaufstelle. Doch wie kann dort der passende Raum entstehen? Allgemeinmedizinerin Prof. Dr. med. Anne Simmenroth und Psychologin Maike Krauthausen berichten, wie niederschwellig Hilfe angeboten werden kann.
Der Biomarker Plasma p-tau217 aus dem Serum unterscheidet Alzheimer-Demenz von anderen Demenzformen und Betroffene von gesunden Personen. Die Zulassung wird für 2026 erwartet und wird für die Praxis relevant sein.
In der EU sind seit diesem Jahr zwei Antikörper für Menschen mit früher Alzheimer-Erkrankung und Amyloid-Pathologie zugelassen. Zugleich wächst das Wissen um eine Krankheitsverbesserung durch Lebensstilveränderungen. Für wen was und wie in Frage kommt, war Thema beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Die medikamentöse Versorgung älterer Krebskranker ist oft komplex – viele nehmen bereits vor der Tumordiagnose mehrere Arzneimittel ein. Diese Polypharmazie birgt Risiken, insbesondere für die Entwicklung eines Delirs. Auf der DGHO-Jahrestagung gab Dr. Nina Rosa Neuendorff, Herne, Tipps zur Prävention bei Hochbetagten.
Unter Demenzkranken in Hospizen ist die Sterblichkeit um über 40% erhöht, wenn sie eine Therapie mit Benzodiazepinen erhalten. Unter Antipsychotika steigt die Sterberate ebenfalls, aber nicht ganz so stark. Darauf deutet eine US-weite Fall-Kontroll-Studie.
Ärzte sind laut Führerscheinverordnung an strikte Richtlinien gebunden, wenn es um die Feststellung der Verkehrstauglichkeit von Patienten geht – oft eine Herausforderung im Versorgungsalltag. Ein rechtlicher Überblick.
Bei Entscheidungen am Lebensende geraten Chirurginnen und Chirurgen oft unter Zugzwang. In einer Interviewstudie wurde der Frage nachgegangen, warum dem Impuls zum Operieren so oft nachgegeben wird, obwohl sich die Situation der Betroffenen dadurch verschlechtert.
Gedächtnislücken oder Vergesslichkeit sind meist die ersten bemerkbaren Symptome, an die bei einer frühen Demenz gedacht wird. Das mag für Morbus Alzheimer auch stimmen. Wie man andere Demenzformen schon im Frühstadium erkennt, war beim DEGAM-Kongress Thema.
Einige Beobachtungsdaten legen nahe, dass mäßiger Alkoholkonsum das Demenzrisiko verringert. Die jetzt veröffentlichte, bisher größte Untersuchung zur genetisch vorhergesagten Trinkmenge zeigt dagegen: Das Demenzrisiko steigt stetig mit der konsumierten Menge.
Die meisten an Multipler Sklerose (MS) Erkrankten sind von kognitiven Funktionsdefiziten betroffen. Diese tragen erheblich zu Behinderung und eingeschränkter Lebensqualität bei. Kognitive Tests helfen nicht nur, den individuellen Förderbedarf zu spezifizieren, sondern könnten möglicherweise auch die Prädiktion des MS-Verlaufs verbessern.
Ein kindliches Delir ist auf Intensivstationen keine Seltenheit. Welche Formen gibt es, was sind charakteristische Symptome und wie erfolgt die Therapie? Antworten gab es auf dem diesjährigen Kongress für Kinder- und Jugendmedizin in Leipzig.
Typische vaskuläre Risikofaktoren wie Diabetes, Hypertonie und Adipositas erhöhen im mittleren Lebensalter weder das Risiko für Morbus Parkinson noch für eine Parkinsondemenz. Raucher haben sogar ein verringertes Erkrankungsrisiko, bestätigt eine Auswertung der ARIC-Studie.
Eine prospektive Analyse der Framingham Heart Study belegt: Menschen mit Hörverlust, die bereits vor ihrem 70. Lebensjahr ein Hörgerät nutzen, erkranken signifikant seltener an Demenz. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühen Intervention.
Wer an Wochentagen schlecht schläft, kann durch Ausschlafen am Wochenende möglicherweise etwas gegen das erhöhte Demenzrisiko tun. Hinweise darauf will ein chinesisches Team nach Auswertung der UK Biobank gefunden haben.
Die Diagnose Demenz bringt mitunter mehr Fragen als Antworten: Was kommt auf mich zu? Und wann? Neue diagnostische Möglichkeiten versprechen frühe Klärung. Sie sollten mit Bedacht eingesetzt werden, sagt der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Thomas Lichte. Denn die therapeutischen Optionen bleiben begrenzt und nicht jede betroffene Person möchte wissen, was sie in der Zukunft erwartet.
Hohe Konzentrationen des Biomarkers pTau217 im Blut deuten mit hoher Genauigkeit auf eine Alzheimerpathologie. Andere Tau-Biomarker liefern deutlich ungenauere Resultate, so das Ergebnis einer Metaanalyse von 113 Studien.
Auch wenn sie ihre Patientinnen und Patienten zum Lebensende oft noch aggressiv behandeln – für sich selbst wünschen Behandelnde in der Regel keine lebensverlängernden Maßnahmen, sondern eine gute palliative Versorgung und bei schweren Leiden zumeist sogar einen assistierten Suizid.
„Gerade die NFL-Senkung war sehr überraschend, das sieht man in der Alzheimerforschung sonst selten“ – Der CETP-Blocker Obicetrapib kann die Tau- und NFL-Werte bei Menschen mit hohem Alzheimerrisiko erheblich senken. Davon profitieren vor allem Träger von ApoE4-Allelen.
Mikroplastik im Gehirn bleibt nicht ohne Folgen – darauf deuten immer mehr Tierversuche und Assoziationsstudien. Möglicherweise begünstigt fein verteilter Plastikmüll im Körper auch die Entstehung einer Parkinsonkrankheit.
Bis in die 1990er-Jahre verwendete Bleizusätze im Benzin haben möglicherweise bis heute gesundheitliche Folgen: Wer in Gegenden mit einer hohen atmosphärischen Bleibelastung aufgewachsen ist, leidet vermehrt unter Gedächtnisproblemen.
Mit einem fokussierten Ultraschall lässt sich temporär die Blut-Hirn-Schranke öffnen. Damit gelangen Amyloid-Antikörper leichter ins Gehirn, und das beschleunigt den Amyloid-Abbau dramatisch. Die Beschallung könnte aber auch ohne Antikörper positive Effekte haben.
Keine Antikoagulation, eine langsame Aufdosierung und ein Amyloid-PET vor dem Therapieende: US-Experten und Expertinnen haben erstmals Anwendungsempfehlungen zur Alzheimertherapie mit dem Antikörper Donanemab vorgestellt.
Zervimesin, ein synaptoprotektiver Wirkstoff, verlangsamt offenbar die Progression einer Lewy-Körperchen-Demenz. Darauf weisen erste Resultate einer Phase-2-Studie.
Nur sieben Infusionen – dann ist das Beta-Amyloid aus dem Hirn entfernt, und zwar ohne größere Nebenwirkungen. Ein Update der ersten klinischen Studie bestätigt die rasche Wirksamkeit des hirngängigen Antikörpers Trontinemab. In Kürze beginnen die Phase-3-Studien.
Regelmäßig nachts ein persönlicher Horrorfilm – dann ist das Risiko, noch vor dem 70. Geburtstag zu sterben, in etwa verdreifacht. Ob Albträume das Leben tatsächlich verkürzen oder nur ein Stressmarker sind, bleibt aber offen.
"Schaff ich es wieder auf die Beine? Lande ich im Pflegeheim?" Mortalität und Risiken für bleibende Einschränkungen steigen nach einer Fraktur im Alter dramatisch an. Gemeinsam können Orthopädie, Geriatrie und Anästhesie hier viel leisten, um die Lebensqualität hoch und die Komplikationsrate gering zu halten. Prof. Dr. Markus Gosch erklärt, worauf es hier ankommt.
Die Idee, den Verlauf von Parkinson durch eine Hemmung von α-Synuklein zu beeinflussen, treibt die Forschung seit Langem an. Nun hat ein speziell dafür entwickelter Antikörper es erstmals in Phase III der klinischen Entwicklung geschafft. Könnte das der Wendepunkt sein?
Menschen mit einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung erkranken praktisch alle an Parkinson oder verwandten Erkrankungen. Nach Ergebnissen einer spanischen Studie lässt sich dieser neurodegenerative Frühmarker bei etwa 1–2% in der älteren Bevölkerung nachweisen.
Größere Operationen erhöhen vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten das Risiko für Delir und kognitiven Abbau. Eine Strategie zur intra- und perioperativen Hypotonievermeidung konnte daran in der Studie cogPOISE-3 nichts ändern.
Neue Therapien erfordern mitunter neue Versorgungsmodelle: In Köln soll eine digitale Plattform die Alzheimer-Früherkennung beschleunigen und optimieren. Beteiligte Ärzte und Zentren können darüber Termine buchen, Ergebnisse teilen und die Versorgung koordinieren.
Anticholinergika gelten als ungünstig für die Kognition älterer Menschen. Bei einer COPD-Therapie mit Tiotropium ist das Demenzrisiko jedoch nicht wesentlich höher als unter anderen inhalierbaren COPD-Medikamenten.
Der genaue Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz ist nach wie vor unklar. Hörprobleme könnten den kognitiven Abbau verursachen, beschleunigen oder auch eine Folge davon sein.
Eigentlich leben Verheiratete länger und gesünder. Eine aktuelle Untersuchung kommt jedoch zu dem überraschenden Schluss, dass sie eher an Demenz erkranken als nie Verheiratete, Geschiedene oder Verwitwete.
Nach der Zulassung von Lecanemab zur Alzheimertherapie sind noch etliche Fragen offen: Wie lange dauert die Therapie? Wie lassen sich Nebenwirkungen vermeiden? Ein Blick in die USA liefert zumindest einige Antworten.
Eine große Registerstudie bestätigt, dass Schichtarbeit mit einem erhöhten Risiko für psychische und neurologische Erkrankungen einhergeht, sowie mit einer Volumenabnahme in Gehirnarealen, die für Depression, Angst und kognitive Funktionen relevant sind.
Stärkere Beschwerden in der Perimenopause sind mit einer reduzierten kognitiven Funktion in den mittleren und späteren Lebensjahren assoziiert. Auch das Verhalten kann sich ändern, wie eine Studie zeigt. Beides steht womöglich für erhöhte Demenzgefährdung.
Ein eingeschränkter Geruchssinn scheint bei Älteren mit einer höheren Gesamtsterblichkeit einherzugehen. Dafür sprechen Längsschnittdaten aus Stockholm. Besonders bedeutsam sind dabei wohl Zusammenhänge mit Gebrechlichkeit und Neurodegeneration.
Wenig Nebenwirkung bei guter Symptomkontrolle – ein spezifisch am D1- und D5-Dopaminrezeptor wirkendes Parkinsonmedikament könnte sich besonders für Menschen in der Frühphase der Erkrankung eignen.
Erfahren Schmerzpatientinnen und -patienten trotz Behandlung mit kurz wirksamen Opioiden (SAO) keine ausreichende Linderung, muss die Opioidtherapie angepasst werden. Aber wie? Daten aus US-Pflegeheimen geben Hinweise darauf, welche Strategie die sinnvollste ist.
Eine Prähabilitation vor einem viszeralchirurgischen Eingriff ist Experten zufolge äußerst sinnvoll, dennoch wird sie in Leitlinien derzeit nicht empfohlen. Beim DCK erklärte Prof. Tim Vilz aus Bonn, woran das liegt und was benötigt wird, um die Situation zu ändern.
Vestibuläre Störungen sind offenbar ein weiterer Risikofaktor für eine Alzheimerdemenz: Eine Analyse der britischen Biobank-Kohorte deutet auf eine deutlich höhere Alzheimerprävalenz bei Menschen mit Gleichgewichtsproblemen. Offenbar lässt ein schwacher vestibulärer Input den Hippocampus besonders schnell schrumpfen.
Handys und Smartwatches könnten niedrigschwellige Tools sein, um eine beginnende Demenz zu erfassen. In einer US-Studie ließ sich damit eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) gut nachweisen. Auch waren gerade die älteren Teilnehmenden sehr motiviert.
Daten aus den Niederlanden zeigen, dass Krebsfrüherkennungsmaßnahmen für Menschen mit Störungen der Intelligenzentwicklung häufig nicht zugänglich sind. Wie kann diese Lücke geschlossen werden?
Das sind einige wichtige Änderungen der aktuellen S3-Leitlinie Demenzen: empfohlen wird jetzt auch eine Musiktherapie sowie bei unklarem diagnostischem Befund ein Tau-PET. Depressive mit leichten kognitiven Störungen sollten eine Verhaltenstherapie erhalten.
Frauen mit einer hohen Beta-Amyloid-Last im Gehirn aggregieren mehr Tau-Protein als Männer mit vergleichbaren Amyloidwerten. Ähnliches gilt für Frauen mit einem ApoE4-Allel. Dafür sprechen die Daten einer Metaanalyse von Menschen im präklinischen Alzheimerstadium.
Trotz raschem und vollständigem Verschwinden der Symptome bergen auch transitorische ischämische Attacken das Risiko langfristigen kognitiven Abbaus, wie eine Studie zeigt. Die Größenordnung gleicht jener nach einem Schlaganfall.
In einer Metaanalyse wurden elf Faktoren identifiziert, die bei Vorhofflimmern(VHF)-Patienten mit dem Risiko für eine kognitive Beeinträchtigung assoziiert sind. Im besten Fall eröffnet sich damit ein Weg für die Prävention.
Auch mehr als ein Jahr nach einer SARS-CoV-2-Infektion leidet die Mehrheit der Betroffenen, die ein Post-COVID-Syndrom (PCS) entwickelt haben, weiterhin unter eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, Fatigue, kognitiven Beeinträchtigungen und einer reduzierten Lebensqualität. Dies belegt eine Langzeitstudie aus Baden-Württemberg.
Lässt sich mithilfe eines internetbasierten Trainingsprogramms zur Verbesserung des Lebensstils der kognitive Abbau bremsen? Das Ergebnis einer randomisierten Studie, an der Personen mit erhöhtem Demenzrisiko teilnahmen, lässt dies vermuten.
Zwei Studien bestätigen, dass Kontaktsportarten mitunter die Neurodegeneration beschleunigen. In der einen war das Demenzrisiko von Profifußballern dreifach erhöht, in der anderen zeigten die meisten Eishockeyspieler post mortem Zeichen einer traumatischen Enzephalopathie.
Die in Kürze erwartete Zulassung der ersten krankheitsmodifizierenden Alzheimertherapie wirft noch viele Fragen auf: In welchen Zentren findet die Behandlung statt, wie wird sie abgerechnet? Immerhin wird die Zahl der Behandelten anfangs überschaubar sein.
Setzt die Amyloiddeposition bei Trisomie 21 ein, dauerte es weniger als drei Jahre bis zum Beginn des kognitiven Abbaus. Eine MCI entwickelt sich nach etwas mehr als sieben, eine Demenz nach zwölf Jahren. Die Neurodegeneration verläuft damit etwa doppelt so schnell wie ohne Trisomie.
Für viele kam sie überraschend: Die Empfehlung der EMA, zugunsten des gegen β-Amyloid gerichteten monoklonalen Antikörpers Lecanemab. Dass von der US-amerikanischen Alzheimer’s Disease and Related Disorders Therapeutics Work Group bereits ausführliche Empfehlungen zur angemessenen Verwendung des Medikaments formuliert wurden, dürfte die in Kürze zu erwartende Einführung in die deutsche Versorgungslandschaft erleichtern.
Der Amyloid-Antikörper Lecanemab erhält nun doch eine Zulassung zur Alzheimertherapie in der EU. Von den Fachgesellschaften wird dies durchweg begrüßt. Diese wollen jetzt den Aufbau geeigneter Versorgungsstrukturen vorantreiben.
Die Therapie mit Amyloid-Antikörpern erfordert eine frühe Diagnostik und eine aufwändige Therapie. Eine Expertenrunde geht davon aus: Ärzte in Deutschland können das stemmen. Viele Fragen zur Finanzierung und Implementierung der Diagnostik sind aber noch offen.
Die EMA hat die Zulassung des ersten Amyloid-Antikörpers in der EU empfohlen. Neurologische Kollegen zeigen sich erfreut, wissen aber auch: Nötig sind Medikamente, die besser wirken als Amyloid-Antikörper.
Nächtlicher Juckreiz bringt Personen mit atopischer Dermatitis häufig um den Schlaf. Das führt offenbar zu kognitiven Problemen wie einer gestörten Aufmerksamkeit und Abstrichen beim IQ. Ob damit auch das Demenzrisiko steigt, ist nach einer Analyse von 13 Studien aber noch unklar.
Präzise Blutmarker, stadienspezifische Therapeutika: Die Behandlung von Menschen mit Alzheimerpathologie dürfte sich in den kommenden Jahren grundlegend ändern – auch durch eine neue Generation verlaufsmodifizierender Arzneien.
Nicht nur das Alzheimerrisiko ist bei Schwerhörigen erhöht, sondern auch das für Morbus Parkinson. Die gute Nachricht: Wer Hörhilfen nutzt, erkrankt seltener an solchen neurodegenerativen Leiden.
Die Erkenntnis, dass das Glaukom eine neurodegenerative Erkrankung ist, ebnet den Weg für Therapieansätze jenseits der Augeninnendrucksenkung – angefangen bei der Blutdruck- und Blutzuckereinstellung.
Der Verlust des Ehemanns oder der Ehefrau ist allgemein mit funktionellen Einbußen und einer erhöhten Mortalität verknüpft. Müsste das für ohnehin eingeschränkte ältere Personen nicht in besonderem Maße gelten? Eine US-Studie hat das untersucht.
Der Zusammenhang von Bluthochdruck mit geistigem Abbau und Demenz scheint sich im Lauf des Lebens zu verändern. Bei älteren Menschen mit Pflegebedarf ist die gezielte Reduktion von Blutdrucksenkern offenbar mit einem verlangsamten kognitiven Abbau assoziiert.
Medikamentöse Delirprophylaxe, intraoperatives EEG oder postoperative Screeningzeit: Die neue europäische Leitlinie zum postoperativen Delir bringt einige Änderungen mit sich. Die bessere Umsetzbarkeit im klinischen Alltag ist erklärtes Ziel der aktualisierten Empfehlungen.
Einige Beobachtungsstudien legen nahe, dass mäßiger Alkoholkonsum mit einem kleineren Demenzrisiko einhergeht. Eine aktuelle Untersuchung spricht dafür, dass das ein Trugschluss ist. Vielmehr war Alkoholkonsum linear positiv mit dem Demenzrisiko assoziiert.
Von einer früheren und wirksameren MS-Behandlung profitieren auch Kinder: Gravierende kognitive Probleme, wie sie früher häufig bei schweren Verläufen auftraten, sind heute die Ausnahme. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh.
Alzheimer und Schlaf hängen eng zusammen. Melatonin kann den gestörten zirkadianen Rhythmus von Alzheimerkranken verbessern, gleichzeitig auch den Schlaf und die kognitive Leistung. Zudem gibt es Hinweise, dass das Schlafhormon bei der Alzheimerprävention hilft.
Vermutlich lassen sich ein Fünftel bis ein Viertel aller Demenzerkrankungen durch eine Zosterimpfung vermeiden. Neue Studien liefern robuste Hinweise auf eine kausalen Schutzwirkung der Impfung, und zeigen auch, wie das Virus Protein im Gehirn verklumpen lässt.
Hundertjährige sehen oft 20 Jahre jünger aus, als sie tatsächlich sind. Das gilt auch für ihre Gehirne. Wer weiß, weshalb, kann neurodegenerative Erkrankungen besser verstehen – und künftig besser behandeln. Die 100-plus-Studie liefert erste Hinweise.
Die Demenzinzidenz unter Parkinsonkranken ist mit 4,5% pro Jahr geringer als erwartet, auch scheint sie in jüngster Zeit zu sinken. Das Demenzrisiko für Parkinsonkranke ist einer Metaanalyse zufolge aber dreifach höher als für Menschen ohne die Erkrankung.
Eine weitere Studie stützt den Zusammenhang von subjektiven kognitiven Einbußen und dem Risiko für eine Demenz. Für die Praxis problematisch bleibt der Indikator trotzdem.
Alzheimer ist zwar eine komplexe Erkrankung, aber manchmal genügt eine simple Mutation, um nicht daran zu erkranken: So verhindert die seltene ApoE-Christchurch-Variante einen vorzeitigen Beginn der Neurodegeneration. Das weist den Weg zu neuen Medikamenten.
Hört jemand im Alter schlecht, nimmt das Hirn- und Hippocampusvolumen besonders schnell ab, was auch mit einem beschleunigten kognitiven Abbau einhergeht. Und diese Prozesse scheinen sich unabhängig von der Amyloidablagerung zu ereignen.
Ein hohes soziales Niveau ist mit die beste Versicherung gegen eine Demenz. Noch geringer ist das Demenzrisiko für Menschen, die sozial aufsteigen: Sie gewinnen fast zwei demenzfreie Lebensjahre. Umgekehrt steigt die Demenzgefahr beim sozialen Abstieg.
Um die Langzeitfolgen eines Delirs bei kritisch Kranken zu mildern, wird vielerorts auf eine Akuttherapie mit Antipsychotika gesetzt. Eine US-amerikanische Forschungsgruppe äußert jetzt erhebliche Vorbehalte gegen dieses Vorgehen. Denn es gibt neue Daten zum Langzeiteffekt von Haloperidol bzw. Ziprasidon versus Placebo.
Konsumieren Menschen täglich 7 Gramm Olivenöl, ist ihr Risiko, an einer Demenz zu sterben, um mehr als ein Viertel reduziert – und dies weitgehend unabhängig von ihrer sonstigen Ernährung. Dafür sprechen Auswertungen zweier großer US-Studien.
Ein Bluttest kann abnorm aggregiertes Alpha-Synuclein bei einigen Menschen schon zehn Jahre vor Beginn der motorischen Parkinsonsymptome nachweisen. Mit einem solchen Test lassen sich möglicherweise Prodromalstadien erfassen und die Betroffenen früher behandeln.
Beginnen ältere Männer im Pflegeheim eine Antihypertensiva-Therapie, dann ist die Frakturrate in den folgenden 30 Tagen mehr als verdoppelt. Besonders häufig stürzen Demenzkranke und Männer, die erstmals Blutdrucksenker nehmen. Dafür spricht eine Analyse unter US-Veteranen.
Ist die Tau-Last noch gering, scheint der Vorteil von Lecanemab besonders groß zu sein. Und beginnen Erkrankte verzögert mit der Behandlung, erreichen sie nicht mehr die kognitive Leistung wie bei einem früheren Start. Darauf deuten neue Analysen der Phase-3-Studie Clarity AD.
Eine medikamentöse Hochdrucktherapie kann offenbar die Entwicklung einer Demenz verhindern. Einer Studie zufolge erstreckt sich der Schutz auch auf betagte Personen und auf Alzheimererkrankungen.
Alte Menschen in stationärer Behandlung sind vermehrt von einem Delir betroffen. Einer Studie zufolge ist der Verwirrtheitszustand ein starker Risikofaktor für Demenz und Tod bei dieser Personengruppe.
Die Lebenserwartung bei angeborenen Herzfehlern ist dank therapeutischer Fortschritte gestiegen. Das Überleben hat jedoch offenbar einen Preis, wie eine Studie zeigt.
Hirnvolumina und Kortexoberflächen liegen in den 1970er-Geburtsjahrgängen deutlich über denen aus den 1930er-Jahren. Dies könnte auf bessere Lebensbedingungen weisen, die zu einer erhöhten Hirnreserve und einer geringeren Demenzinzidenz führen.
Nicht alle mit leichter Alzheimerdemenz erhalten künftig Amyloid-Antikörper – das wurde in einer Expertenrunde deutlich. Eine Antikoagulation, ein hohes Schlaganfallrisiko und vielleicht zwei ApoE4-Allele könnten dagegen sprechen. Offen ist auch die Finanzierung der Diagnostik.
Männer mit Potenzschwäche erkranken seltener an Alzheimer, wenn sie häufig PDE-5-Hemmer einnehmen. Ob das tatsächlich an den Potenzmitteln liegt, ist allerdings alles andere als klar.
Bei vielen Demenzkranken bleibt eine Leberzirrhose offenbar unerkannt. In einer US-Analyse war dies bei 5–10% der Fall. Eine bessere Kontrolle der Leberwerte könnte den Betroffenen eine Therapie ermöglichen, welche ihre kognitive Funktion verbessert.
Patientinnen und Patienten, die nach einer Operation ins Delirium abgleiten, entwickeln besonders häufig weitere Komplikationen. Wie sich die Situation nach orthopädischen Eingriffen an der Hüfte darstellt, haben US-Forscher analysiert.
Eine Ultraschallbehandlung des Gehirns öffnet die Blut-Hirn-Schranke temporär und verbessert darüber die Wirksamkeit von Amyloidantikörpern. Darauf deutet eine experimentelle Studie mit drei Alzheimerkranken.
Eine komplizierte COVID-19-Infektion setzt auch dem Gehirn zu und zieht offenbar langfristig kognitive, psychiatrische und neurologische Probleme nach sich. Allerdings sind die Einbußen nicht größer als nach anderen vergleichbar schweren Erkrankungen.
Ärzte können eine Alzheimererkrankung nun bereits bei leichten kognitiven Einschränkungen (MCI) stellen. Darauf verweist das Update der S3-Leitlinie „Demenzen“. Widerspruch gibt es in diesem Punkt jedoch von der DEGAM.
Über neue Wirkstoffe gegen die Alzheimer-Demenz wird in der Neurologie aktuell so stark diskutiert wie über kaum ein anderes Thema. Der Chance auf einen verlangsamten Erkrankungsverlauf steht dabei das Risiko teils starker Nebenwirkungen gegenüber. So auch beim Antikörper Donanemab.
Zum ersten Mal nach sieben Jahren wurde die S3-Leitlinie Demenzen komplett überarbeitet. Die Leitlinienkoordination erfolgte durch die beiden Fachgesellschaften DGN und DGPPN. Erstmalig steht die Leitlinie auch als App zur Verfügung.
Agitiertes Verhalten aufgrund einer Alzheimerdemenz konnte in einer Phase-3-Studie durch das atypische Antipsychotikum Brexpiprazol gelindert werden, ohne dass gravierende Nebenwirkungen auftraten. Trotzdem bleiben Fragen.
Mit der dritten positiven Studie mit Amyloid-Antikörpern bei leichter kognitiver Beeinträchtigung oder früher Alzheimer Demenz wird sich bald konkret die Frage stellen, wer nach Zulassung wann mit diesen Therapien behandelt werden sollte.
Erstmals zeigen Ergebnisse einer randomisierten Langzeitstudie, dass gute Blutdruckkontrolle vor kognitivem Abbau und Demenz schützt. Der Effekt war moderat, aber eine Gruppe profitierte überproportional.
Wer spricht auf eine Antidepressiva-Therapie gut an? Eine frühe Symptomverbesserung ist entscheidend, wichtig sind aber auch Alter und klinischer Phänotyp. Biomarker taugen bislang eher wenig zur Abschätzung der Prognose.
Über Globalbudgets zu mehr Flexibilität in der Behandlung psychisch Kranker: DGPPN-Präsidentin Professorin Euphrosine Gouzoulis-Mayfrank mahnt auf der Jahrestagung der Gesellschaft eine kluge Steuerung der Versorgung an.
Erstmals wird eine therapieresistente Angststörung klar definiert. Zur Behandlung bieten sich Kombinationen aus klassischen Psychopharmaka und Psychotherapien an. In der Entwicklung befinden sich auch Neurosteroid-Modulatoren sowie ein alter Bekannter: LSD.
Ein Mann will sich umbringen, bittet ChatGPT um eine Anleitung und wird von der KI in die Klinik geschickt. Dort müssen sich die Ärzte gut auf die Gespräche vorbereiten, da er die Therapie bestens informiert hinterfragt. Der Chatbot hilft ihm aber auch, wahnhafte Ideen zu erkennen.